Schließen
Suchen & Finden

Was ist Labour Hopscotch?

Labour Hopscotch wurde 2015 von der irischen Hebamme Sinead Thompson entwickelt. Anlass waren steigende Epidural- und Kaiserschnittraten in Irland sowie die Erkenntnis, dass Bewegung während der Geburt einen wichtigen Einfluss auf den Geburtsverlauf und die Position des Kindes haben kann.

Das Bewegungs- und Geburtskonzept, welches sich mittlerweile in ganz Irland etabliert hat, orientiert sich am Prinzip eines Hüpfspiels (to hopscotch = herumhüpfen). Schritt für Schritt führt es Frauen systematisch entlang der Hüpfekästchen durch praktische 20-minütige Einheiten aus verschiedenen Bereichen, die den natürlichen Geburtsverlauf unterstützen können.

Zu den Elementen des Programms gehören unter anderem:

  • Bewegung und Mobilisation
  • verschiedene Geburtspositionen
  • der Einsatz des Gymnastikballs
  • Wasser als natürliche Schmerzlinderung
  • der Gebärhocker
  • Atem- und Entspannungstechniken
  • alternative Methoden zur Unterstützung der Geburt

Die Übungen werden bereits während der Schwangerschaft trainiert und können unter der Geburt individuell angewendet werden.

Wissenschaftlich begleitet

Labour Hopscotch basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und wird seit seiner Einführung wissenschaftlich evaluiert.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass Frauen, die das Konzept während der Geburt anwenden, seltener eine Periduralanästhesie in Anspruch nehmen und ihre Geburt häufig als selbstbestimmter erleben. In einer Untersuchung berichteten rund 90 Prozent der Teilnehmerinnen, dass Labour Hopscotch ihnen geholfen habe, während der Geburt zuversichtlich zu bleiben. Rund 40 Prozent gaben an, dass das Konzept ihre Entscheidungen zur Schmerzlinderung beeinflusst habe.

Eine weitere Studie mit über 800 Frauen zeigte zudem, dass die meisten Teilnehmerinnen das Labour Hopscotch Programm als hilfreich, leicht verständlich und stärkend empfanden. Besonders Bewegung, der Gymnastikball, der Gebärhocker und Wasser wurden als sehr unterstützend erlebt. Viele Frauen berichteten außerdem, dass das Konzept ihnen Sicherheit gab und ihr Vertrauen in die eigene Geburt stärkte.  

Als erste Klinik in Deutschland

Um das Konzept direkt von der Entwicklerin kennenzulernen, ist unser Geburtsteam eigens nach Dublin gereist und wurde dort von Sinead Thompson persönlich in der Anwendung von Labour Hopscotch geschult.

Als erste Klinik in Deutschland integrieren wir dieses evidenzbasierte Bewegungskonzept systematisch in unser Geburtszentrum und erweitern somit unser Angebot für eine aktive und selbstbestimmte Geburt.

Das Konzept begleitet Sie Schritt für Schritt durch die verschiedenen Geburtsphasen und hilft Ihnen,

  • den natürlichen Geburtsverlauf aktiv zu unterstützen
  • die Schwerkraft gezielt für die Geburt zu nutzen
  • verschiedene Geburtspositionen kennenzulernen
  • mit Wehen und Schmerzen besser umzugehen
  • Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln und
  • gemeinsam mit Ihrer Begleitperson aktiv durch die Geburt zu gehen.

Wie beim Training für einen Marathon gilt auch für die Geburt: Eine gute Vorbereitung schafft Sicherheit. Deshalb empfehlen wir, das Programm bereits während der Schwangerschaft zu trainieren. So können Sie die erlernten Techniken unter der Geburt sicher anwenden.

Kursinformationen

Eine Teilnahme an einem Labour Hopscotch Kurs ist ab der 24. Schwangerschaftswoche empfehlenswert. So haben Sie ausreichend Zeit, die Übungen kennenzulernen, zu trainieren und bis zu Geburt zu festigen.

Unsere speziell geschulten Hebammen Matea und Lilly leiten den Labour Hopscotch Kurs. Die Kurseinheiten ergänzen den klassischen Geburtsvorbereitungskurs und vermitteln Bewegungs-, Atem- und Entspannungstechniken, die während der Schwangerschaft trainiert und unter der Geburt gezielt angewendet werden können.

Der Kurs besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Kurseinheiten. Beide Einheiten finden an unterschiedlichen Terminen statt und dauern jeweils drei Stunden.

Der Kurs richtet sich an Schwangere und die Person, die sie während der Geburt begleiten und unterstützen wird. Die Begleitperson wird dabei von Anfang an aktiv in die Übungen einbezogen.

  • Kurseinheit 1: Empfohlen zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche
  • Kurseinheit 2: Empfohlen zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche

Zwischen den beiden Kurseinheiten empfehlen wir eine Pause von 6 bis 10 Wochen. In der Zeit sollten die Übungen aus der ersten Kurseinheit regelmäßig wiederholt und trainiert werden.

Der Kurs ist auf 10 Schwangere mit jeweils einer Begleitperson begrenzt.

Anmeldung & Termine

Ort: Hebammenhaus (Haus 13), Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau

Kursreihe 1/2026

  • Kurseinheit A: 03.11.26, 10:00-13:00 Uhr
  • Kurseinheit B: 05.01.27, 10:00-13:00 Uhr

Kursreihe 2/2026

  • Kurseinheit A: 09.11.26, 16:30-19:30 Uhr
  • Kurseinheit B: 12.01.27, 16:30-19:30 Uhr

Crashkurs 

Sie sind bereits in einer fortgeschrittenen Schwangerschaft und möchten trotzdem am Labour Hopscotch Kurs teilnehmen? Für Schwangere ab der 30. Schwangerschaftswoche bieten wir 2026 einmalig einen kompakten Crashkurs an.

  • 10.11.26, 17:00-20:00 Uhr 

Kosten

Zum Start unseres neuen Angebots bieten wir im Jahr 2026  einen besonderen Einführungspreis:

  • 80 Euro pro Schwangere inklusive Begleitperson 
  • 60 Euro pro Schwangere inklusive Begleitperson, wenn Sie bereits bei uns zur Geburt angemeldet sind

Buchung und Zahlung

Nach Ihrer Kursbuchung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung und Rechnung. Bitte überweisen Sie die Kursgebühr vor Kursbeginn auf das in der Rechnung angegebene Konto und bringen Sie einen Zahlungsbeleg zum Kurs mit.

Labour Hopscotch Kursreihe

Bitte melden Sie sich über das Online-Formular zur Labour Hopscotch Kursreihe an.

Zur Anmeldung

Stornierung und Umbuchung

Sollten Sie an Ihrem gebuchten Termin nicht teilnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, den Kurs auf einen anderen verfügbaren Termin kostenfrei umzubuchen. Eine Rückerstattung des Betrages ist leider nicht möglich.

Bitte senden Sie Ihren Umbuchungswunsch per E-Mail an elena.krebs(at)jsd.de