Gefäßkonferenz – Individueller Behandlungsplan
Für alle Patient*innen erstellen wir einen maßgeschneiderten Behandlungsplan in unserer täglichen interdisziplinären Gefäßkonferenz. Ärzt*innen aus Angiologie, Gefäßchirurgie, Radiologie und weiteren Fachbereichen besprechen gemeinsam die Befunde und legen die nächsten Schritte fest. Dabei arbeiten wir eng mit dem*der Hausärzt*in zusammen. So stellen wir sicher, dass Diagnostik, Therapie und Nachsorge optimal aufeinander abgestimmt sind – für eine sichere umfassende Versorgung aus einer Hand.
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Ihre Gefäßgesundheit im Mittelpunkt
Eine sorgfältige Diagnostik ist die Grundlage jeder guten Behandlung. Mit modernen, schonenden Untersuchungsverfahren – vor allem Ultraschall und bildgebender Diagnostik – klären wir die Ursache Ihrer Beschwerden. Je nach Befund bieten wir unseren Patient*innen die passende Therapie an – stationär oder teilweise ambulant: Konservativ, interventionell mit einem Eingriff über kleine Zugänge oder operativ. Viele Operationen können heute minimalinvasiv durchgeführt werden und sind weniger belastend.
Wir behandeln nicht nur die Erkrankung, sondern auch Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes. Außerdem beraten wir unsere Patient*innen, wie sie ihre Gefäßgesundheit langfristig stärken können.
Eng abgestimmt – für Ihre Sicherheit
Alle Behandlungsschritte werden im Team besprochen. Das bedeutet für unsere Patient*innen: Klare Entscheidungen, kurze Wege und ein aufeinander abgestimmtes Vorgehen. Sollte nach einem Eingriff eine Rehabilitation sinnvoll sein, organisieren wir gemeinsam mit den Patient*innen die weitere Versorgung – ambulant oder stationär in Einrichtungen der Johannesstift Diakonie.
Diese Erkrankungen behandeln wir
- Schmerzen in den Beinen beim Gehen, auch „Schaufensterkrankheit“ genannt
- schlecht heilende Wunden, insbesondere bei Diabetes wie das Diabetische Fußsyndrom
- akute Gefäßverschlüsse
- Verengung der Eingeweidearterien (Darm/Niere)
- Erweiterung der Bauchschlagader oder anderer Gefäße, auch als Aneurysma bezeichnet
- Verengung der Halsschlagader, auch Karotisstenose genannt
- Thrombose oder Lungenembolie
- Krampfadern
- Gefäßentzündungen (Vaskulitis)
- Raynaud-Syndrom (anfallsweise Durchblutungsstörungen der Finger)
- Angeborene Gefäßfehlbildungen
- Gefäßveränderungen im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen oder bei chronischen Gelenkbeschwerden
- Lipolymphödem (nur Erst-Beratung)
- Auch bei unklaren Beschwerden oder auffälligen Befunden beraten wir Sie gern und klären gemeinsam die nächsten Schritte.
Unser Anspruch - unser Angebot
Wir verbinden medizinische Erfahrung mit moderner Technik und einer persönlichen Begleitung. Das Vertrauen unserer Patient*innen ist die Grundlage für unsere Arbeit. Vereinbaren Sie Ihren Termin telefonisch oder bequem online. Unser Team hilft Ihnen gern weiter und plant mit Ihnen die nächsten Schritte.
Angiologie – Gefäßmedizin ohne Operation
Die Angiologie ist der internistische Schwerpunkt unseres Gefäßzentrums. Hier untersuchen und behandeln wir Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäße. Ein besonderer Fokus liegt auf der Früherkennung von Gefäßerkrankungen und der Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen. Mit moderner Ultraschalldiagnostik und weiteren schonenden Untersuchungsverfahren klären wir Beschwerden sorgfältig ab.
Viele Gefäßerkrankungen lassen sich medikamentös und durch die Anpassung von Lebensgewohnheiten behandeln. Sollte ein Eingriff notwendig sein, stimmen wir das weitere Vorgehen eng mit den Kolleg*innen der Gefäßchirurgie und der Radiologie ab. Unser Ziel ist es, die Gefäßgesundheit unserer Patient*innen langfristig zu stabilisieren und Komplikationen zu vermeiden.
Hilfe bei Diabetischem Fußsyndrom
Ein Schwerpunkt der Angiologie ist die Versorgung von Menschen mit Diabetischem Fußsyndrom. Dabei handelt es sich um schlecht heilende Wunden, Geschwürsbildungen oder Fußverformungen, die bei Diabetes häufig lange unbemerkt bleiben. Besonders gefährlich wird es, wenn Durchblutungsstörungen hinzukommen. Durch eine rechtzeitige und gezielte Behandlung können Amputationen verhindert und die Mobilität erhalten werden.
Als zertifizierte stationäre Fußbehandlungseinrichtung der Deutschen Diabetes Gesellschaft arbeitet unser erfahrenes Team fachübergreifend: Angiolog*innen, Wundexpert*innen, Diabetolog*innen, Fachärzt*innen der Orthopädie, Plastischen Chirurgie und Neurologie stimmen die Behandlung individuell auf die Patient*innen ab. Hochqualifizierte Orthopädietechniker*innen, Schuhmachermeister*innen und Podolog*innen unterstützen die Versorgung zusätzlich.
Zudem besteht eine enge Kooperation mit der zertifizierten ambulanten Fußbehandlungseinrichtung im MVZ Spandau, sodass Patient*innen nahtlos von stationärer zu ambulanter Versorgung wechseln können.
Gefäß- und Endovaskularchirurgie – Operative Expertise
In der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie werden akute und chronische Gefäßleiden behandelt, wenn Medikamente oder rein interventionelle Maßnahmen nicht ausreichen. Ziel ist es, die Durchblutung zu verbessern, Gefäßerweiterungen zu sichern und Komplikationen wie Schlaganfälle zu verhindern.
Verschiedene operative Verfahren werden von unseren Teams durchgeführt:
- Operationen bei Erweiterungen der Schlagadern, auch Aneurysmen genannt
- Behandlungen von Verengungen der Arterien: Anlage von Bypässen
- Anlegen von Dialysezugängen, als „Shunts“ bezeichnet
- Eingriffe zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Verengungen der Halsschlagader
Viele Eingriffe führt das medizinische Fachpersonal minimalinvasiv über kleine Zugänge durch oder es nutzt die Wiederherstellung mit körpereigenem Gewebe. Diese Therapieverfahren sind für die Patient*innen schonender. Alle Verfahren erfolgen nach aktuellen, wissenschaftlich fundierten Empfehlungen. Jede Entscheidung über eine Operation an der Halsschlagader erfolgt gemeinsam mit unserem Team Neurologie – für Ihre Sicherheit und eine individuell abgestimmte Therapie.
Radiologie – schonende Eingriffe unter Bildkontrolle
Neben dem gesamten Spektrum der Diagnostik vor und nach der Behandlung im Zentrum für Gefäßmedizin ermöglicht die interventionelle Radiologie die Therapie über sehr kleine Zugänge, gesteuert durch moderne Bildgebung. So können Gefäße gezielt erweitert, verschlossen oder wieder durchgängig gemacht werden – oft ohne Hautschnitt.
Typische Anwendungsbereiche sind:
- Erweiterung verengter Gefäße, zum Beispiel durch Ballon oder Stent
- Stent-Versorgung von erworbenen oder angeborenen Gefäßerweiterungen zum Beispiel der Aorta, Baucharterien, in der Leiste oder Kniekehle
- Behandlung von Blutungen als Notfall oder elektive Behandlung
- Gefäßverschließende Behandlung bei Fehlbildungen, Tumoren und bei chronischen Gelenkbeschwerden
Viele Eingriffe erfolgen im Hybrid-Verfahren gemeinsam mit der Gefäßchirurgie: Bei einer Operation kommen sowohl minimalinvasive als auch offen-chirurgische Methoden zum Einsatz. Die Angiologie übernimmt die Vor- und Nachsorge sowie die Behandlung von Begleiterkrankungen. Durch diese enge Zusammenarbeit behandelt das Team des Zentrums für Gefäßmedizin Gefäßerkrankungen umfassend und möglichst schonend.
Unsere Leistungen
Wir kümmern uns um Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäße – vor allem, wenn eine Operation nicht erforderlich ist.
- Diagnostik von Durchblutungsstörungen durch Pulswellenoszillometrie, Bein-Blutdruckmessung (ABI), Laufbandanalyse und Ultraschall (Doppler-, Farbduplexsonographie, 3D-Bildgebung)
- Versorgung von Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) und funktionellen Störungen (zum Beispiel Raynaud-Phänomen)
- Moderne Wundtherapie bei schlecht heilenden Wunden oder dem Diabetischen Fußsyndrom (einschließlich Unterdrucktherapie, Biomaden-Applikation)
- Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen
- Beratungen zur Vorbeugung und Früherkennung von Gefäßerkrankungen
- Rehabilitationsberatung (stationär, ambulant)
- Gefäßsportgruppen-Behandlung
Wenn Medikamente oder konservative Maßnahmen nicht ausreichen, bietet die Gefäß- und Endovaskularchirurgie moderne operative Lösungen an bei:
- Erweiterung der Bauchschlagader (Aneurysma) – Stentversorgung, offene Operation
- Verengung der Halsschlagader (Karotisstenose) – Operation in Lokalanästhesie
- Bypass-Operationen zur Überbrückung verschlossener Arterien: Wenn möglich, Verwendung von körpereigenem Material
- Hybrid-Operationen: Kombination von offenem Eingriff und Ballon/Stent-Aufdehnung in einer Sitzung
- Behandlung von Krampfadern (operativ/lasergestützt/konservativ)
- Versorgung von schlecht heilenden Wunden, den sogenannten „offene Beinen“ in enger Kooperation mit dem Wundmanagements am EWK
- Therapie des diabetischen Fußsyndrom mit dem Ziel, das Bein zu erhalten
Bei uns kann auch eine Zweitmeinung zu anderweitig geplanten Operationen eingeholt werden.
Unsere Radiologie behandelt Gefäßerkrankungen durch gezielte, schonende Eingriffe über kleine Zugänge:
- Ballon-Aufdehnung verengter Gefäße (PTA)
- Stent-Implantationen
- Auflösung von Gerinnseln (Lysetherapie)
- Behandlung von Gefäßmissbildungen
- Tumorbehandlungen (Embolisation)
- Interventionelle Schmerztherapie (zum Beispiel bei chronischen Gelenkbeschwerden)
- Notfallversorgung von Blutungen
Mehr Informationen finden Sie hier.
Was uns ausmacht
Soforthilfe für Gefäß-Notfälle: Schnelle Terminvergabe und Versorgung von akuten Fällen erfolgt in der 24-Stunden-Notaufnahme.
Medizinische Ausstattung: Das Gefäßzentrum verfügt über modernste Geräte und Operations-Ausrüstung.
Wissen und Empathie: Unser medizinisches Personal verfügt über hohe fachliche und menschliche Kompetenz.
Ganzheitliche Behandlung: Unsere Ärzt*innen erstellen für jede*n Patient*in einen individuellen Therapieplan unter Berücksichtigung der gesamten Krankheitsgeschichte.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Unsere Ärzt*innen planen in fachübergreifender Kooperation Ihre individuelle Therapie.
Ihre Sprache: Alle Behandlungen können in Englisch erfolgen. Für weitere Sprachen stehen Dolmetscher*innen im Haus zur Verfügung.
Dreifach-Zertifiziertes Gefäßzentrum
Das Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg der Johannesstift Diakonie bündelt bei uns im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau seine Spezialkenntnisse. Alle Ärzt*innen des Zentrums orientieren sich an qualitätsgesicherten Leitlinien und internationalen Standards.
Das interdisziplinäre Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg erfüllt die Qualitätskriterien von drei Fachgesellschaften und weist diese seit 2008 regelmäßig in Zertifizierungen nach: Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG), Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA) und Deutsche Röntgengesellschaft (DRG).
Sprechstunden, prästationär
Gefäß-Sprechstunden
Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau - Stadtrandstraße 555, 13589 Berlin
Sprechstunden erfolgen nach telefonischer Voranmeldung.
- Privat-Sprechstunde
- Allgemeine Gefäß-Sprechstunde
- Aorten-Sprechstunde
- Fuß- und Wund-Sprechstunde (Diabetisches Fußzentrum)
- Venen-Sprechstunde
- Myomembolisation-Sprechstunde
- Aneurysma-Sprechstunde
- Beratungen vor Gefäßoperationen inkl. Zweitmeinung
- Interventionelle Onkologie (Tumor- und Metastasentherapie)
- Carotis-Sprechstunde
Terminvereinbarung
Erreichbarkeit
| Montag | 08:00–15:00 Uhr |
| Dienstag | 08:00–15:00 Uhr |
| Mittwoch | 08:00–15:00 Uhr |
| Donnerstag | 08:00–15:00 Uhr |
| Freitag | 08:00–15:00 Uhr |
Kontakt




















