Ihre Vorteile
- Enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Herzchirurgie und Kardiologie im täglichen Herzteam-Konsil
- Persönliches Vorgespräch mit Ihrem*Ihrer Operateur*in
- Breites Behandlungsspektrum von klassischer Herzklappen- OP bis hin zu modernen Katheterverfahren
- Moderne Ansätze für die Herzklappen-OP – minimalinvasiv und in vielen Fällen ohne Öffnung des Brustkorbs
- Strukturierte und kontinuierliche Betreuung von der Diagnostik über die Behandlung bis zur Nachsorge
Das menschliche Herz besitzt vier Herzklappen, die den Blutfluss steuern: die Mitral-, Trikuspidal-, Aorten- und Pulmonalklappe. Wenn eine oder mehrere Herzklappen ihre Funktionen nicht mehr ausreichend erfüllen, kann es zu Beschwerden wie Luftnot, Herzrhythmusstörungen oder Leistungseinschränkungen kommen.
Eine Herzklappen-OP kann diese Beschwerden lindern, das Risiko für Folgeerkrankungen senken und Ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wann eine Herzklappen-OP sinnvoll ist, wie der Eingriff abläuft und was diese Operation in den Kliniken der Johannesstift Diakonie besonders auszeichnet.
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Wann ist eine Herzklappen-OP notwendig?
Eine Herzklappen-OP wird in der Regel dann erwogen, wenn eine relevante Herzklappenerkrankung vorliegt und Beschwerden auftreten. Das häufigste Symptom ist Luftnot (Dyspnoe), zunächst bei körperlicher Belastung – etwa beim Treppensteigen oder Spazierengehen – und später möglicherweise auch in Ruhe.
Die wichtigste Untersuchung zur Beurteilung der Herzklappen ist die Echokardiografie (Herzultraschall), die unter anderem in unserer Kardiologie Berlin durchgeführt wird.
Herzklappenfehler werden nach dem Ausmaß des Blutrückflusses (Insuffizienz) oder der Verengung (Stenose) in vier Schweregrade eingeteilt. Ab Grad 3 oder 4 ist meist eine Operation der Herzklappe notwendig.
Warnzeichen wie Ohnmachtsanfälle (Synkopen), Herzrhythmusstörungen oder neurologische Ausfälle sollten Sie grundsätzlich immer ärztlich abklären lassen.
Wie läuft eine Herzklappen-OP ab?
Wie eine Herzklappen-OP durchgeführt wird, hängt von der Art der Herzklappenerkrankung, dem allgemeinen Gesundheitszustand und möglichen Begleiterkrankungen ab. Die Entscheidung über das geeignete Verfahren trifft unser interdisziplinäres Herz-Team gemeinsam mit Ihnen.
Eingesetzte Verfahren
Bei der offenen Herzklappenoperation erfolgt der Zugang über das Brustbein. Das Herz wird vorübergehend stillgelegt, die erkrankte Herzklappe kann entfernt und entweder ersetzt oder rekonstruiert werden.
Bei der minimalinvasiven Herzklappen-OP erfolgt der Eingriff über einen seitlichen Schnitt zwischen den Rippen. Das Brustbein bleibt dabei unversehrt, was den Heilungsverlauf begünstigen kann.
Insbesondere bei älteren oder vorerkrankten Patient*innen kommt häufig eine Katheterbehandlung infrage. Dabei wird die neue Herzklappe über ein Blutgefäß – meist über die Leiste – bis zum Herzen vorgeschoben.
Wie lange dauert eine Herzklappenoperation?
Die Dauer der Herzklappen-OP hängt vom gewählten Behandlungsverfahren ab:
- Die Dauer einer Herzklappen-OP durch die Leiste sowie andere kathetergestützte Eingriffe beträgt etwa 1 Stunde.
- Die offene oder minimalinvasive Herzklappen-Operation dauert im Durchschnitt 3–4 Stunden.
Müssen mehrere Herzklappen behandelt oder zusätzliche Eingriffe wie eine Bypass-Operation durchgeführt werden, kann sich die Operationszeit verlängern. Unser Behandlungsteam informiert Sie hierzu individuell.
Risiken und Vorteile einer Herzklappen-OP
Wie jeder Eingriff am Herzen ist auch eine Herzklappen-OP mit Risiken verbunden. Dazu zählen unter anderem Infektionen, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen oder – selten – ein Herzinfarkt. In einigen Fällen kann nach der Operation ein Herzschrittmacher erforderlich sein.
Den Risiken stehen jedoch häufig deutliche Vorteile gegenüber: eine spürbare Linderung der Beschwerden, ein reduziertes Risiko für Folgeerkrankungen und eine verbesserte Belastbarkeit im Alltag.
Offene Verfahren ermöglichen es, stark verkalkte Herzklappen vollständig zu entfernen, während Katheterverfahren besonders schonend sind. Welche Methode für Sie optimal ist, wägen unsere Expert*innen individuell mit Ihnen ab.
Herzklappen-OP mit 80 – ist das möglich?
Eine Herzklappen-OP mit 80 ist heute dank moderner Medizin oft gut möglich. Entscheidend ist dabei weniger das Lebensalter als der allgemeine Gesundheitszustand und die Selbstständigkeit im Alltag.
Besonders bei älteren Patient*innen kommen häufig kathetergestützte Verfahren zum Einsatz, die den Körper weniger belasten und eine schonendere Behandlung ermöglichen.
Sollten bei einem*einer Patient*in die kathetergestützten Verfahren nicht zum Einsatz kommen können, finden wir gemeinsam einen anderen Weg zur Behandlung. Dazu steht Ihnen unser ganzes Herz-Team zur Verfügung.
Wird nach einer Herzklappen-OP immer eine Reha benötigt?
Nach einer Herzklappen-OP empfehlen unsere Expert*innen in den meisten Fällen eine Rehabilitationsmaßnahme, sie ist jedoch nicht zwingend notwendig. Ob eine Reha sinnvoll ist, hängt unter anderem vom gewählten Operationsverfahren und Ihrem individuellen körperlichen Zustand ab.
Was zeichnet Herzklappen-OPs bei der Johannesstift Diakonie aus?
In den Kliniken der Johannesstift Diakonie profitieren Sie von einer besonders engen Verzahnung von Kardiologie und Herzchirurgie. Patient*innen haben bereits vor der stationären Aufnahme die Möglichkeit, Ihre*n Operateur*in persönlich kennenzulernen.
Die Therapieentscheidung trifft unser interdisziplinäres Team mit dem Ziel, für Sie die sicherste und langfristig beste Lösung zu finden. Vertrauen, Transparenz und eine individuelle Beratung stehen dabei im Mittelpunkt.
Steht bei Ihnen eine Operation der Herzklappe bevor oder möchten Sie eine Zweitmeinung einholen? Dann vereinbaren Sie einen Termin in unserer Herzsprechstunde – unsere Expert*innen der Kardiologie, Herzchirurgie und Anästhesie beraten Sie persönlich und ausführlich.
Sprechstunde
Kardiologie-Sprechstunde in Zehlendorf
Evangelisches Krankenhaus Hubertus
Spanische Allee 10-14
14129 Berlin
Tel.: 030 81008-500
kardiologie.hubertus(at)jsd.de
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Kardiologie-Sprechstunde in Spandau
Evangelisches Waldkrankenhaus in Spandau
Stadtrandstraße 555
13589 Berlin
Telefon 030 3702-1770
kardiologie.waldkrankenhaus(at)jsd.de
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Kardiologie-Sprechstunde in Charlottenburg
Martin Luther Krankenhaus
Caspar-Theyß-Straße 27-31
14193 Berlin
Telefon 030 8955-3611
kardiologie.martin-luther(at)jsd.de
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