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Eileiterschwangerschaft OP

Bei rund einem bis zwei Prozent aller Schwangerschaften tritt eine Eileiterschwangerschaft auf, bei der sich die befruchtete Eizelle im Eileiter einnistet und sich nicht weiterentwickeln kann. In diesen Fällen ist in der Regel eine Eileiterschwangerschafts-OP angesagt, um gesundheitliche Komplikationen für die Mutter zu verhindern. Unsere Expert*innen der Gynäkologie in Berlin sowie unsere Gynäkologe Wittenberg sind auf diesen Eingriff spezialisiert und begleiten die Patientinnen mit ihrer Expertise.

Was ist eine Eileiterschwangerschaft?

Bei einer Eileiterschwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutterhöhle, sondern im Eileiter ein. Normalerweise wandert die Eizelle durch den Eileiter in die Gebärmutter. Bei einer Eileiterschwangerschaft bleibt sie jedoch auf dem Weg dorthin stecken. Die Gründe hierfür können zum Beispiel Entzündungen oder Vernarbungen im Eileiter, Endometriose, vorherige Operationen oder hormonelle Einflüsse sein.

Bei Patientinnen, die im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung einen Embryo in die Gebärmutter eingesetzt bekommen haben, kann dieser auch retrograd in den Eileiter wandern und sich dort einnisten.

Bei einer Eileiterschwangerschaft handelt sich um eine noch sehr frühe Form der Schwangerschaft, die nicht ausgetragen werden kann. Die Eizelle kann sich im Eileiter nicht normal weiterentwickeln, da dieser für das Wachstum eines Embryos nicht ausgelegt ist. Wenn der Embryo wächst, wird der Eileiter gedehnt und es können starke Schmerzen entstehen. Im schlimmsten Fall kann der Eileiter reißen und es zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen kommen. Deshalb ist es wichtig, eine Eileiterschwangerschaft früh zu erkennen und schnell zu behandeln.

Unsere Gynäkologie in Berlin mit den Standorten Martin Luther Krankenhaus in Charlottenburg-Wilmersdorf und Evangelisches Waldkrankenhaus in Spandau sowie unsere Gynäkologie in Wittenberg mit dem Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift sind auf Eileiterschwangerschaften und ihre Behandlung spezialisiert.

Eine Eileiterschwangerschaft, auch als Extrauteringravidität (EUG) bezeichnet, ist die häufigste Form einer Einnistung außerhalb der Gebärmutter. Sie tritt bei etwa einem bis zwei Prozent aller Schwangerschaften auf. Es ist dabei nicht möglich, die befruchtete Eizelle nach Einnistung im Eileiter in die Gebärmutterhöhle umzubetten.

Welche Symptome deuten auf eine Eileiterschwangerschaft hin?

Die Anzeichen einer Schwangerschaft im Eileiter können anfangs einer normalen Schwangerschaft ähneln. Doch es gibt einige Warnzeichen, auf die man achten sollte. Bei Symptomen oder Unsicherheiten ist es wichtig, sich umgehend ärztlichen Rat zu holen und Beschwerden frühzeitig abklären zu lassen.

Eine Eileiterschwangerschaft äußert sich häufig durch typische Symptome, die meist zwischen der 6. und 9. Schwangerschaftswoche auftreten. Dazu gehören oftmals einseitig ziehende oder krampfartige Unterleibsschmerzen, die teilweise bis in die Schultern ausstrahlen, sowie bräunliche Schmierblutungen. Bei Vorliegen eines positiven Schwangerschaftstests und starken Unterbauchschmerzen sollte deshalb immer an eine Eileiterschwangerschaft gedacht und schnell ärztlicher Rat eingeholt werden. Zusätzlich können bei einer Eileiterschwangerschaft Kreislaufbeschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Kurzatmigkeit oder Herzrasen auftreten. Wenn der Eileiter reißt und es zu einer inneren Blutung kommt, kann dies zu einem Kreislaufzusammenbruch und Bewusstlosigkeit führen. In diesen Notfällen ist sofortige medizinische Hilfe notwendig.

Wie wird eine Eileiterschwangerschaft diagnostiziert?

Eine Eileiterschwangerschaft wird häufig nach einem positiven Schwangerschaftstest beim Besuch in der Frauenarztpraxis festgestellt. Wenn Frauen im Notfall mit starken Schmerzen direkt zu uns in die Klinik kommen, untersuchen unsere Gynäkolog*innen sie mit Blick auf eine mögliche Eileiterschwangerschaft. Die Diagnose einer Eileiterschwangerschaft erfolgt in der Regel im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung durch Ultraschall (Sonografie) und eine Blutentnahme. Mittels vaginalen Ultraschalls oder Bauchultraschall kann meist festgestellt werden, wo sich die befruchtete Eizelle befindet, ob im Eileiter oder in der Gebärmutter. Mit einem Bluttest wird zudem das Schwangerschaftshormon Beta-hCG untersucht. Bei einer Eileiterschwangerschaft steigt der Wert dieses Hormons im Vergleich zu einer intakten Schwangerschaft meist langsamer an oder kann sogar abfallen.

Warum ist eine Operation bei einer Eileiterschwangerschaft notwendig?

Die befruchtete Eizelle kann sich im Eileiter nicht entwickeln, da der Eileiter nicht für eine Schwangerschaft ausgelegt ist. Durch das Wachstum kann der Eileiter reißen (Ruptur). Dies führt zu schweren inneren Blutungen und kann lebensbedrohlich sein. Daher ist meist eine rasche Operation bei einer Eileiterschwangerschaft notwendig.

Welche Verfahren gibt es für eine Eileiterschwangerschafts-OP?

In den meisten Fällen wird die Eileiterschwangerschaft mit einer minimalinvasiven Bauchspiegelung (Laparoskopie) behandelt. Dabei wird entweder der Eileiter eröffnet, um das Schwangerschaftsgewebe zu entfernen, oder – falls dies nicht möglich ist – der gesamte betroffene Eileiter entfernt. Welche Methode angewandt wird, hängt von den individuellen Befunden ab und wird mit der Patientin besprochen.

In seltenen Fällen kann eine Eileiterschwangerschaft ohne OP behandelt werden. Dann erfolgt eine medikamentöse Behandlung mit Methotrexat. Diese Option kommt nur in speziellen Situationen infrage und erfordert eine engmaschige ärztliche Überwachung, um die Wirksamkeit zu prüfen und Nebenwirkungen im Blick zu haben. Zudem sollte nach dieser Behandlung eine mehrmonatige Pause erfolgen, bevor eine erneute Schwangerschaft angestrebt wird.

Wie läuft die Vorbereitung auf die Eileiterschwangerschafts-OP ab?

Meist ist die OP bei einer Eileiterschwangerschaft eine Notfallsituation. Vorab führen unsere Frauenärzt*innen eine gynäkologische Untersuchung durch, nehmen Blut ab und klären über den Eingriff und die Narkose auf. 

Was passiert während der Eileiterschwangerschafts-OP?

Unser Team bespricht ausführlich mit der Patientin vor der Behandlung der Eileiterschwangerschaft den OP-Ablauf. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Bei einer minimalinvasiven Bauchspiegelung wird durch einen kleinen Schnitt am Bauchnabel eine dünne Hohlnadel eingebracht und etwas CO2-Gas in den Bauchraum geblasen. Dadurch hebt sich die Bauchdecke an und die Organe werden besser sichtbar. Danach wird durch denselben Zugang eine Kamera (Laparoskop) eingeführt. Weitere kleine Schnitte dienen dazu, OP-Instrumente einzuführen.

Falls der Eileiter noch intakt und nicht gerissen ist, wird der Eileiter im Bereich der Eileiterschwangerschaft eröffnet und das Schwangerschaftsgewebe wird vorsichtig entfernt. Der Eileiter bleibt in diesem Fall erhalten. Ist der Eileiter dagegen stark geschädigt oder gerissen, wird der betroffene Eileiter entfernt. Der andere Eileiter bleibt normalerweise funktionsfähig.

Anschließend wird der Bauchraum gespült, um Blutreste zu entfernen. Während der gesamten Operation wird die Patientin durch Narkoseärzt*innen überwacht.  Je nach individuellem Befund, dem Ausmaß der Schwangerschaft und der allgemeinen Stabilität der Patientin kann die Eileiterschwangerschafts-OP ambulant oder stationär erfolgen.

Welche Risiken und Komplikationen sind mit einer Eileiterschwangerschafts-OP verbunden?

Bei einer operativen Eileiterschwangerschafts-Behandlung können seltene, aber mögliche Komplikationen wie Infektionen, Blutungen, Blutgerinnsel, Verletzung von Nachbarorganen, Verwachsungen oder Lagerungsschäden auftreten. Die individuellen Risiken der Eileiterschwangerschafts-Operation werden mit der Patientin in einem Aufklärungsgespräch ausführlich besprochen.

Gelegentlich können Komplikationen auch erst Tage bis Wochen nach einer Eileiterschwangerschafts-Therapie auftreten. Deshalb sollte man sich bei erneuten Schmerzen oder Fieber ärztlichen Rat einholen und sich vorstellen.

Wie sieht die postoperative Nachsorge aus?

Im Zuge der Nachsorge einer Eileiterschwangerschaft wird die Wundheilung kontrolliert und mittels Ultraschall die Gebärmutter und die Eileiter untersucht. Nach einer Eileiterschwangerschafts-Operation wird zudem durch Blutuntersuchungen das Schwangerschaftshormon Beta-hCG bestimmt und so geprüft, ob das Schwangerschaftsgewebe vollständig entfernt werden konnte.

Wie lange dauert die Erholungszeit nach der Operation? 

Viele betroffene Frauen fragen sich bei einer Eileiterschwangerschafts-OP – wie lange ist man krank geschrieben? In den meisten Fällen sind Patientinnen bereits wenige Tage nach der Eileiterschwangerschafts-Operation wieder relativ belastbar. Ihren normalen Alltag können sie in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder vollständig aufnehmen.

Welche Auswirkungen hat eine Eileiterschwangerschaft auf die zukünftige Fruchtbarkeit?

Durch eine Eileiterschwangerschaft kann der betroffene Eileiter geschädigt sein. Häufig übernimmt der andere Eileiter die Funktion, sodass eine normale Schwangerschaft weiterhin möglich ist. Allerdings steigt das Risiko für eine erneute Eileiterschwangerschaft. Dies liegt daran, dass vorangegangene Eileiterschwangerschaften Spuren im Eileiter hinterlassen können, wie zum Beispiel Verklebungen, Narben oder Funktionsstörungen. Dadurch kann der Transport der befruchteten Eizelle zur Gebärmutter behindern werden und sie im Eileiter festhalten. In solchen Fällen kann es daher sinnvoll sein, sich an ein Kinderwunschzentrum zu wenden, um eine zukünftige Schwangerschaft zu planen.

Wer führt die Operation zur Behandlung von Eileiterschwangerschaften bei der Johannesstift Diakonie durch?

Die Eileiterschwangerschaft-OP wird von unseren erfahrenen gynäkologischen Fach*ärztinnen durchgeführt. Bei dem Eingriff  handelt es sich um eine Routineoperation, für die alle Ärzt*innen im Team über die entsprechende Expertise verfügen.

Wie können Patientinnen einen Termin für Beratung und Behandlung vereinbaren?

Wenn bei Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft keine akuten Schmerzen bestehen, ist zunächst eine Konsultation der niedergelassenen Gynäkologin oder des niedergelassenen Gynäkologen sinnvoll. So kann eingeschätzt werden, ob eine Vorstellung im Krankenhaus notwendig ist.

Die Kliniken für Gynäkologie der Johannesstift Diakonie am Evangelischen Waldkrankenhaus in Spandau, im Martin Luther Krankenhaus und die Frauenklinik des Evangelischen Krankenhauses Paul Gerhardt Stift in Wittenberg führen Operationen bei Eileiterschwangerschaften durch. Im Notfall sollten sich Patientinnen mit einer Eileiterschwangerschaft direkt an die Rettungsstelle wenden.

Sprechstunden

Stadtrandstraße 555
13589 Berlin

Klinik für Gynäkologie

Caspar-Theyß-Straße 27-31
14193 Berlin

Klinik für Gynäkologie

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06886 Lutherstadt Wittenberg

Gynäkologie in Wittenberg

Kontaktperson
Kontaktperson
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Ansprechpartner*innen

Porträt Dr. med. Katharina Carrizo
Dr. med. Katharina Carrizo
Chefärztin
Chefärztin

Dr. med. Katharina Carrizo

Leitung Brustzentrum, Gynäkologisches Krebszentrum und Geburtszentrum (Perinatalzentrum Level I)
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe – Gynäkologische Onkologie
Gynäkologischer Ultraschall (inkl. IOTA Zertifikat zur Beurteilung von Ovarialtumoren)
Zertifizierte Dysplasie Sprechstunde
Fachgebundene genetische Beratung

Leitung Brustzentrum, Gynäkologisches Krebszentrum und Geburtszentrum (Perinatalzentrum Level I) Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe – Gynäkologische Onkologie Gynäkologischer Ultraschall (inkl. IOTA Zertifikat zur Beurteilung von Ovarialtumoren) Zertifizierte Dysplasie Sprechstunde Fachgebundene genetische Beratung
030 3702-1202030 3702-1202katharina.carrizo@jsd.de030 3702-1207030 3702-1207
Porträt Prof. Dr. med. Uwe Andreas Ulrich
Prof. Dr. med. Uwe Andreas Ulrich
Chefarzt
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Prof. Dr. med. Uwe Andreas Ulrich

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunktinhaber: Gynäkologische Onkologie, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
MIC III

Facharzt für Gynäkologie und GeburtshilfeSchwerpunktinhaber: Gynäkologische Onkologie, Gynäkologische Endokrinologie und ReproduktionsmedizinMIC III
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Porträt Dr. med. Roger Rehfeld
Dr. med. Roger Rehfeld
Ärztlicher Direktor, Chefarzt
Ärztlicher Direktor, Chefarzt

Dr. med. Roger Rehfeld

Direktor des Zentrums für Familiengesundheit
Chefarzt der Frauenklinik
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe – Gynäkologische Onkologie, Medikamentöse Tumortherapie, Notfallmedizin

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