Die Fast Track Chirurgie ist weit mehr als ein Trend: Sie gilt heute als einer der wichtigsten Standards in der modernen Orthopädie und Endoprothetik.
Unser Ziel ist klar: Sie sollen nach einer Operation so schnell wie möglich wieder auf den Beinen sein, selbstständig werden und mit einem guten Gefühl in Ihren Alltag zurückkehren.
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Fast Track: Früh mobil und schnell erholt
Fast Track steht für einen strukturierten Behandlungspfad, der auf eine schnelle Erholung nach einer Operation ausgerichtet ist. Direkt nach dem Eingriff – egal ob in Voll- oder Teilnarkose – werden Sie frühzeitig mobilisiert. Bereits drei bis vier Stunden nach der Operation können viele Patient*innen wieder aufstehen und sich bewegen.
Entscheidend für den Erfolg beim Fast-Track-Konzept ist, was bewusst nicht eingesetzt wird:
Es gibt keine Drainagen, keine Blutsperren und es wird auf möglichst wenig morphinhaltige Schmerzmittel zurückgegriffen. Dadurch werden Nebenwirkungen reduziert und die Mobilisation deutlich erleichtert. Dieses Vorgehen entspricht der modernen Fast Track Chirurgie, die international erfolgreich angewendet wird.
Als ausgewiesene Spezialist*innen für schnelle Genesung behandeln wir Patient*innen an den Standorten Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau, der Evangelischen Elisabeth Klinik in Mitte und im Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Zehlendorf nach modernen Konzepten wie Fast Track, Best Track oder Rapid Recovery. Alle dienen demselben Ziel: eine sichere und schnelle Erholung.
Wie die Fast-Track-Operation abläuft
Der Unterschied zu einer klassischen Behandlung beginnt bereits vor der Operation. Patient*innen gehen selbstständig in den OP, eine zusätzliche Sedierung ist nicht notwendig. Außerdem müssen Sie nicht mehr lange nüchtern bleiben: Bis kurz vor dem Eingriff dürfen Sie Flüssigkeiten zu sich nehmen.
Nach der Operation erfolgt eine rasche Aktivierung. Ziel ist es, dass Sie sich nicht „krank fühlen“, sondern möglichst schnell wieder in Bewegung kommen. Hier zeigt sich die Stärke der Fast Track Chirurgie: weniger Belastung für den Körper, schnellere Erholung und ein deutlich aktiverer Genesungsverlauf.
Einsatzbereiche des Fast-Track-Verfahrens
Das Fast-Track-Verfahren kommt bei uns in mehreren Bereichen zum Einsatz. Ein Schwerpunkt liegt in der Endoprothetik, insbesondere bei:
- der Hüft-TEP (Hüftgelenk-Total-Endoprothese)
- der Knie-TEP (Kniegelenk-Total-Endoprothese)
- Teilgelenkprothesen am Knie
- ausgewählten Wirbelsäulenoperationen
Doch nicht nur im Bereich Hüfte und Knie hat sich Rapid Recovery bewährt, auch im Schulterbereich wenden wir moderne Konzepte an, wenngleich es dort weniger standardisierte Fast-Track-Protokolle gibt.
Optimale Vorbereitung auf Fast Track
Eine gute Vorbereitung ist ein zentraler Baustein jeder Fast Track Chirurgie. Früher fanden Seminare für Patient*innen direkt im Krankenhaus statt, heute begleiten wir Sie digital. Mit der My Mobility App erhalten Sie alle relevanten Informationen rund um Ihre Operation.
Ab etwa 30 Tage vor dem Eingriff bekommen Sie Push-Nachrichten, die Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Behandlungspfad führen: Inhalte, Vorbereitung, Verhalten vor und nach der OP werden transparent und verständlich erklärt.
Rund 80 % unserer Patient*innen mit Gelenkersatz besitzen ein Smartphone, etwa 50 % nutzen aktiv die App. Für alle anderen stellen wir die Inhalte als Videos, online abrufbar oder per QR-Code, zur Verfügung.
Sollten die digitalen Informationsangebote für Sie nicht geeignet sein, sprechen Sie uns gerne an. Gemeinsam finden wir einen passenden Weg, Sie bestmöglich auf Ihre Operation vorzubereiten.
Ziele und Vorteile: Schnellere Genesung und kürzere Aufenthalte
Das zentrale Ziel von Fast Track ist eine bessere, sicherere und schnellere Behandlung im Vergleich zu klassischen Behandlungspfaden. Grundlage dafür ist ausschließlich evidenzbasierte Medizin. Wir setzen nur Maßnahmen ein, deren Nutzen wissenschaftlich belegt ist.
Ein Beispiel: Motorschienen nach Knieoperationen werden nicht mehr verwendet, da Studien keinen Vorteil zeigen. Auch Drainagen werden bewusst weggelassen, weil sie die frühe Mobilisation behindern. Diese Prinzipien sind feste Bestandteile moderner Rapid Recovery Programme.
Das Ergebnis: Gesunde Patient*innen können das Krankenhaus oft bereits nach ein bis zwei Tagen verlassen.
Fast Track Chirurgie: Vor- und Nachteile für Patient*innen
Die Vorteile von Fast Track sind für unsere Patient*innen deutlich spürbar. Viele berichten, dass sie sich schneller erholen und gar nicht erst in ein „postoperatives Tief“ fallen. Bereits am Tag nach der Operation sind die meisten Patient*innen, unabhängig davon, ob eine Operation an der Hüfte oder dem Knie erfolgt ist, wieder mobil.
Gerade ältere Menschen profitieren besonders vom Fast-Track-Konzept. Entgegen häufiger Annahmen gibt es keine Ausschlusskriterien: Auch betagte Patient*innen oder Menschen mit Vorerkrankungen nehmen vollständig am Fast-Track-Verfahren teil.
Die frühe Mobilisation senkt nachweislich das Risiko für Thrombosen oder Lungenembolien. Aus diesem Grund gibt es bei uns keine alternative Behandlungsmethode.
Nachsorge, Reha und volle Belastbarkeit
In der Nachsorge gibt es keine besonderen Einschränkungen. Die Rapid Recovery Methode hat sich auch in der Reha längst etabliert: Patient*innen dürfen ihre Hüft- oder Knieprothese sofort voll belasten.
Unsere Kompetenz: führend in Fast Track
Die Johannesstift Diakonie zählt deutschlandweit zu den führenden Kliniken im Fast-Track-Verfahren. Für ausgewählte Patient*innen und bestimmte Krankenkassen bieten wir sogar ambulante Hüft- und Knieoperationen an – unter anderem in Kooperation mit der Barmer und Betriebskrankenkassen.
Darüber hinaus veranstalten wir regelmäßig einen eigenen Fast-Track-Kongress, zu dem Kliniken aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Raum eingeladen werden. Zusätzlich bieten wir Hospitationen für komplette Behandlungsteams an – von Operateur*innen über die Anästhesie bis hin zum Sozialdienst. So geben wir unser Wissen aktiv weiter und entwickeln unser Rapid Recovery Programm kontinuierlich weiter.
Fazit: Modern, sicher und patientenorientiert
Fast Track steht für eine neue Art der Medizin: evidenzbasiert, patientennah und konsequent auf schnelle Genesung ausgerichtet. Dank strukturierter Abläufe, moderner Technik und umfassender Vorbereitung erleben unsere Patient*innen eine deutlich verkürzte Erholungszeit – ohne Abstriche bei der Sicherheit.
Wenn Sie sich für eine Operation interessieren oder mehr über unsere Behandlungskonzepte erfahren möchten, sprechen Sie uns gern an. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder vereinbaren Sie einen Termin an einem unserer Standorte in Spandau, Mitte oder Zehlendorf. Wir begleiten Sie persönlich auf Ihrem Weg zurück in ein aktives Leben.
Unsere Endoprothetik- zentren
Als größtes zertifiziertes Implantationszentrum Berlins, dem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) versorgen wir jährlich circa 2.000 Patient*innen mit einem künstlichen Gelenk, davon erhalten rund 1.100 ein neues Hüftgelenk und 600 ein künstliches Kniegelenk. Zudem werden jährlich etwa 300 Wechseloperationen an Hüfte und Knie durchgeführt.
Aus dem vielseitig ausgebildeten und erfahrenen Team aus Spezialist*innen um Klinikdirektor Prof. Dr. med. Ulrich Nöth bietet Oberarzt Dr. med. Lars Rackwitz am Standort der Evangelischen Elisabeth Klinik eine endoprothetische Sprechstunde an und das Team führt Operationen durch.
Im Endoprothetikzentrum arbeiten Unfallchirurg*innen, Orthopäd*innen, Rehabilitationsmediziner*innen und Narkoseärzt*innen aus dem Martin Luther Krankenhaus eng zusammen. Durch die Bündelung des medizinischen Fachwissens wird eine Behandlung auf höchstem Niveau gewährleistet. Das Leistungsspektrum reicht vom Teil- bis zum Vollersatz aller großen Gelenke des Körpers (Hüfte-, Knie-, Schulter und Sprunggelenk) und richtet sich nach dem Zerstörungsgrad. Moderne Verankerungstechniken (mit und ohne Zement) gewährleisten eine frühe Belastbarkeit der Implantate.
Im Evangelischen Krankenhaus Hubertus arbeiten Expert*innen verschiedener Fachbereiche eng zusammen, um Ihnen eine speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Versorgung zu garantieren. Wir legen Wert auf eine ausführliche Beratung und begleiten Sie dank unseres besttrack-Konzeptes von der prästationären Phase über die Operation bis hin zur Nachsorge mit vielfältigen Therapieangeboten, die Ihnen den Umgang mit einem künstlichen Gelenk bereits kurz nach der OP erleichtern.
In unserem zertifizierten Endoprothetikzentrum bieten wir die endoprothetische Versorgung (künstlicher Gelenkersatz) des Hüft-, Knie- und Schultergelenks inklusive Wechseloperationen an. Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen.





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