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Unser Einsatz für Ihr ungeborenes Kind

Wenn bei Ihrem ungeborenen Kind eine Erkrankung oder Fehlbildung festgestellt wird, ist das eine große Herausforderung – für Sie und Ihre Familie. Unser erfahrenes Team der Fetalchirurgie begleitet Sie liebevoll und kompetent von der ersten Diagnose über die Behandlung bis hin zur Nachsorge. Gemeinsam setzen wir alles daran, die Chancen für Ihr Kind zu verbessern und mögliche Folgen zu vermeiden. Dabei bieten wir sowohl schonende minimalinvasive als auch bewährte offene Operationsmethoden an.

Weiterführende Informationen zum Thema Fetalchirurgie

Behandlungsspektrum

  • Fruchtwasserauffüllung (Amnionflush bei PPROM): Auffüllen der Fruchtblase nach vorzeitigem Blasensprung zur Verhinderung von Frühgeburten
  • Amniondrainage: Ableitung überschüssiger Fruchtwasserflüssigkeit zur Entlastung
  • Ballonkatheterokklusion bei Zwerchfellhernien: Vorübergehender Verschluss der Luftröhre mittels Ballonkatheter, um die Lungenentwicklung zu fördern
  • Lasertherapie bei fetofetalem Transfusionssyndrom (FFTS): Gezielte Laserbehandlung zur Unterbrechung der Blutgefäßverbindungen zwischen eineiigen Zwillingen
  • Intrauterine Thoraxdrainage: Ableitung von Flüssigkeit aus der Brusthöhle des Fetus zur Verbesserung der Lungenfunktion
  • Vesico-amniale Shuntanlage: Shunteinlage zur Ableitung von Urin bei Blasenverstopfung
  • Intrauterine Transfusion bei fetaler Anämie: Bluttransfusion zur Behandlung von Blutarmut im Mutterleib
  • Therapie fetaler Herzrhythmusstörung: Behandlung von Herzrhythmusstörungen wie AV-Block, kompletter Herzblock oder Tachykardien zur Verhinderung von Herzversagen
  • Kongenitale Zwerchfellhernie: Fehlbildung, bei der Bauchorgane durch eine Lücke ins Brustfell rutschen und die Lungenentwicklung beeinträchtigen 
  • Amniotisches-Band-Syndrom: Fruchtbänder schnüren Körperteile ab oder beeinträchtigen deren Entwicklung
  • Steißbeinteratome mit Herzversagen: Fehlbildungstumor im unteren Bereich der Wirbelsäule, der bis in das Becken des Ungeborenen vorwachsen und Herzversagen auslösen kann
  • Diskordante Zwillingsschwangerschaften: Tödliche Fehlbildung eines Organs oder schwere Erbgutstörung bei einem der Zwillinge
  • Acranius acardius: Schwerste Fehlbildung bei eineiigen Zwillingen mit gemeinsamer Plazenta, auch TRAP oder „parasitärer Zwilling“ genannt
  • Kehlkopf- und Luftröhrenverschlüsse: fetales CHAOS z.B. bei Larynxatresie
  • Notwendigkeit von fetalen Biopsien (Untersuchung von Gewebeproben des ungeborenen Kindes) und diagnostischen Fetoskopien (Einführung eines Untersuchungsinstruments in die Gebärmutter bei Verdacht auf Erkrankungen)
  • Gastroschisis („Bauchspalte“): Offene Bauchwand mit Austritt der Bauchorgane
  • Hochgradige Verengungen des Foramen ovale: Verengung der Verbindung zwischen den Herzvorhöfen, auch Foramen ovale Restriktion
  • Hydrothorax: Ansammlung von Flüssigkeiten in der Brusthöhle in Folge von organischen Erkrankungen
  • Posteriore Urethralklappen: Harnabflussstörungen
  • Vorzeitiger Blasensprung der Fruchtblase: Therapie zur Verbesserung der Lungenentwicklung

Wie wird über einen fetalchirurgischen Eingriff entschieden?

Fetalchirurgische Eingriffe sind bisher noch sehr selten, erfordern hochspezialisierte Expert*innen und sind aufgrund der sensiblen Risiken gut abzuwägen: Die Entscheidung für eine Operation wird nur unter bestimmten Voraussetzungen getroffen. Wir unterstützen Sie dabei mit umfassenden Informationen und viel Zeit für Ihre Fragen und Sorgen. In enger Absprache mit Ihnen prüfen wir sorgfältig:

  • Wie schwerwiegend ist die Erkrankung?
  • Wie sind die Chancen ohne und mit einer Operation?
  • Welche Risiken gibt es für Mutter und Kind?

Nur wenn die Operation wirklich notwendig ist, um das Leben oder die Gesundheit Ihres Kindes zu schützen, empfehlen wir diesen Schritt.

Welche Verfahren wenden wir an?

In der Fetalchirurgie wenden wir verschiedene Behandlungsverfahren an, um Ihr ungeborenes Kind bestmöglich zu unterstützen. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Hauptverfahren:

Hierbei wird die Gebärmutter vorsichtig geöffnet, um direkt am Fetus zu operieren. Diese Methode birgt höhere Risiken und wird deshalb nur in ausgewählten Fällen angewendet.

Über einen kleinen Schnitt von etwa 3 Millimetern führen wir ein spezielles Endoskop – das Fetoskop – in die Gebärmutter ein. So können wir gezielt und schonend operieren.

Die Verfahren kommen zusätzlich zum Einsatz, bei denen wir beispielsweise Katheter einsetzen, um Flüssigkeiten abzuleiten oder Medikamenten direkt zu verabreichen. Welche Methode für Ihr Kind die beste ist, entscheiden wir gemeinsam, basierend auf der Diagnose und dem individuellen Krankheitsbild.

  • Punktion und Einbringen von Kathetern bei fetalen Pleuraergüssen, Zystenlungen, Megaharnblasen u.a.
  • Fetoskopische Chirurgie wie Laserkoagulation plazentarer Anastomosen bei Fetofetalem Transfusionssyndrom; Tracheaokklusion bei Zwerchfellhernie u.a.
  • Offene Chirurgie mit Eröffnung der Gebärmutter und offener Operation am Fetus

Das Team der Fetalchirurgie im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau ist eine der wenigen Abteilungen ihrer Art in Berlin, die ein breites Spektrum der minimalinvasiven fetalen Chirurgie anbieten kann.

Ablauf der Behandlung

Wenn Sie sich für eine Operation entscheiden, bereiten wir Sie bestmöglich vor – mit klaren Informationen, Checklisten und persönlicher Betreuung. Während der Operation arbeiten wir als Team aus Spezialist*innen für Gynäkologie, Kinderchirurgie und Anästhesie eng zusammen. Auch danach begleiten wir Sie und Ihr Baby engmaschig, planen gemeinsam die weitere Schwangerschaft und bereiten die Geburt vor. Natürlich sind wir auch nach der Geburt für Sie da und unterstützen Sie und Ihr Kind langfristig.

Alle Informationen zum Aufenthalt gibt es hier.

Risiken der Fetalchirurgie

Jeder Eingriff, besonders wenn er vor der Geburt erfolgt, bringt Risiken mit sich – für Sie als Mutter und für Ihr Kind.

Bei offenen Operationen öffnen wir die Gebärmutter, was mit körperlicher Belastung und möglichen Komplikationen verbunden ist. Auch die minimalinvasive Methode erfordert einen Zugang durch die Fruchtblase, was Risiken wie einen vorzeitigen Blasensprung oder Frühgeburten mit sich bringen kann.

Wir legen großen Wert darauf, alle Risiken sorgfältig abzuwägen und nur dann zu operieren, wenn der Nutzen für Ihr Kind die möglichen Gefahren überwiegt. Anschließend ist es uns ein besonderes Anliegen, die Schwangerschaft bestmöglich zu stabilisieren.

Wie können Sie mit dieser schwierigen Situation umgehen?

Eine Diagnose, die eine fetalchirurgische Behandlung nahelegt, stellt Sie als Eltern vor große Herausforderungen. Unser Ziel ist es, Sie auf diesem Weg liebevoll und fachlich kompetent zu begleiten.

Wir nehmen uns Zeit für Sie, erklären die Diagnose und die Behandlungsmöglichkeiten ausführlich und unterstützen Sie dabei, eine gut informierte Entscheidung zu treffen.

Auch nach dem Eingriff und über die Geburt hinaus sind wir für Sie da – mit medizinischer Betreuung, psychosozialer Unterstützung und wenn gewünscht, seelsorgerlicher Begleitung.

Es ist ganz natürlich, Ängste und Unsicherheiten zu spüren. Wir möchten Sie ermutigen, diese mit uns zu teilen. Gemeinsam finden wir Wege, wie Sie mit der Situation umgehen können – sei es durch Gespräche, Austausch mit vertrauten Personen oder kleine Auszeiten.

Unser Team steht Ihnen jederzeit zur Seite.

Unser Team

Bei uns sind Sie und Ihr ungeborenes Kind in besten Händen. Unsere Fachärztin Prof. Dr. (CN) Weijing Li bringt langjährige Erfahrung und große Expertise aus internationalen Zentren mit und führt gemeinsam mit unserem interdisziplinären Team aus spezialisierten Gynäkolog*innen, Anästhesist*innen und Operateur*innen aus der Kinderchirurgie, Neurochirurgie oder Pädiatrie jede Behandlung mit größter Sorgfalt durch. Für Ihre Fragen, Ängste und Sorgen nehmen wir uns Zeit und begleiten Sie auf Ihrem Weg mit viel Einfühlungsvermögen. Gemeinsam schauen wir uns Ihre Diagnose an und wägen den Eingriff ab. Auch wenn Sie bereits eine Diagnose haben oder abklären lassen möchten, können Sie sich gerne melden.

Möchten Sie mehr erfahren oder einen Beratungstermin vereinbaren?

Wir sind für Sie da. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Sprechstunden, prästationär

Ultraschall-Sprechstunde

Sprechstunden erfolgen nur nach telefonischer Voranmeldung.

- Wachstumsverzögerung
- auffällige Blutflussuntersuchungen
- Verlaufskontrolle bei Fehlbildungen
- Auffälligkeiten des Mutterkuchens

Terminvereinbarung

Erreichbarkeit

Montag12:00–16:00 Uhr
Dienstag12:00–16:00 Uhr
Mittwoch12:00–16:00 Uhr
Donnerstag12:00–16:00 Uhr
Freitag12:00–16:00 Uhr

Risikoschwangerschaft

Sprechstunden erfolgen nur nach telefonischer Voranmeldung.

- vorbestehende mütterliche Erkrankungen
- Schwangerschaftserkrankungen
- Zustand nach Kaiserschnitt
- Beckenendlagen
- Zweitmeinungen
- Terminüberschreitung

Terminvereinbarung

Erreichbarkeit

Montag12:00–16:00 Uhr
Dienstag12:00–16:00 Uhr
Mittwoch12:00–16:00 Uhr
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Freitag12:00–16:00 Uhr

Mehrlings-Sprechstunde

Sprechstunden erfolgen nur nach telefonischer Voranmeldung.

Terminvereinbarung

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Montag12:00–16:00 Uhr
Dienstag12:00–16:00 Uhr
Mittwoch12:00–16:00 Uhr
Donnerstag12:00–16:00 Uhr
Freitag12:00–16:00 Uhr

Diabetes-/Adipositas-Sprechstunde

Sprechstunden erfolgen nur nach telefonischer Voranmeldung.

- Vorbestehende Diabetes mellitus Typ I & II
- Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Terminvereinbarung

Erreichbarkeit

Montag12:00–16:00 Uhr
Dienstag12:00–16:00 Uhr
Mittwoch12:00–16:00 Uhr
Donnerstag12:00–16:00 Uhr
Freitag12:00–16:00 Uhr
Kontaktperson

Ansprechpartnerin

Porträtfoto Prof. Dr. Weijing Li
Prof. Dr. (CN) Weijing Li
Oberärztin
Oberärztin

Prof. Dr. (CN) Weijing Li

Leitung Pränatalmedizin
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkte: Pränataldiagnostik und Fetalchirurgie
Zertifikat DEGUM II
Zertifikat FMF London
Zertifikat fachgebundene genetische Beratung

Leitung Pränatalmedizin Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe Schwerpunkte: Pränataldiagnostik und Fetalchirurgie Zertifikat DEGUM II Zertifikat FMF London Zertifikat fachgebundene genetische Beratung
weijing.li@jsd.de

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