Dr. med. Stephan David, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, hat diese Fortbildungsreihe im September 2010 ins Leben gerufen – und die breite Themenvielfalt zeigt, wie vielseitig das Leistungsspektrum der Unfallchirurgie und Orthopädie ist.
Der 21. September 2010 war die Geburtsstunde des „Brennpunktes Unfallchirurgie und Orthopädie“ – und bis auf zwei coronabedingte Verschiebungen im Frühjahr 2020 und 2021 sind seitdem alle Fachkolleg*innen zweimal jährlich zur Fortbildung ins Paul Gerhardt Stift eingeladen. „Es geht dabei nicht nur um die Weiterbildung auf dem breiten Themenfeld unseres Fachgebietes, sondern auch um den interdisziplinären Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in unserer Klinik und die Kooperation mit externen Partnern. Mit dem ´Brennpunkt´ konnten wir in den vergangenen 15 Jahren eine Veranstaltung etablieren, die in lockerer Atmosphäre zum gemeinsamen Austausch einlädt“, so Dr. David.
Themenpalette von Kopf bis Fuß
Die Themenpalette reichte dabei von der Knochenerkrankung Osteoporose als interdisziplinäre Herausforderung beim 1. Brennpunkt über sämtliche Krankheits- und Behandlungsfelder der Unfallchirurg*innen und Orthopäd*innen – von Kopf bis Fuß: vom Schädelhirntrauma über Mund-, Kiefer- und Gesichtschiururgie, Erkrankungen und Verletzungen des Schultergelenks, des Brustkorbs, Rückenschmerzen, Verletzungen des Ellenbogengelenks und der Hand bis hin zu Verbrennungsmedizin und Weichteildefekten im Bereiche des Beines. Themen wie die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen und –verletzungen, Hüftendoprothetik oder Knie TEP runden die Themenvielfalt ab.
„Von Beginn an haben uns nicht nur Kolleginnen und Kollegen aus unserer Klinik sowie aus den weiteren Fachbereichen im Paul Gerhardt Stift unterstützt, sondern auch Referentinnen und Referenten aus Kliniken in Halle, Köthen, Dessau, Magdeburg, Potsdam oder Wolgast. Auch der Vorsitzende des Interessenverbandes der Unfallchirurgen Sachsen-Anhalt IVU e.V., der die Schirmherrschaft für den ´Brennpunkt´ trägt, Kollegen aus den Universitätskliniken Halle und Magdeburg sowie aus den Kliniken der Johannesstift Diakonie in Berlin konnten wir als Referenten gewinnen.“
Dr. med. Stephan DavidWichtig sei ihm immer die ganzheitliche Betrachtung der Patientinnen und Patienten gewesen – egal welchen Alters: „Deshalb waren auch die Fußchirurgie im Kindes- und Erwachsenenalter, die Tumororthopädie oder Fußdeformitäten bei Kindern schon Thema unserer Fortbildung“, erinnert sich Dr. David.
Chirurgie über den Tellerrand hinaus
Besonders gern erinnert sich der Chefarzt auch an einen außergewöhnlichen Vortrag im Jahr 2023: „Damals ging es um globale Chirurgie und die Anforderungen, die an uns als Chirurg*innen gestellt werden - nicht nur lokal in unserer kleinen Welt des Krankenhauses, sondern über den Tellerrand hinaus betrachtet international. Dazu hat Dr. med. Bernward Steinhorst berichten, der aktiv als Chirurg für Ärzte ohne Grenzen sowohl in Mittelamerika als auch in Afrika tätig ist und ein Krankenhausprojekt in Ghana unterstützt.“
Fast Track Endoprothetik
Wer glaubt, dass sich die Themen nach 30 Brennpunkten wiederholen müssten, wurde am 18. März eines besseren belehrt: „Die Behandlungsmethoden in unserem Fachgebiet entwickeln sich immer weiter – es wird also auch in Zukunft noch genügend Themen geben“, so Dr. David. In der 30. Auflage lautete das Thema „Fast Track Endoprothetik: Schnelle Genesung nach Gelenkersatz“.
„Das Konzept des Fast Track – also des „schnellen Weges – ist eine Entwicklung in der Endoprothetik. Patient*innen werden nach endoprothetischen Eingriffen zügig mobilisiert, ohne Behinderung durch Schläuche, Katheter oder ähnliches. Das Konzept umfasst aber noch mehr, und so freue ich mich sehr, dass ich Herrn Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth, MHBA, als ausgewiesenen Experten des Fast Track in der Endoprothetik für ein Referat gewinnen konnte. Er arbeitet als Leiter des Endoprothetikzentrums am Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau – ein Krankenhaus, das ebenso wie das Paul Gerhardt Stift zur Johannesstift Diakonie gehört“, so Dr. David.
Informationsveranstaltung für Patient*innen und Interessierte
Nicht nur für Fachkolleg*innen, sondern auch für Patient*innen, Angehörige und alle Interessierten bieten die Unfallchirurgen am Paul Gerhardt Stift regelmäßig Veranstaltungen an. So findet am Mittwoch, dem 25. März 2026 mit dem Paul-Gerhardt-Gesundheitsforum eine Informationsveranstaltung zum Thema „Gelenkersatz von Hüfte, Knie und Schulter“ statt. Beginn ist um 18:00 Uhr in der Krankenhaus-Kapelle (neben der Caféteria), der Eintritt ist frei. Während der öffentlichen Veranstaltung erhalten die Gäste umfassende Informationen vom Team des EndoProthetikZentrums am Paul Gerhardt Stift, darunter auch die niedergelassenen Kollegen Dr. med. Uve Kurtz und Dr. med. Georg Thomas Handschuh.
Vorgestellt werden unter anderem moderne OP-Methoden und neue Verfahren zum Einsatz von Implantaten in Hüfte, Knie und Schulter. „Auch diese Informationsveranstaltung führen wir seit vielen Jahren durch und freuen uns über eine große Resonanz. Natürlich beantworten wir hier auch wieder die Fragen aus dem Publikum“, so Dr. David.
Über das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift
Das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift in Lutherstadt Wittenberg ist eine Einrichtung der Paul Gerhardt Diakonie Krankenhaus und Pflege GmbH in Trägerschaft der Johannesstift Diakonie sowie der Paul-Gerhardt-Stiftung. Als Krankenhaus der Basisversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bieten wir neben einer hochwertigen Allgemein- und Notfallversorgung auch spezialisierte Fachbereiche und Zentren.
Über die Johannesstift Diakonie
Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 11.400 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:
- Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
- Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
- Behindertenhilfe
- Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
- Arbeit, Beschäftigung und Soziales
- Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
- Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen











