Gefäßexperte Dr. Torsten Heldmann zu Gast beim Deutschlandradio
Kennen Sie das auch: Schmerzende kalte Finger und Zehen, die sich bei feuchter Kälte wegen schlechter Durchblutung weiß verfärben? Nach Schätzungen sind circa drei bis zwölf Prozent der deutschen Bevölkerung vom Raynaud-Syndrom betroffen. Frauen leiden vier- bis fünfmal häufiger darunter. Einfache Tätigkeiten wie das Schuhebinden, einen Reißverschluss zu machen oder Lebensmittel aus dem Kühlschrank nehmen können zur schmerzhaften Herausforderung werden.
Deutschlandfunk Kultur sprach in der Sendung „Nachspiel“ mit Dr. Torsten Heldmann, dem Leitenden Angiologen im Martin Luther Krankenhaus und im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau. Er erklärt, wie sich beim Raynaud-Syndrom die Gefäße zusammenziehen und verkrampfen, was zu den typischen Verfärbungen bis hin zu Taubheitsgefühlen führt.
Doch was hilft gegen die Beschwerden? Besonders am Herzen liegt Dr. Heldmann das Thema Bewegung: „Durch sportliche Betätigung entstehen neue Botenstoffe. Diese Botenstoffe entspannen die Gefäßmuskulatur. Das sind Langzeiteffekte, die sich im Körper etablieren.“ So zeigt sich, dass regelmäßige Bewegung sehr viel zum Wohlbefinden beitragen kann und bestimmte Bewegungsformen die Beschwerden lindern. Sportarten wie Yoga zur Entspannung, Schwimmen im warmen Wasser oder auch Rudern mit einem Heimgerät gehören dazu. Aktivitäten, die die Finger besonders beanspruchen, wie beispielsweise Bouldern, schaden dagegen.
Sind auch Sie betroffen? In der Gefäßsprechstunde des Martin Luther Krankenhauses klären Dr. Heldmann und seine Kolleg*innen ab, ob sich auch Ihre Symptome auf das Raynaud-Syndrom zurückführen lassen. Unser Team berät Betroffene, durch welche Behandlung, Medikamente und Maßnahmen sich Ihre Lebensqualität gezielt verbessern lässt. Patient*innen bekommen zudem Tipps für geeignete Sportarten, passende Kleidung bei Kälte und Ratschläge zur Stressvermeidung.
Sie möchten gern mehr erfahren? Den Beitrag des Deutschlandradios finden Sie hier: https://www.deutschlandfunkkultur.de/das-raynaud-phaenomen-bewegung-kann-helfen-100.html
Kontakt:
Klinik für Gefäßmedizin
Leitender Angiologe, Dr. med. Torsten Heldmann
Tel. 030 8955-3711
E-Mail: gefaessmedizin.martin-luther(at)jsd.de
Über das Martin Luther Krankenhaus
Das Martin Luther Krankenhaus in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist ein Akut- und Unfallkrankenhaus sowie Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das 1931 gegründete Haus verfügt über 260 Betten. Jährlich werden in den neun Kliniken und seinen zertifizierten Zentren circa 15.000 Patient*innen stationär und 21.000 Patient*innen ambulant versorgt.
Die Behandlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Brustkrebs / Brustrekonstruktion, Gynäkologische Krebserkrankungen, Chronische Wunden, Diabetes, Gefäßerkrankungen, Herz, Magen / Darm, Gelenke, Rücken, Sport und Unfälle, Schwangerschaft und Geburt.
Das Martin Luther Krankenhaus betreibt gemeinsam mit dem Evangelischen Waldkrankenhaus die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. Diese fungiert auch als Ausbildungsstätte des Krankenhauses.
Über die Johannesstift Diakonie
Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 11.400 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:
- Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
- Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
- Behindertenhilfe
- Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
- Arbeit, Beschäftigung und Soziales
- Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
- Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen










