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Was ist Diabetes in der Schwangerschaft?

Diabetes in der Schwangerschaft umfasst sowohl den Schwangerschaftsdiabetes, eine vorübergehende Störung des Zuckerstoffwechsels, die nur während der Schwangerschaft auftritt, als auch Diabetes, der bereits vor der Schwangerschaft bestand (Typ 1 oder Typ 2). Beim Schwangerschaftsdiabetes handelt es sich um eine vorübergehende Störung des Zuckerstoffwechsels in der Schwangerschaft, die vor der Schwangerschaft nicht bestand und in der Regel nach der Geburt wieder verschwindet. Bei Schwangeren mit Schwangerschaftsdiabetes produziert der Körper nicht ausreichend Insulin, um den erhöhten Blutzuckerspiegel zu regulieren, der durch hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft verursacht wird. Die Schwangerschaft erfordert eine besondere Anpassung und engmaschige Kontrolle, um Gesundheit von Mutter und Kind bestmöglich zu sichern.

Wer ist betroffen?

Etwa 3 bis 10 % aller Schwangeren entwickeln einen Schwangerschaftsdiabetes. Das Risiko ist erhöht bei:

  • Übergewicht vor oder während der Schwangerschaft
  • Familiärer Vorbelastung mit Diabetes (vorrangig Diabetes Typ II)
  • Alter über 35 Jahre
  • Frühere Schwangerschaft mit Gestationsdiabetes

Symptome und Diagnose

Symptome

Meist verläuft Schwangerschaftsdiabetes ohne spürbare Symptome. Mögliche Hinweise sind:

  • starkes Durstgefühl
  • häufiges Wasserlassen
  • überdurchschnittliches Wachstum des Babys im Ultraschall
  • viel Fruchtwasser

Diagnose

Eine sichere Diagnose erfolgt durch den Zuckerbelastungstest zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche mittels eines Glukosetoleranztests. Dabei wird der Blutzuckerspiegel nach dem Trinken einer Glukoselösung gemessen. Zeigen sich hierbei auffällige Werte, folgt ein Bestätigungstest. Ein erhöhter Blutzuckerwert im Rahmen des Testes weist auf eine Störung des Zuckerstoffwechsels hin und bestätigt die Diagnose.

Eine frühzeitige Diagnose und zeitgerechte Behandlung sind entscheidend, um potenzielle Komplikationen zu vermeiden. Daher ist es für schwangere Frauen wichtig, auf Risikofaktoren zu achten und regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.

Warum ist die Behandlung wichtig?

Risiken für die Mutter:

  • Bluthochdruck
  • Präeklampsie
  • gestörte Plazentafunktion
  • Geburtskomplikationen
  • langfristiges Typ-2-Diabetes-Risiko

Risiken für das Kind:

  • Übermäßiges Wachstum (Makrosomie)
  • Frühgeburt
  • Anpassungsstörungen
  • Unterzuckerungen
  • Atem- und Temperaturprobleme
  • späteres Übergewichts- und Diabetesrisiko

Hinweis: Unser Ziel ist es, diese Kinder möglichst bis zur 39. Schwangerschaftswoche im Mutterleib zu belassen und sie nach der Geburt bestmöglich zu versorgen – z. B. durch frühe Ernährung mit Muttermilch oder Kolostrum.

Unser Behandlungsspektrum

Schwangerschaftsdiabetes: 

  • Ernährung & Bewegung als Basis
  • Insulintherapie bei Bedarf

Typ-1- und Typ-2-Diabetes: 

  • Engmaschige Betreuung
  • individuelle Insulinanpassung und Stoffwechselkontrolle

Unsere Angebote:

  • Individuelle Ernährungsberatung
  • Schulung zur Blutzuckermessung
  • Regelmäßige Kontrollen der mütterlichen Stoffwechsellage, des kindlichen Wachstums und der Plazentafunktion mittels Ultraschall
  • Individuelle Geburtsplanung
  • Kolostrumgewinnung vor der Geburt

Ganzheitliche Betreuung

Bei uns steht die Schwangere im Mittelpunkt. Unsere erfahrenen Fachkräfte bieten eine umfassende und ganzheitliche Betreuung während der gesamten Schwangerschaft. Wir entwickeln gemeinsam einen individuellen Ernährungs- und Behandlungsplan, zeigen Ihnen die Blutzuckermessung und erstellen eine Geburtsplanung, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

Unser Geburtszentrum ist Mitglied beim Berliner Diabetes Netzwerk für Schwangere. Unsere Spezialist*innen kümmern sich nicht nur um Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, sondern auch um Schwangere mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes, die als Hochrisikopatientinnen gelten.

Sie sind schwanger und in einer akuten Notfallsituation?

Eltern können bei drohender Frühgeburt oder unklaren Befunden Kontakt zu unseren Geburtskliniken aufnehmen. Bei Unklarheiten oder Notfällen (Wehen, Blasensprung, Blutungen, Schmerzen) sollte die geburtshilfliche Rettungsstelle der Schwangerenambulanz im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau aufgesucht werden.

Melden Sie sich in der Schwangeren-Ambulanz: 030 3702-1270

Rufen Sie an

Sprechstunden, prästationär

Diabetes-/Adipositas-Sprechstunde

Sprechstunden erfolgen nur nach telefonischer Voranmeldung.

- Vorbestehende Diabetes mellitus Typ I & II
- Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Terminvereinbarung

Erreichbarkeit

Montag12:00–16:00 Uhr
Dienstag12:00–16:00 Uhr
Mittwoch12:00–16:00 Uhr
Donnerstag12:00–16:00 Uhr
Freitag12:00–16:00 Uhr