Ihre Möglichkeiten bei uns
Unser Team der Geburtshilfe legt besonderen Wert auf eine persönliche und achtsame Betreuung. Während der Geburt umsorgen unsere Hebammen die werdende Mutter rund um die Uhr. In freundlicher Atmosphäre und mit liebevoller Zuwendung bestärken sie die Frauen, ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten zu mobilisieren.
Sanfte Methoden zur Schmerzlinderung
Unsere Hebammen beginnen bevorzugt mit natürlichen Maßnahmen zur Unterstützung des Geburtsprozesses:
- Bewegung: In unserem ruhig gelegenen Vorwehenbereich steht Ihnen eine Gebärlandschaft zur Verfügung. Dort fördern Sprossenwände, Matten, Seile und bewegliche Gebärelemente Ihre Bewegungsfreiheit. Aufrechte Körperhaltungen und Positionswechsel können den Wehenschmerz deutlich lindern, die Geburt erleichtern und die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Geburt erhöhen. Sie können sich frei bewegen, sich abstützen, atmen und gemeinsam mit Ihrer Begleitperson oder Hebamme aktiv durch jede Wehe arbeiten.
- Entspannungsbäder: Ein warmes Bad wirkt beruhigend auf Körper und Geist – besonders in der frühen Geburtsphase. Ätherische Öle können die Wirkung zusätzlich unterstützen.
- Aromatherapie: Duftende Öle wie Lavendel, Bergamotte oder Jasmin fördern die Entspannung. Sie werden als Badezusatz oder über Duftlampen eingesetzt.
- Akupunktur: Gezielte Nadelstimulation kann Schmerzen lindern, die Muskulatur entspannen und sogar die Geburtsdauer verkürzen. Das kann bereits in der Schwangerschaft angewendet werden.
- Homöopathie: Individuell ausgewählte Mittel können helfen, besser mit Schmerzen umzugehen – sanft und ohne Nebenwirkungen.
- TENs-Gerät: Ein Gerät, welches sanfte elektrische Impulse an die Haut sendet, die die Schmerzsignale blockieren und zugleich die Ausschüttung körpereigener Endorphine fördern.
Medizinische Unterstützung bei Bedarf
Manchmal reichen sanfte Methoden nicht aus. Dann stehen Ihnen selbstverständlich auch medikamentöse Verfahren zur Verfügung:
- Schmerzmittel und krampflösende Medikamente: Diese kommen vor allem in der frühen Phase der Geburt zum Einsatz – als Tabletten, Zäpfchen oder Injektion. Sie entspannen die Muskulatur und lindern Schmerzen spürbar.
- Lachgas (N₂O): Lachgas wirkt schnell, beruhigt und reduziert das Schmerzempfinden. Sie atmen es selbst dosiert über eine Maske ein. Ideal, wenn Sie keine PDA wünschen oder die Geburt schnell voranschreitet.
- PDA / SPA (Peridural- oder Spinalanästhesie): Eine effektive Methode bei starken Schmerzen. Das Schmerzmittel wird direkt in den Rückenmarkskanal gespritzt und wirkt gezielt im Unterleib. Sie bleiben wach und können aktiv an der Geburt teilnehmen.
- Pudendusblock: Diese Betäubung wirkt gezielt im Bereich des Beckenbodens – vor allem in der Austreibungsphase.
Schmerzlinderung bei Kaiserschnitten
Unsere Schmerztherapeut*innen haben ein explizit für Kaiserschnitte entwickeltes Schmerzkonzept ausgearbeitet, welches individuell angepasst ist an Allergien und die Situation der Gebärenden. In der Regel wird unter der Geburt die Spinalanästhesie verwendet, deren Wirkung nach ungefähr vier bis sechs Stunden nachlässt.
Direkt nach der OP wird ein lokales Betäubungsmittel in den Wundspalt gegeben, welches gegen den Wundschmerz wirkt. Nach der Operation erhält die Mutter im Operationssaal Schmerzzäpfchen mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Diclofenac und Paracetamol wird als Infusion verabreicht. Diese Mittel sind mit dem Stillen vereinbar.
Bei Bedarf können auch Zusatzmedikamente, wie Opiode, die analgetisch hochpotent sind, gegeben werden. Die rasche Mobilisation ist auch ein Teil des Schmerzkonzeptes. Je schneller sich eine Frau nach einem Kaiserschnitt bewegt, desto schneller ist ihre Genesung. Daher ist uns daran gelegen die Entbundene noch am Tag der OP beim ersten Aufstehen zu unterstützen.















