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Aus Fund wird Kunst. Die Fundgrube wird zum Ausstellungsort

Ein Kaufhaus wird zur Galerie. Für vier Wochen wird die Fundgrube zum Ausstellungsort für Fotografien, die aus einer Zusammenarbeit entstanden sind, die gut zu diesem Ort passt: Das Team der Macherei 3 (Orientierung und Bildung) und das Team der Fundgrube haben gemeinsam das Fotoprojekt „Aus Fund wird Kunst.“ entwickelt.

Datum
EinrichtungDie Macherei, Fundgrube, ...

Fotoausstellung in der Fundgrube vom 30.09. – 28.10.2026

Teilnehmende der Macherei haben Kleidung aus der Fundgrube ausgewählt und für die Aufnahmen getragen. Die Fotografin Carina Spiegelstaub (unsere Macherei-Kollegin Carina Gall) hat sie porträtiert. Dabei ist keine klassische Modestrecke entstanden. Die Bilder leben von den Menschen, die vor der Kamera stehen, von ihrem persönlichen Stil und davon, was sie selbst aus der Kleidung machen.

Auch die Kleidungsstücke bringen etwas mit. Sie wurden bereits getragen, weitergegeben und bekommen nun einen neuen Zusammenhang. Secondhand bedeutet hier deshalb mehr als eine günstige Alternative zum Neukauf. Dinge bleiben im Gebrauch, Ressourcen werden weiter genutzt und aus Vorhandenem kann etwas Neues entstehen.

Genau an diesem Punkt treffen sich die unterschiedlichen Seiten der Fundgrube. Sie ist Secondhand-Kaufhaus und zugleich ein Arbeitsort, an dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam arbeiten. Mit „Aus Fund wird Kunst.“ kommt nun für einige Wochen die Kunst hinzu.

Das ist kein zufälliger Zusatz. Kulturelle Teilhabe bedeutet auch, selbst gestalten, eigene Perspektiven einbringen und Teil des kulturellen Lebens sein zu können.

„Aus Fund wird Kunst.“ ist die erste Ausstellung in der Fundgrube. Und sie findet bewusst mitten im laufenden Geschäft statt. Dafür wird kein eigener Ausstellungsraum geschaffen. Zwischen Kleiderstangen, Kund*innen und dem täglichen Betrieb werden die Fotografien Teil des Ortes.

Vielleicht macht gerade das den besonderen Reiz dieser Ausstellung aus. Kunst und Alltag werden nicht voneinander getrennt. Nachhaltigkeit, Arbeit und kulturelle Teilhabe ebenso wenig. Sie begegnen sich dort, wo Menschen ohnehin zusammenkommen.

Und noch etwas verbindet die Fotografien: Individualität. Secondhand kennt keine Kollektion, in der alles nach einem vorgegebenen Bild funktionieren muss. Jedes Stück hat seinen eigenen Weg hinter sich. In den Fotografien bekommt es durch die Person, die es trägt, noch einmal einen ganz eigenen Ausdruck.

Am Mittwoch, 30. September 2026, um 10:30 Uhr eröffnen wir die Ausstellung mit einem Sektempfang in der Fundgrube, Am Oberhafen 16-20, 13597 Berlin.

Die Ausstellung ist anschließend bis zum 28. Oktober 2026, Montag bis Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr, während des regulären Geschäftsbetriebs zu sehen.

Wir freuen uns auf die erste Ausstellung in der Fundgrube und auf viele Besucher*innen, die diesen besonderen Auftakt mit uns teilen.