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Spezialisierung Brustaufbau nach Brustkrebsoperation

Die wiederherstellende Chirurgie der weiblichen Brust erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Brustzentrum der Frauenklinik des Hauses. Dazu gehören alle Formen des Brustaufbaus nach Brustkrebsoperationen. Die Arbeitsteilung in Krebsbehandlung einerseits und Wiederherstellungschirurgie andererseits garantiert durch die hohe Spezialisierung der Beteiligten, eine sehr sichere und verlässliche Behandlung in allen Teilaspekten der Erkrankung. Die im Martin Luther Krankenhaus seit langem etablierte enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gynäkolog*innen, Radiolog*innen, Strahlentherapeut*innen, Patholog*innen und Plastischen Chirurg*innen ermöglicht es hierbei größtmögliche ästhetische und medizinische Ergebnisse zu erzielen.

Rekonstruktive Brustchirurgie nach Brustkrebs

Bei einer Brustkrebserkrankung kann heute in der Mehrzahl der Fälle brusterhaltend operiert werden. Sollte jedoch die Brustdrüse entfernt werden müssen, stellt dies meist eine erhebliche psychische Belastung dar. Ein Schwerpunkt unserer Klinik ist die Wiederherstellung der weiblichen Brust mit modernsten Operationstechniken. Die Therapie im Rahmen einer Brustkrebserkrankung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Brustzentrum unseres Hauses.

Zertifizierte Sicherheit

Wir bieten Ihnen die Kompetenz und Sicherheit eines zertifizierten rekonstruktiven Brustzentrums. Jeder unserer Diagnose- und Behandlungsschritte wird in regelmäßigen Abständen von der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurg*innen (DGPRÄC) überprüft. Dadurch stellen wir sicher, dass unsere Behandlungsmethoden höchsten medizinischen Standards entsprechen.

Schonende Verfahren

Die Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie verwendet bevorzugt schonende mikrochirurgische Verfahren mit körpereigenem Gewebe. Hier kommen alle gängigen Verfahren zum Einsatz: Nutzung von Gewebe vom Unterbauch (DIEP/TRAM), vom Oberschenkel (TMG) oder vom Gesäß (S-GAP, I-GAP). Diese Verfahren haben den großen Vorteil, dass sie sicher sind und langfristig stabile und schöne Ergebnisse ermöglichen. Das Risiko einer Kapselbildung und Verhärtung der Brust bei Implantaten kann hierdurch, insbesondere wenn die Brust bestrahlt werden muss, vermieden werden. Das verpflanzte Fettgewebe fühlt sich zudem natürlich an und macht eventuelle Gewichtsveränderungen des Körpers mit.

In Einzelfällen kann auch Muskelgewebe vom Rücken (Latissimus) verschoben werden. Ist dies nicht möglich, kommen auch Expander und/ oder Implantate zum Einsatz.

Individuelles Behandlungskonzept

Unser oberstes Ziel ist es, Ihnen ein Höchstmaß an Lebensqualität zurückzugeben. Welche der zahlreichen Behandlungsmöglichkeiten hierbei für Sie die geeignete ist, finden wir in einem gemeinsamen Gespräch heraus. Gerne können Sie sich bereits am Anfang Ihrer Brustkrebstherapie mit uns in Verbindung setzen. In Kooperation mit Ihrem*r behandelnden Gynäkolog*in und dem Brustzentrum können wir so frühzeitig ein optimales Behandlungskonzept erstellen. Hierbei erläutern wir Ihnen ausführlich sämtliche aktuellen Therapiemöglichkeiten mit allen Vor- und Nachteilen. Sie können Fotos unserer bisherigen Patientinnen sehen und bekommen Informationsmaterial ausgehändigt.

Schemata zur autologen Brustrekonstruktion

Wiederherstellung der weiblichen Brust mit „Eigengewebe“ am Beispiel einer DIEP-Lappenplastik:

Ausgangsbefund nach Entfernung der rechten Brust nach Mamma-Carcinom (Querverlaufende Narbe). Planung der Entnahme des Bauchhautgewebes unter Erhalt des Bauchnabels.
Präparationsschritt mit Darstellung der Lappenblutgefäße am Bauch (unten) und der Empfängerblutgefäße im Bereich der Rippen (oben).
Präparationsschritt mit komplett präparierter, „freier“ Lappenplastik und mikrochirurgischer Gefäßanastomosierung („Wiederanschluss“) der Lappenblutgefäße. Direkter Wundverschluss am Bauch mit Bauchdeckenstraffung („Abdominoplastik“).
Positionierung und komplette Einnaht der Lappenplastik mit Formung der neuen Brust. Narbenverlauf am Bauch.
Abschlussbefund nach erfolgter Brustwarzenrekonstruktion (entweder durch Haut-Transplantation oder Tätowierung).

Mikro-chirurgische Verfahren

Die sogenannte DIEP-Lappenplastik ist eine Methode zum Brustaufbau mit Bauchgewebe ohne Verwendung oder wesentliche Schädigung von Bauchwandmuskulatur. Haut und Fettgewebe werden aus dem Bauch entnommen und zur Brust geformt. Anschließend werden unter dem Mikroskop die Blutgefäße des Bauchgewebes mit denen an der Brustwand verbunden. Durch dieses schonende Verfahren werden die früher oft zu beobachtenden Narbenbrüche und Instabilitäten der Bauchwand vermieden. In einer zweiten Operation können dann Brustwarze und Warzenhof rekonstruiert werden.

Falls ein DIEP-Flap aufgrund der anatomischen Verhältnisse nicht möglich ist, wird bei der TRAM-Lappen-Methode wenig Gewebe aus den geraden Bauchmuskeln zum Wiederaufbau der Brust mitverwendet. So kann die Funktionsfähigkeit des Muskels weitgehend erhalten werden. Das Ergebnis der neuen Brust ist mit der DIEP-Methode vergleichbar.

Bei dieser Methode wird Haut- und Fettgewebe einschließlich eines an der Oberschenkelinnenseite verlaufenden Muskels zum Aufbau der Brust herangezogen. Der Verlust des Muskels beeinträchtigt hierbei die Funktion des Beins nicht wesentlich. Der entstehende Defekt wird mit einer Oberschenkelstraffung verschlossen. Diese Methode kommt vor allem für Frauen in Betracht, die sehr schlank sind und nicht genügend Gewebe am Bauch haben, insbesondere für beidseitige Operationen oder auch wenn am Bauch Voroperationen stattfanden.

Beim I- oder S-GAP wird Haut- und Fettgewebe vom Gesäß zur Rekonstruktion der Brust verwendet. Die Blutgefäße stammen dabei aus dem großen Gesäßmuskel, der jedoch am Ort verbleibt. Die Methode eignet sich insbesondere für Frauen, bei denen nicht genügend Fettgewebe am Bauch vorhanden ist oder für die aus anderen Gründen die DIEP- oder TMG-Lappenplastik nicht geeignet ist. Beim S-GAP verbleibt eine Narbe über dem Gesäß, beim I-GAP verläuft diese in der Gesäßfalte. Die Narben sind durch Unterwäsche leicht zu verdecken. Die neue Brust ist im Vergleich zur DIEP-Lappenplastik fester, schöne Ergebnisse sind aber auch mit dieser Methode möglich.

Plastisch-ästhetische Brustchirurgie

Neben dem Brustaufbau werden in der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie alle gutartigen Veränderungen der Brust bei Frauen und bei Männern behandelt. Zu den Eingriffen ohne medizinische Notwendigkeit erhalten Sie Informationen unter Ästhetische Chirurgie.

DGPRÄC: Rekonstruktive Chirurgie

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Moderne Verfahren

Eine zu große Brust kann körperliche Beschwerden verursachen wie Rücken- und Nackenschmerzen, Hautentzündungen, Pilzinfektionen und einschnürende BH-Träger. Bei einer Brustreduktion wird das Brustvolumen verkleinert und die Brust neu geformt. Oberstes Ziel ist ein schönes Ergebnis das mit dem restlichen Körper harmonisiert und möglichst wenige sichtbare Narben aufweist. Hierfür stehen verschiedene Operationstechniken zur Verfügung. Welche dabei zum Einsatz kommt, hängt von Ihren persönlichen Vorstellungen sowie der Beschaffenheit des Gewebes ab.

Aufgrund von Schwangerschaften, starkem Gewichtsverlust oder dem ganz normalen Alterungsprozess kann das Gewebe der Brust erschlaffen und die Brust herabsinken. Durch eine Bruststraffung kann das Gewebe wieder angehoben werden, so dass die Brust wieder eine schöne Form erhält. Auch die Kombination mit einer Brustverkleinerung oder dem Fett-Transfer oder Einsatz eines Implantats sind hier möglich.

Charakteristisch für die sogenannte tubuläre oder tuberöse Brustdeformität ist eine schlauchförmige Brust verbunden mit einem sehr großen Warzenhof. Hinzukommt, dass die Brüste sehr stark nach unten hängen. Weitere Brustfehlbildungen sind das sogenannte Poland-Syndrom (Brust und darunter liegender Brustmuskel fehlen teilweise oder vollständig) oder die sogenannte Amastie/ Athelie (vollständiges Fehlen einer Brust oder Brustwarze). Diese angeborenen Fehlbildungen können durch verschiedene Operationstechniken ausgeglichen werden.

Von Schlupfwarzen spricht man bei einer stark eingezogenen oder eingefallenen Brustwarze. Ursache ist meist eine angeborene Verkürzung der Milchgänge. Mit Hilfe der Plastischen Chirurgie besteht die Möglichkeit, diese Brustwarzen dauerhaft wieder aufzurichten. Eine Wiederherstellung der Brustwarze und des Vorhofs ist üblicherweise nach einer vollständigen Entfernung der Brust bei Brustkrebs notwendig. Es existieren hierzu zahlreiche Techniken, von örtlichen Gewebeverschiebungen über Hautverpflanzungen und Nutzung der gegenseitigen Brustwarze bis hin zu Tätowierungen.

Brustchirurgie für Männer

Ist die Brustdrüse beim Mann vergrößert, kann eine Form entstehen, die der weiblichen Brust ähnelt. Um die Form der männlichen Brust wiederherzustellen, gibt es verschiedene Verfahren. Im Beratungsgespräch entwickeln wir einen individuellen Behandlungsfahrplan mit Ihnen.

Die Trichterbrust ist die häufigste Fehlbildung des Brustkorbs. Durch die Verformung des Rippenknorpels, der die Rippen mit dem Brustbein verbindet, bildet sich eine nach innen gewölbte (Trichterbrust) Verformung. Nur die wenigsten Patienten entwickeln in Folge einer Trichterbrust Lungen- oder Herzprobleme. Auch wenn die Trichterbrust in den meisten Fällen in erster Linie ein ästhetisches Problem ist, darf man die psychischen Folgen nicht unterschätzen. Die Lebensqualität vieler Betroffener ist erheblich beeinträchtigt. Der Plastischen Chirurgie stehen verschiedene Verfahren zur Korrektur einer Trichterbrust zur Verfügung, womit diese zum Teil komplett ausgeglichen werden kann (z. B. Custom-made Implantate).

Empfindet sich ein Mensch hinsichtlich seines Geschlechts „im falschen Körper“, kann eine geschlechtsangleichende Operation sinnvoll sein. Wir bieten alle erforderlichen brustchirurgischen Operationen (Brustaufbau, Brustentfernung) an. Im individuellen Gespräch mit Ihnen und in Kooperation mit Ihrem*r behandelnden Ärzt*in oder Psycholog*in entwickeln wir gemeinsam einen Therapieplan. Auch für Fragen hinsichtlich der Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.

Einblicke in unsere Arbeit

Für weitere Informationen und Einblicke in unsere Arbeit möchten wir Sie gern auf folgende Artikel und Videos aufmerksam machen.

Tagesspiegel: Brustrekonstruktion mit Eigengewebe

Nach einer Brustkrebserkrankung oder bei einem genetisch bedingten, erhöhten Brustkrebsrisiko besteht für betroffene Frauen heute die Möglichkeit, ihre Brüste durch die Verpflanzung von körpereigenem Gewebe wiederherstellen zu lassen. Der Tagesspiegel begleitete zwei unserer Patientinnen und berichtet von ihren Erfahrungen. 

Im Zuge ihrer Krebsbehandlung und Operation mussten beide Brüste vollständig entfernt werden. Für unsere Patientin war schnell klar, dass sie sich einen Brustwiederaufbau wünscht. Sie entschied sich für einen Brustwiederaufbau mit Eigengewebe. Bei der Operation wurde ihr Gewebe bestehend aus Haut, Fettgewebe und einem Muskelstrang vom Oberschenkel entnommen und in die Brust eingesetzt. 

Mehr dazu: Beitrag im Tagesspiegel, 24. April 2023

Auch eine genetische Vorbelastung und ein damit verbundenes, erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, bewegt Frauen dazu, sich ihr Brustgewebe vorsorglich durch Eigengewebe ersetzen zu lassen. 

Mehr dazu: Beitrag im Tagesspiegel, 21. April 2023, Foto: Stefanie Herbst

Wiederaufbau der Brust nach Brustkrebs aus Bauchgewebe

RBB Praxis begleitet Patientin vor, während und nach ihrem Eingriff im Martin Luther Krankenhaus

Im Video gibt das Team der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie einen spannenden Einblick in seine Arbeit und die Möglichkeiten der Brustrekonstruktion mit eigenem Gewebe. RBB Praxis begleitete 2019 eine Patientin, die sich nach Abschluss ihrer Krebstherapie und dem Einsetzen von Silikonimplantanten aufgrund von Komplikationen an das Team von Prof. Goertz wandte. Bei ihr hatte sich eine so genannte Kapselfibrose gebildet: Ihr Körper umschloss das Silikonimplantat mit einer schmerzhaften Narbenhülle. Das Implantat musste entfernt werden. Prof. Goertz riet in diesem Fall zu einem Brustwiederaufbau mit Bauchfettgewebe. Im Rahmen des Eingriffs wurden die Silikonimplantate entfernt, Fettgewebe aus dem Bauchraum herausgelöst und daraus die neuen Brüste modelliert. Bei diesen sogenannten Lappenplastiken kommen schonende, mikrochirurgische Verfahren zum Einsatz, bei denen unter dem Mikroskop das Gewebe in die Brust verpflanzt wird und so das Silikonimplantat ersetzt. Das Filmteam begleitete die Patientin von der Sprechstunde, über die Operation und Nachsorge bis zur Kontrolluntersuchung vier Monate danach.

Engagiert gegen Brustkrebs: Infovideos #brustkrebsverstehen

Prof. Dr. med. Ole Goertz engagiert sich seit 2020 für die Kampagne #brustkrebsverstehen, die im Rahmen des Aktionstages "ICH BIN DABEI!" zum Brustkrebsmonat Oktober entstanden ist. In seinem ersten Video informiert er über die Zusammenarbeit zwischen Gynäkologie und Plastischer Chirurgie bei der Planung einer Operation einer Brustkrebspatientin. Im zweiten Video geht er auf die Vor- und Nachteile einer Brustrekonstruktion mit Implantaten oder Eigengewebe ein. Im neuesten Video aus 2022 berichtet Prof. Goertz zusammen mit Dr. med. Ursula Makowiec, Leitende Ärztin des Brustzentrums im Martin Luther Krankenhaus, über die gemeinsame Betreuung und Behandlung ihrer Patientinnen und die damit verbundenen Vorteile für die Betroffenen.

Infovideos

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Sprechstunde, prästationär

Plastische Chirurgie & Handchirurgie-Sprechstunde

Sprechstunden erfolgen nur nach telefonischer Vereinbarung oder Anmeldung via E-Mail.

Terminvereinbarung

Sprechzeiten

Montag 11:30-14:30 Uhr
Dienstag 11:30-14:30 Uhr
Mittwoch 11:30-14:30 Uhr
Donnerstag 11:30-14:30 Uhr
Freitag 11:30-14:30 Uhr

und nach Vereinbarung

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Schwerpunkt Brustrekonstruktion

Rekonstruktives Brustzentrum: Von der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) zertifiziert.

Logo: Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V.

Plastisch-rekonstruktive Tumorchirurgie

Plastisch-rekonstruktiver Tumorchirurg: Prof. Dr. med. Ole Goertz wurde von der Deutschen Gesellschaft der Plast., Rekonstr. & Ästh. Chirurgen zertifiziert.

Zertifikat: Ausgezeichneter Spezialist Plastisch-rekonstruktive Chirurgie

Plastisch-rekonstruktive Chirurgie

Ausgezeichneter Spezialist für Plastisch-rekonstruktive Chirurgie: Prof. Dr. med. Ole Goertz wurde vom unabhängigen Rechercheinstitut MINQ ausgezeichnet.

Kontakt

Außenansicht des Martin Luther Krankenhauses

Adresse

Martin Luther Krankenhaus | Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Caspar-Theyß-Straße 27-31
14193 Berlin

Fax

030 8955-2515

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