Liegende Positionen
Aufrechte Rückenlage: Eine aus Filmen sehr bekannte Position, eignet sich manchmal zum Ausruhen, allerdings gegen die Schwerkraft

Halb sitzende Position mit nach außen rotierten Beinen: Die Gebärende kann sich anlehnen, durch die Rotation der Beine kommt es zu einer Formveränderung im Beckenausgang, die das Tiefertreten fördern kann.

Parallele Seitenlage mit einem Kissen zwischen den Beinen: Eine bequeme Position zum Ausruhen, in der der Beckenboden gut entspannen kann. Das Liegen auf der Seite des kindlichen Rückens kann zudem das Tiefertreten des Kindes fördern.

Die Innen- und Außenrotation, Rotation der Beine in Seitenlage: Diese Geburtsposition kann die Beckenmitte / den Beckenausgang verändern, was sehr hilfreich sein kann.

Aufrechte Positionen
Die hockende Position auf dem Geburtshocker: Diese Position kann im Speziellen am Ende der Geburt durch die maximale Wirkung der Schwerkraft sehr effektiv sein – auch das Heranziehen des Seils dabei kann hilfreich dabei sein.

Am Seil stehend: Diese Position lädt zu viel Beckenmobilisation ein, die zum einen das Baby unterstützen kann tiefer zu kommen – aber auch schmerzlindernd wirken kann. Diese Position bietet sich auch für Kreuzbein- oder Beckendruck durch die Geburtsbegleitung an.

Asymmetrisches Aufstellen des Beines: Diese Position hilft, die Beckenmitte und den Beckenausgang etwas zu vergrößern.

Knie-Ellenbogenlage: Auch so kann diese Position dem Baby schon etwas helfen, dass es sich nochmal etwas aus dem Becken rausbewegt. Sie hilft aber zum Beispiel auch bei starken Rückenschmerzen oder bei zu häufiger Wehentätigkeit, um die Wehenpausen etwas zu verlängern.

Tiefe Knie-Ellenbogenlage: Sollte das Baby sich nicht günstig im Becken positioniert haben, können wir die Schwerkraft in die andere Richtung wirken lassen und das Baby so wieder etwas aus dem Becken rausbewegen.

Vierfüßlerstand: Durch den frei hängenden Bauch wird die Drehung des kindlichen Rückens nach vorn unterstützt, außerdem fördert die Schwerkraft das Tiefertreten des Kindes.

Vierfüßlerstand mit Innenrotation: Durch diese Position kann mit den Wehen nochmal die Schwerkraft genutzt werden, um das Tiefertreten des Köpfchens zu fördern. Gleichzeitig findet durch die Innenrotation eine Erweiterung des Beckenausgangs statt.

Hirtenstand: Durch die aufrechte Position wird die Schwerkraft gut genutzt. Gleichzeitig kann eine asymmetrische Position das Tiefertreten des Köpfchens erleichtern und viel Bewegungsfreiraum bieten.

Aufrecht sitzende Position mit angeschrägtem Fußteil: Der Gegendruck des Fußteils und auch die Möglichkeit zum Festhalten am Bettbügel kann helfen, in der Austrittsphase Kraftreserven zu mobilisieren.

Kreuzgriff: Eine andere Person mit überkreuzten Armen zu sich ran zu ziehen kann die Kopfgeburt kraftvoll unterstützen.

Gutschwager-Manöver: Auch das kann helfen, wenn sich das Baby ungünstig mit dem Kopf im Becken positioniert hat

Tiefe Hocke: Diese Geburtsposition kann sehr anstrengend, aber auch sehr effektiv sein. Besonders in den letzten Wehen kurz vor Geburt des Kindes.

Pezziball: der Pezziball ermöglicht eine umfangreiche Mobilität im Becken und kann, wie in dieser Situation gezeigt auch dazu dienen sich zwischen den Wehen auszuruhen.

Kleiner Hocker: in richtiger Sitzhaltung besteht viel Bewegungsfreiraum des Steißbeins und somit eine optimale Vergrößerung des Beckenausgangs. Diese Position kann die letzte Austrittsbewegung des Kindes fördern, ist aber auch anstrengend.

Weitere Infos
Für weitere Informationen empfehlen wir unseren Podcast Kreißsaalklänge für werdende Eltern. In Folge 5 des Podcasts dreht sich alles rund um Geburtsphasen und Geburtspositionen.
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