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Wir sind für Sie da

Sie wünschen sich eine Beratung zu den Rehabilitationsmöglichkeiten? Bei persönlichen oder sozialen Problemen in Zusammenhang mit einer Erkrankung oder Teilhabebarrieren ergänzt unser Sozialdienst die ärztliche und pflegerische Versorgung durch fachliche Hilfen. Der Sozialdienst berät Sie in sozialen und/oder sozialrechtlichen Fragen und vermittelt gegebenenfalls an die Leistungsträger, die nach dem SGB zur Auskunft und Beratung verpflichtet sind.

Nach dem Klinikaufenthalt

In enger Zusammenarbeit mit Ärzt*inn und Pflegekräften bereiten die Mitarbeitenden unseres Sozialdienstes Ihre Entlassung vor. Mit unserem Entlassmanagement begleiten wir Sie auf Ihrem weiteren Weg zur Genesung.

Wenn eine Herz-OP durchgeführt wurde

Etwa am achten bis zwölften Tag nach Ihrer Operation werden Sie aus unserer Klinik entlassen. Je nachdem wie es Ihnen geht, werden Sie nahtlos in eine Anschlussheilbehandlung (AHB) weitergeleitet (Reha) oder können direkt nach Hause.

In der Regel empfehlen wir unseren Patient*innen nach einer Herzoperation, eine Anschlussheilbehandlung in Anspruch zu nehmen. Ob Sie diese wahrnehmen möchten, entscheiden Sie selbst. Solche Behandlungen sichern in vielen Fällen den Langzeiterfolg Ihrer Operation.

Ein Beispiel: Durch eine Bypassoperation werden die verengten Gefäße geweitet, dadurch wird verhindert, dass es zu einem Herzinfarkt kommt. Liegt der Grund für die Verengung aber in einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) wird diese Erkrankung nicht automatisch mittherapiert. Um weiteren Beschwerden vorzubeugen, ist meist eine Umstellung des Lebensstils durch gesunde Ernährung und Bewegung erforderlich. Wie sich dies im Alltag umsetzen lässt, erfahren Sie in einer Anschlussheilbehandlung zum Beispiel durch eine Ernährungsberatung.

Diese Nachsorgeuntersuchungen sind wichtig:

Um den Operationserfolg zu überprüfen, sind regelmäßige Untersuchungen des Herzens notwendig.

  • Herzkatheteruntersuchungen (werden nach der Operation in bestimmten Fällen durchgeführt)
  • EKG-, Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen (einmal im Jahr)
  • Langzeit-EKG (in bestimmten Fällen)

Das dürfen Sie nach einer Herzoperation:

In Absprache mit Ihrer*m Ärzt*in können Sie nach Ihrer kompletten Genesung wieder alle Alltagstätigkeiten ausführen – zum Beispiel:

  • Autofahren
  • Spaziergänge
  • Sport
  • Geschlechtsverkehr

Persönliche Beratung

Hilfen zur medizinischen Nachsorge wie Anschlussheilbehandlungen (AHB)

Hilfen zur Sicherung der Nachsorge wie ambulante häusliche Pflege

Hilfe bei Durchsetzung finanzieller Ansprüche wie Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber

Hilfe zur Abklärung in rechtlichen Angelegenheiten, zum Beispiel zur Gleichstellung

Falls Sie eine Anschlussversorgung benötigen

Ein spezielles Entlassmanagement-Team bestehend aus Ärzt*innen, Pflegekräften und unserem Sozialdienst stellt noch während Ihres Aufenthalts fest, ob eine weitere Behandlung oder Pflege für Sie sinnvoll ist. Das Team arbeitet eng mit den Kranken- und Pflegekassen zusammen. Die Maßnahmen werden von uns sofort geplant, sodass Sie stressfrei und möglichst lückenlos in die Anschlussheilbehandlung übergeleitet werden können.

Bei einer Entlassung kann der*die behandelnde Krankenhausärzt*in in begrenztem Maße eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen und Ihnen Medikamente, Heil- oder Hilfsmittel verordnen.

Das Team des Entlassmanagements unterstützt Sie bei der Organisation von

  • medizinischer oder pflegerischer Versorgung
  • ambulanter oder stationärer Behandlung in einer Rehaklinik
  • Aufnahmen in eine Pflegeeinrichtung
  • Terminen mit niedergelassenen Ärzt*innen, Therapeut*innen, Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen
  • Anträgen auf Leistungen der Kranken- und Pflegekasse

Sie stehen bei uns an erster Stelle

Wir stimmen alle geplanten Maßnahmen mit Ihnen ab und beziehen auch Ihre Angehörigen auf Wunsch mit ein. Ob Sie eine Unterstützung durch unser Team wünschen, ist Ihnen überlassen. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und erfolgt erst dann, wenn Sie eingewilligt haben.

In der Einwilligungserklärung, die Sie von dem*der Stationsärzt*in erhalten, geben Sie an, dass:

  • das Team des Entlassmanagements für Sie aktiv werden darf und dass die Kranken- und Pflegekasse eingebunden werden kann.
  • die Mitarbeitenden patientenbezogene Daten an Dritte weitergeben dürfen, beispielsweise an niedergelassene Ärzt*innen, Therapeut*innen oder die Kranken- und Pflegekasse.

Wenn Sie keine Beratung wünschen, erteilen Sie uns einfach keine Einwilligungserklärung. Bitte beachten Sie: Dies kann im Einzelfall dazu führen, dass trotz Ihres Bedarfs Anschlussmaßnahmen nicht eingeleitet oder Anträge nicht rechtzeitig gestellt werden können. Aus diesem Grund empfehlen wir all unseren Patient*innen, unser Angebot wahrzunehmen. Sie können die Einwilligung jederzeit schriftlich widerrufen.

Wieder zu Hause nach der Herz-OP

Wenn bei Ihnen eine offene Herzoperation durchgeführt wurde, musste für die Operation das Brustbein durchtrennt werden. Das Brustbein wird nach etwa drei Monaten vollständig geheilt sein. Bis dahin sollten Sie einige Verhaltensregeln beachten.

Wir empfehlen Ihnen für den gesamten Heilungszeitraum die Belastung des oberen Brustkorbes wie folgt einzuschränken:

  • Pro Arm sollten Sie nicht mehr als 3 Kilo heben.
  • Belasten Sie Ihre Arme immer möglichst gleichmäßig.
  • Führen Sie möglichst keine einseitigen Bewegungen durch, sondern führen Sie den anderen Arm immer parallel mit.
  • Vermeiden Sie im Heilungszeitraum sportliche Belastungen, die die Schulter-Brustmuskulatur besonders beanspruchen (zum Beispiel Schwimmen, Radfahren, Rudern).
  • Vermeiden Sie möglichst auch Alltagsbewegungen, die den Brustkorb beanspruchen (zum Beispiel Umgraben im Garten, Einkaufstüten tragen, Kinder hochheben).
  • Vermeiden Sie Arbeiten, bei denen Vibrationen auf Sie wirken (zum Beispiel mit Schlagbohrer oder Kettensäge).
  • Achten Sie beim Autofahren darauf, dass die Gefahr der Gurtbeanspruchung ausgeschlossen ist.

Duschen und Baden sind selbstverständlich erlaubt.

Das Drahtmaterial, das das Brustbein miteinander verbindet, muss normalerweise nicht entfernt werden. Sie dürfen damit sowohl Fliegen, als auch eventuell anstehende MRT-Untersuchungen durchführen lassen.

Risikofaktoren vermeiden

Dass moderater Alkoholkonsum in Form von Rotwein eine schützende Funktion für Herz und Gefäße hat, wird in Expert*innenkreisen kontrovers diskutiert. Es ist davon auszugehen, dass die Risiken des Alkoholkonsums den Nutzen überwiegen. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum deshalb auf ein Minimum.

Rauchen zählt nachweislich zu den Hauptrisikofaktoren einer Herzerkrankung. Wenn Sie Raucher*in sind, nehmen Sie Ihre Operation zum Anlass, jetzt aufzuhören. Wer nicht raucht, vermindert das Risiko für eine Herzerkrankung um bis zu 50 Prozent.

Um Bluthochdruck zu vermeiden, sollte der Blutdruck regelmäßig selbst gemessen werden und in regelmäßigen Abständen eine Kontrolle bei Ihrer*m Hausärzt*in erfolgen. Wenn Ihnen Bluthochdruckmedikamente verordnet wurden, nehmen Sie diese regelmäßig ein.

Erwiesenermaßen steht Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) in Zusammenhang mit der Entstehung von Herzerkrankungen. Achten Sie bei einem bestehenden Diabetes deshalb darauf, dass Ihr Blutzucker optimal eingestellt ist – als ideal gilt ein HbA1c-Wert von unter 6,5 Prozent. Bei HbA1c handelt es sich um eine Form von Hämoglobin, dessen Laborwert Auskunft über den Blutzuckerspiegel gibt. Bitte lassen Sie sich hierzu von Ihrer*m Ärzt*in beraten.

Übermäßige Kraftanstrengungen im Brustbereich sind in den ersten sechs bis acht Wochen nach der Operation zu vermeiden. Hintergrund: Der Brustbeinknochen befindet sich noch in der Heilungsphase und es besteht die Gefahr, dass sich die stabilisierenden Drähte lockern. Im schlimmsten Fall würde dies zu einem erneuten Eingriff führen, bei dem das Brustbein wieder stabilisiert werden muss.

Ein zu hoher Cholesterinspiegel begünstigt das Risiko von Ablagerungen in den Gefäßen. Um weiteren Erkrankungen vorzubeugen, muss der Cholesterinspiegel deshalb regelmäßig kontrolliert und therapiert werden. Wird dadurch keine Senkung erreicht, können Sie gegebenfalls auch auf Medikamente zurückgreifen, bitte sprechen Sie darüber mit Ihrer*m Ärzt*in.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hat viele Vorteile für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Zögern Sie nicht, eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.

Hier einige Tipps:

  • Setzen Sie auf eine fettarme und ballaststoffreiche Kost
  • Bevorzugen Sie eine mediterrane Ernährungsweise: viel Obst, Salat und Gemüse.
  • Reduzieren Sie den Anteil gesättigter Fettsäuren (zum Beispiel in Fastfood) in Ihrer Ernährung. Nehmen Sie stattdessen mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich. Omega-3-Fettsäuren stecken zum Beispiel in Kaltwasserfischen wie Lachs.
  • Nehmen Sie Lebensmittel zu sich, die den Cholesterinspiegel nicht erhöhen.
  • Gehen Sie mit Salz sparsam um.

Übergewicht gehört zu den größten Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Normalgewicht anzustreben. Eine Ernährungsberatung kann dabei helfen, Wege zur Gewichtsreduktion aufzuzeigen. Generell gilt als Schlüssel: Setzen Sie auf eine gesunde Ernährung und treiben Sie Sport – zum Beispiel in einer speziellen Herzsportgruppe.

Ihr Alltag gestaltet sich eher bewegungsarm? Dann ist die Teilnahme an einer Herzsportgruppe eine gute Option, um mehr Schwung in Ihr Leben zu bringen. Schnell werden Sie merken, dass Ihnen nicht nur die Bewegung guttut, sondern es auch Spaß macht, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Für die Teilnahme sind folgende Formalitäten nötig:

  • Attest des Kardiologen (nach Belastungs-EKG)
  • Bestätigung der Krankenkasse

Hinweis: Je nach individuellem Fall und in Absprache mit der*m Ärzt*in gelten drei bis sieben Sporteinheiten pro Woche á 15 bis 60 Minuten bei 40 bis 60 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit als empfehlenswert.

Sollte es nach der Operation zu einer Wundinfektion oder zu einer Wundheilungsstörung kommen, melden Sie sich schnellstmöglich bei Ihrer*m Hausärzt*in. Eine rasche und gezielte Behandlung kann das Fortschreiten der Infektion verhindern.

Kontaktperson
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Ansprechpartnerinnen

Véronique Schenke
Sozialdienst
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Véronique Schenke

Evangelisches Herzzentrum Coswig Evangelisches Herzzentrum Coswig
034903 49-327034903 49-327
Renate Mau
Sozialdienst
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Renate Mau

Evangelisches Herzzentrum Coswig Evangelisches Herzzentrum Coswig
034903 49-326034903 49-326

Kontakt

Außenansicht des Evangelischen Herzzentrums Coswig

Adresse

Evangelisches Herzzentrum Coswig | Entlassmanagement
Lerchenfeld 1
06869 Coswig

 

Fax

034903 49-303

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Sa. und So.: 09:00-19:00 Uhr