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Schüler*innen lernen Leben retten

Welttag der Wiederbelebung: Team der Zentralen Notaufnahmen der Johannesstift Diakonie vermittelt lebensrettendes Wissen am Goethe-Gymnasium Lichterfelde

Teamfoto zum Welttag für Wiederbelebung im Martin Luther Krankenhaus 2026

Berlin, 16. Oktober. Leben retten kann jeder – und genau das stand am heutigen „Welttag der Wiederbelebung“ im Mittelpunkt einer besonderen Aktion: Ein Team der Zentralen Notaufnahmen der Johannesstift Diakonie unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Paavo Beth zeigte Schüler*innen des Goethe-Gymnasiums Lichterfelde, wie Laienreanimation funktioniert. Ziel der Veranstaltung: die Teilnehmenden in die Lage zu versetzen, im Ernstfall sofort zu handeln.

An der Aktion nahmen unter anderem die Schulsanitätsdienst-AG sowie der Hausmeister der Schule teil. Nach einer kurzen theoretischen Einführung folgte der praktische Teil: An Reanimationspuppen übten die Teilnehmenden die Herzdruckmassage. Zudem lernten sie den sicheren Umgang mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED). Für Notfälle ist die Schule selbst bestens ausgestattet, denn sie verfügt über einen eigenen Defibrillator. Am Ende erhielten die Teilnehmenden das Zertifikat „Basic Life Support + AED“.

„Jede Minute ohne Wiederbelebung verringert die Überlebenschance eines Menschen mit Herz-Kreislauf-Stillstand erheblich. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen wissen, was zu tun ist – und sich auch trauen zu helfen“, betont Dr. med. Paavo Beth, Leiter der Zentralen Notaufnahmen und Notaufnahmestationen in der Johannesstift Diakonie, zu der unter anderem das Martin Luther Krankenhaus, die Evangelische Elisabeth Klinik, das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau und das Evangelische Krankenhaus Hubertus gehören.

Jeder kann Leben retten – man muss sich nur trauen

Der „Welttag der Wiederbelebung“ („Restart a Heart Day“) wird jedes Jahr am 16. Oktober begangen und macht auf die Bedeutung der Laienreanimation aufmerksam. Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand entscheiden oft die ersten Minuten über Leben und Tod. Bis der Rettungsdienst eintrifft, können Ersthelfende durch eine sofort begonnene Herzdruckmassage wertvolle Zeit überbrücken und die Überlebenschancen deutlich verbessern. 

„Deutschland hat im Vergleich zu anderen europäischen Ländern leider eine deutlich geringere Laienreanimationsquote. In Ländern, die uns hier voraus sind, fällt auf, dass Wiederbelebungstrainings oftmals bereits im Schulkindalter beginnen“, erklärt Dr. Beth. Nach Schätzungen könnten bei einer Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laien in Deutschland jährlich bis zu 10.000 Leben zusätzlich gerettet werden. 

Mit Aktionen wie dem Reanimationstraining am Goethe-Gymnasium Lichterfelde möchte das Notfallteam der Johannesstift Diakonie dazu beitragen, dass auch junge Menschen im Ernstfall helfen können. Das Training soll Hemmungen vor der Ersten Hilfe abbauen und dazu beitragen, die Wiederbelebungsrate in Deutschland zu steigern. Denn eines gilt beim Herz-Kreislauf-Stillstand immer: Nichtstun ist die schlechteste Option.

Im Notfall richtig handeln: „Prüfen. Rufen. Drücken!“

  • Prüfen, ob die Person noch atmet.
  • Unter der Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen.
  • Wenn jemand nicht mehr atmet: Fest und mindestens 100 bis 120 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs kräftig drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. Das kann viele Minuten dauern.
  • Ist ein automatisierter externer Defibrillator (AED) in der Nähe, sollte dieser geholt und entsprechend der Sprachansagen eingesetzt werden.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 11.740 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Wohnen und Teilhabeangebote für Menschen mit Behinderungen
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Sozialberufen
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen