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Rooming-in von Anfang an

Großes Lob für besondere Versorgung von Frühgeborenen

Datum

Um sich für die besonders liebevolle Betreuung ihres zu früh geborenen Sohnes zu bedanken, machte sich Sophie Petermann aus dem brandenburgischen Wiesenburg/ Mark jetzt nochmals auf den Weg in die Lutherstadt. „Ich bin dem Team im Paul Gerhardt Stift sehr dankbar, dass ich als Frühchen-Mama von Anfang an die Möglichkeit hatte, rund um die Uhr für meinen Sohn da zu sein. Dafür wollte ich noch einmal Danke sagen“, so die 26-Jährige.

Schon ihr erster Sohn, der inzwischen zwei Jahre alt ist, sei als Frühchen zur Welt gekommen. Die damalige Klinik außerhalb von Wittenberg hätte jedoch nicht die Möglichkeit geboten, dass Mutter und Kind von Anfang an zusammen betreut werden. „Das ständige Pendeln zwischen Wochenbettstation, auf der ich lag, und Neonatologie, auf der mein Sohn lag, war schon eine
ziemliche Tortur. Als Mutter habe ich den unaufhörlichen Wunsch verspürt, bei meinem Kind zu sein, es selbst zu versorgen und keinen Moment zu verpassen. Dabei blieb die eigene Genesung auf der Strecke – selbst beim Essen, Schlafen oder der eigenen Hygiene hatte ich immer ein schlechtes Gewissen“, erinnert sie sich.

Umso positiver erlebte sie die Zeit nach der Geburt im Zentrum für Familiengesundheit im Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift, wo Mütter und zu früh geborene oder erkrankte Neugeborene von Anfang an gemeinsam betreut werden. „Die Möglichkeit, als Eltern rund um die Uhr bei seinem Frühchen zu sein und gemeinsam in einem Zimmer untergebracht
zu werden, hat den gesamten Aufenthalt deutlich entspannter gemacht“, berichtet sie.

Diese besondere Möglichkeit gibt es im Paul Gerhardt Stift bereits seit acht Jahren: „Das Konzept des ´Rooming-in von Anfang an auch für Früh- und erkrankte Neugeborene´ hat sich in unserer Klinik in den vergangenen Jahren etabliert und ich bin stolz und froh, dass damit ein großer Wunsch von mir in Erfüllung gegangen ist“, berichtet Stefan Barth, Chefarzt der Klinik für
Kinder- und Jugendmedizin am Paul Gerhardt Stift.

Die räumliche Nähe zwischen Entbindungs- und Wöchnerinnenstation in der 3. Etage und die direkt darüber liegende Kinderklinik sei schon immer von den Patientinnen gelobt worden, doch vor acht Jahren wollte man mit einem neuen Konzept die Bindung von Mutter und Kind von Anfang an noch stärker ermöglichen: „Aus der Idee, dass die Mütter von zu früh geborenen oder von kranken Neugeborenen von Anfang an auch mit auf der Kinderstation betreut werden, wurde ziemlich schnell ein Konzept, das ich mit meinem Kollegen Dr. med. Roger Rehfeld, Direktor des Zentrums für Familiengesundheit und Chefarzt der Frauenklinik am Paul Gerhardt Stift, erstellt habe“, so Barth. „Doch ohne den enormen Einsatz des gesamten Teams hätten wir dieses Konzept niemals so gut umsetzen können“, lobt er. Denn die Schwestern der Kinderstation mussten nun ja auch die Mütter im Wochenbett versorgen, beispielsweise auch nach einem Kaiserschnitt. „Es gab eine Reihe von teamübergreifenden Schulungen, die alle im Team mitgetragen haben – dafür sind wir wirklich dankbar“, so Barth und Rehfeld.

Seit 2018 werden pro Jahr etwa 100 Mütter und ihre Kinder von Anfang an gemeinsam in komplett intensivmedizinisch ausgestatteten Zimmern betreut– dies sei für die Bindung existenziell, betont Chefarzt Barth. Und das bestätigt auch Sophie Petermann: „Gerade in der emotionalen Zeit nach der Geburt war das für mich als Mama unglaublich wertvoll“, sagt sie. Es
habe ihr eine große Sicherheit gegeben und sie hätte sich jederzeit ernstgenommen gefühlt: „Entscheidungen wurden gemeinsam getroffen, unsere Einschätzungen als Eltern wurden gehört und berücksichtigt. Dieses vertrauensvolle Miteinander hat nicht nur ein gutes Gefühl vermittelt, sondern aus meiner Sicht auch dazu beigetragen, dass wir früher nach Hause
konnten.“

Das gesamte Team hätte sie als fachlich kompetent, herzlich und jederzeit ansprechbar erlebt: „Man hatte nie das Gefühl, nur eine Nummer zu sein, sondern wurde als Familie wahrgenommen und begleitet. Vielen Dank an das gesamte Team für die liebevolle Betreuung unseres Sohnes und für die Unterstützung auf unserem gemeinsamen Weg. Wir haben uns jederzeit gut aufgehoben gefühlt“, so Sophie Petermann.

Über das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift

Das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift in Lutherstadt Wittenberg ist eine Einrichtung der Paul Gerhardt Diakonie Krankenhaus und Pflege GmbH in Trägerschaft der Johannesstift Diakonie sowie der Paul-Gerhardt-Stiftung. Als Krankenhaus der Basisversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bieten wir neben einer hochwertigen Allgemein- und Notfallversorgung auch spezialisierte Fachbereiche und Zentren.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 11.740 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Wohnen und Teilhabeangebote für Menschen mit Behinderungen
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Sozialberufen
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen