Seit dem 1. August 2026 hat das Evangelische Herzzentrum Coswig mit Herrn PD Dr. med. habil. Hasan Bushnaq einen neuen Chefarzt. Der erfahrene Herzchirurg absolvierte sein Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und machte in seiner beruflichen Laufbahn schon einmal Station in Coswig. Als Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie tritt Herr PD Dr. Bushnaq die Nachfolge von Herrn PD Dr. med. Harald Hausmann an.
„Ich freue mich, dass ich mit meiner neuen Tätigkeit als Chefarzt quasi zurück nach Hause komme“, sagt PD Dr. Bushnaq. Nach seinem Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und seiner Ausbildung wirkte er langjährig an der Universitätsmedizin Halle und trug dort wesentlich zum Aufbau der Herzchirurgie bei.
Auch im Herzzentrum Coswig war Herr PD Dr. Bushnaq schon tätig – von 1999 bis 2001 als Facharzt auf der Intensivstation, wo er eine federführende Tätigkeit innehatte. „Schon damals war ich beeindruckt von den Mitarbeitenden und der Infrastruktur des Herzzentrums – und bis heute sind die personelle und die räumliche Ausstattung des Hauses ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in ganz Sachsen-Anhalt.“
Und so bringt der in Dubai geborene Facharzt nach weiteren leitenden Positionen, unter anderem als kommissarischer Leiter der Herzchirurgie an der Universitätsmedizin Rostock und zuletzt als Chefarzt am Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg an der Fulda in Hessen, seine klinische und operative Erfahrung nun wieder in seine Heimatregion ein.
„Ich freue mich, dass die Johannesstift Diakonie als Träger des Herzzentrums die Weiterentwicklung des Standortes aktiv mit unterstützt. So wollen wir hier verschiedene Schwerpunkte etablieren und das Herzzentrum als starke Einheit nicht nur gut für die Zukunft aufstellen, sondern in enger Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift in Wittenberg eine noch bessere Versorgung der Patient*innen in der Region gewährleisten.“
Mit dem Amtsantritt von PD Dr. Bushnaq baut die Klinik ihr medizinisches Angebot gezielt aus. Ein zentraler Schwerpunkt der Herzchirurgie in Coswig werden künftig minimalinvasive – und damit besonders sanfte – Operationsverfahren sein.
„Wenn die Herzkranzgefäße verengt oder verschlossen sind, können wir sie heute mithilfe minimalinvasiver Methoden überbrücken. Der große Vorteil: Das Brustbein muss dafür nicht mehr durchtrennt werden. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das einen deutlich kleineren Eingriff und eine viel schnellere Erholung“, erklärt der Herzchirurg.
Auch bei Standard-Bypass-Operationen am Herzen gibt es Neuerungen: Künftig werden verengte Herzkranzgefäße ausschließlich mit körpereigenen Arterien überbrückt. Bisher mussten dafür oft Venen, etwa aus dem Bein, entnommen werden – dieser zusätzliche Schnitt bleibt den Betroffenen nun erspart. „Ebenso können wir erkrankte Herzklappen künftig über sehr kleine Schnitte und besonders gewebeschonend reparieren oder ersetzen“, so PD Dr. Bushnaq weiter.
Weitere Schwerpunkte der Klinik umfassen die operative Behandlung von Herzrhythmusstörungen, die chirurgische Versorgung bei fortgeschrittener Herzschwäche sowie den Einsatz temporärer und dauerhafter Herzunterstützungssysteme (Kunstherzen). Abgerundet wird das erweiterte Leistungsspektrum durch die Behandlung komplexer Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) unter Einsatz modernster Prothesen, die in enger Kooperation mit der Gefäßchirurgie durchgeführt werden.
PD Dr. Bushnaq fasst sein Konzept zusammen: „Durch die enge Zusammenarbeit aller Experten im Herzzentrum können wir auf jeden Menschen ganz persönlich eingehen. Aus vielen verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entwickeln wir für jeden Patienten genau die Therapie, die am besten zu ihm passt – ganz individuell und maßgeschneidert.“
Ein zentrales Anliegen des neuen Chefarztes ist auch der vertrauensvolle Austausch mit den niedergelassenen Kolleg*innen sowie den zuweisenden Kliniken. „Ich freue mich darauf, meine Erfahrung wieder den Patientinnen und Patienten in Sachsen-Anhalt zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit dem Team in Coswig und unserem Träger, der Johannesstift Diakonie, ist es unser Ziel, eine verlässliche, individuelle und hochqualitative herzchirurgische Versorgung in
der Region anzubieten“, erklärt PD Dr. Bushnaq.
Das freut auch Franziska Klimm, die das Haus seit dem 1. Mai 2026 als Geschäftsführerin leitet: „Mit Herrn PD Dr. Bushnaq konnten wir einen Chefarzt gewinnen, der mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Herzchirurgie mitbringt. Dass er schon jetzt bei uns tätig ist, ermöglicht uns einen geordneten und kontinuierlichen Übergang im Wechsel der chefärztlichen Leitung der Herzchirurgie.“
Das begrüßt ebenso der Ärztliche Direktor und bisherige Chefarzt der Herzchirurgie, Herr PD Dr. Harald Hausmann, der seine Nachfolge schon frühzeitig plante. “Mein Vorgänger hat mich damals über ein Jahr begleitet. Für mich ist es selbstverständlich, dass auch ich für einen bestmöglichen Übergang sorge“, so PD Dr. Hausmann.
Zur Person
PD Dr. med. habil Hasan Bushnaq wurde 1969 in Dubai geboren. Nach seinem Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Saale war er unter anderem als Facharzt auf der Intensivstation im Herzzentrum Coswig, als Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Halle, als Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie an der Universitätsmedizin Rostock und zuletzt als Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie im Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg tätig.
Der erfahrene Herzchirurg hat in Mitteldeutschland zur Entwicklung der ersten mobilen ECMOEinheit beigetragen – einer speziellen intensivmedizinischen Behandlungseinheit für Menschen, deren Lunge oder Herz vorübergehend nicht mehr ausreichend arbeiten. Diese wird auch im Herzzentrum Coswig zur Notfallversorgung von Herzpatient*innen eingesetzt.
Über das Evangelische Herzzentrum Coswig
Das Evangelische Herzzentrum Coswig ist ein interdisziplinäres Zentrum für kardiovaskuläre Medizin und steht für moderne sowie fachübergreifende Herzmedizin. Als spezialisierte Fachklinik vereint das Herzzentrum die Kliniken für Herz- und Gefäßchirurgie, Kardiologie und Angiologie, Anästhesiologie und Intensivmedizin. Wir behandeln das gesamte Spektrum von Herzerkrankungen. Mit Ausnahme von Herztransplantationen setzen unsere Ärzt*innen alle modernen Diagnose- und Therapieverfahren in der kardiovaskulären Medizin ein. Die im Jahre 1998 eröffnete Klinik verfügt über 128 Betten und beschäftigt rund 320 Mitarbeiter*innen.
Über die Johannesstift Diakonie
Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 11.740 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:
- Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
- Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
- Wohnen und Teilhabeangebote für Menschen mit Behinderungen
- Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
- Arbeit, Beschäftigung und Soziales
- Ausbildung in der Gesundheits- und Sozialberufen
- Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen

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