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Pflegeberatung Beratungsgespräch §37 SGB XI - Ablauf & Tipps

Ein Beratungsgespräch nach §37 SGB XI dient dazu, die Qualität der häuslichen Pflege sicherzustellen und pflegende Angehörige zu unterstützen. In Berlin bieten wir, als zugelassene Einrichtung, diese Pflichtberatung an, um individuelle Pflegebedarfe zu analysieren und optimale Lösungen vorzuschlagen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Tipps zum Ablauf und mehr.

Ablauf der Beratung

  1. Besuch durch zugelassenen Pflegedienst
    Ein geschulter Pflegeberater kommt zu Ihnen nach Hause. Dabei prüft er die häusliche Umgebung, um sicherzustellen, dass die Pflegebedürftigen sicher und bedarfsgerecht betreut werden.
  2. Analyse der häuslichen Pflegesituation
    Der Pflegedienst erfasst den Ist-Zustand der Pflege: Welche Hilfsmittel werden genutzt? Welche Aufgaben übernehmen Angehörige? Gibt es gesundheitliche Risiken oder Defizite bei der Versorgung?
  3. Empfehlungen für Pflegehilfen
    Auf Basis der Analyse erhalten Sie konkrete Vorschläge:

    • Anschaffung oder Anpassung von Pflegehilfsmitteln wie Pflegebetten, Haltegriffen oder Notrufsystemen

    • Unterstützung durch zusätzliche Pflegekräfte oder Entlastungsdienste

    • Tipps zur Tagesstruktur und Medikamentengabe
     
  4. Dokumentation für die Pflegekasse
    Der Pflegedienst erstellt einen Nachweis über den Beratungseinsatz, der an die Pflegekasse weitergeleitet wird. Das sorgt dafür, dass Sie weiterhin Anspruch auf Pflegegeld behalten und mögliche Kürzungen vermeiden.

Praxis-Beispiele

Frau S. erhält einen Beratungseinsatz nach §37 SGB XI: Der Pflegedienst empfiehlt ein höhenverstellbares Pflegebett und dokumentiert den Einsatz für die Pflegekasse.

Herr T. hat Pflegegrad 3: Die Beratung zeigt, dass ein zusätzlicher ambulanter Pflegedienst stundenweise sinnvoll ist, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten.

Praktische Tipps für Pflegebedürftige und Angehörige:

  • Fragen vorbereiten: Notieren Sie alle Fragen zu Pflegegeld, Hilfsmitteln oder Entlastungsangeboten. So geht im Gespräch nichts verloren.
  • Fotos oder Skizzen nutzen: Visualisieren Sie Problemstellen in Ihrer Wohnung (enge Treppen, fehlende Haltegriffe).
  • Regelmäßig prüfen: Ein Beratungsgespräch sollte nicht einmalig sein – regelmäßige Besuche stellen sicher, dass die Pflege stets angepasst wird.
  • Unterlagen bereithalten: Pflegegrad-Bescheid, Medikationsliste, vorherige Pflegeberichte und Protokolle der Pflegekasse erleichtern die Beratung.
  • Hilfsmittel testen: Lassen Sie sich neue Pflegehilfen vor Ort zeigen und probieren, wie sie genutzt werden können.

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