Gleichzeitig wurde Dr. med. Fabian Tetzner als neuer Chefarzt der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin begrüßt.
Nach mehr als 25 Jahren als Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin sowie rund 13 Jahren als ehrenamtlicher Ärztlicher Direktor hinterlässt Dr. Reyle-Hahn deutliche Spuren in unserem Haus. Mit fachlicher Exzellenz, strategischem Weitblick, großem persönlichem Engagement und einer besonderen Verbundenheit zum Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau hat er die Entwicklung der Klinik über Jahrzehnte maßgeblich geprägt.
Gemeinsam mit Vorstand, Geschäftsführung, Pflegedirektion sowie zahlreichen Wegbegleiter*innen wurde auf eine außergewöhnliche Karriere zurückgeblickt. Den Auftakt machte Geschäftsführer Carsten Schaulinski mit einer ebenso humorvollen wie emotionalen Rede. Dabei erinnerte er an zahlreiche Meilensteine und würzte seine Ausführungen mit persönlichen Anekdoten – darunter Dr. Reyle-Hahns bekannte Leidenschaft für Excel-Tabellen, mit deren Hilfe er nicht nur Projekte und Veränderungen plante, sondern sogar seinen eigenen Übergang in den Ruhestand präsentierte.
Zu den zahlreichen Verdiensten von Dr. Reyle-Hahn zählen unter anderem der Aufbau des Ambulanten Operationszentrums (AOZ), die Mitgestaltung des Einstiegs des Evangelischen Waldkrankenhauses in die Berliner Notarztversorgung, die Organisation der interdisziplinären Intensivmedizin sowie die Koordination des Impfprogramms während der Corona-Pandemie. Darüber hinaus erlangte er als international anerkannter Spezialist für die Xenon-Anästhesie über viele Jahre hinweg große fachliche Anerkennung. Mit der Mitgründung der „Anästhesiewerkstatt Berlin“ und der Entwicklung von „AINS ToGo“ trug er zudem entscheidend dazu bei, eine der größten Fortbildungsplattformen für Anästhesie und Intensivmedizin in Deutschland zu etablieren.
Für viele Lacher sorgte das Vorlesen seiner damaligen Probezeitbeurteilung, die vor mehr als zwei Jahrzehnten die Empfehlung aussprach, ihn als Chefarzt im Waldkrankenhaus weiterzubeschäftigen – eine Entscheidung, deren Richtigkeit an diesem Nachmittag niemand infrage stellte.










Im weiteren Verlauf der Veranstaltung würdigten Vorstand Prof. Dr. med. Fritsche, Pflegedirektorin Andrea Lemke, der neue Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Rudolf Ott, der neue Chefarzt der Klinik der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin Dr. med. Fabian Tetzner sowie Prof. Dr. med. Ulrich Nöth die Zusammenarbeit mit Dr. med. Reyle-Hahn. Den emotionalen Höhepunkt bildeten schließlich seine eigenen Worte des Dankes an die Gäste.
Es wurde gelacht, erinnert und auch geweint. Die zahlreichen Beiträge machten deutlich, dass mit Dr. Reyle-Hahn nicht nur ein herausragender Mediziner und Führungspersönlichkeit verabschiedet wurde, sondern vor allem ein Mensch, der das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau über viele Jahre hinweg mitgeprägt hat.
Ganz verabschieden müssen wir uns jedoch nicht: Dr. Reyle-Hahn wird dem Haus weiterhin als Ärztlicher Leiter des Ambulanten Operationszentrums verbunden bleiben.
Beim anschließenden gemeinsamen Buffet, der Übergabe von Blumen und Geschenken sowie vielen persönlichen Gesprächen klang der Nachmittag in herzlicher Atmosphäre aus. Und während zwischen der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin und der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie noch augenzwinkernd die Frage nach der größten Abteilung des Hauses diskutiert wurde, bestand über eines Einigkeit: Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau verdankt Dr. Stephan-Matthias Reyle-Hahn sehr viel. In diesem Sinne bleibt das Zitat von Prof. Dr. Nöth – „Reibung erzeugt Wärme und Wärme erzeugt Wohlbefinden.“ – gestern, heute und morgen die Grundlage eines guten Miteinanders, fachlich wie vor allem persönlich.
Wir danken ihm von Herzen für seinen außergewöhnlichen Einsatz und wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und viele bereichernde Erfahrungen.
Über das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau
Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das 1947 gegründete Notfallkrankenhaus umfasst neun Fachabteilungen, vierzehn medizinische Zentren und 518 Betten. Jährlich versorgen wir rund 22.000 Patient*innen stationär und weitere 70.000 Patient*innen ambulant.
Die Behandlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Altersmedizin, Brustkrebs / Brustrekonstruktion, Chronische Wunden, Gefäßerkrankungen, Gelenke und künstlicher Gelenkersatz, Herz, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie und –urologie, Krebs, Magen / Darm, Rücken, Schwangerschaft und Geburt sowie Sport und Unfälle.
Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau betreibt drei Fachschulen: die Reha-Akademie Berlin für Physiotherapeut*innen, die Schule für Ergotherapie sowie gemeinsam mit dem Martin-Luther-Krankenhaus die Gesundheitsfachschule Berlin. Diese fungieren auch als Ausbildungsstätte des Krankenhauses.
Über die Johannesstift Diakonie
Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 11.400 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:
- Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
- Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
- Behindertenhilfe
- Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
- Arbeit, Beschäftigung und Soziales
- Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
- Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen



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