Über HoPaK
Das Projekt “HoPaK” (Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung von vulnerablen Patient*innengruppen, insbesondere im Krankenhaussetting) hat das Ziel, die Aufnahme- und Entlassprozesse besser an die Bedarfe und Bedürfnisse von vulnerablen Gruppen anzupassen.
Vulnerable Gruppen
Bei Patient*innen mit schweren körperlichen oder/ und geistigen Behinderungen mit palliativem Versorgungsbedarf stellt die Versorgung im Krankenhaussetting aber auch die Weiterversorgung nach Entlassung aus dem Krankenhaussetting eine Herausforderung dar.
In Kooperation mit der „Johannesstift Diakonie Proclusio“ und dem Berliner Forum "Vorsorge und Versorgung von Menschen mit Behinderung am Lebensende" betrachten wir bereits seit 2023 die Schwierigkeiten hinsichtlich einer palliativen Versorgung von Menschen mit Behinderungen.
Daraus resultierend wurden Tools und Bildungsformate zur Verbesserung der allgemeinen Versorgung im Krankenhaussetting entwickelt.
Für Menschen mit dementiellen Erkrankungen und palliativem Versorgungsbedarf stellt die Versorgung im Krankenhaussetting sowie die Weiterversorgung nach Entlassung aus dem Krankenhaussetting eine große Herausforderung dar. Diese Patient*innengruppe ist in besonderem Maße auf das individuelle Umfeld angewiesen. Die fremde Umgebung inklusive der Abläufe in einem Krankenhaus beeinträchtigen Menschen mit Demenz zusätzlich.
Durch interdisziplinäre Netzwerkarbeit und Sensibilisierung von Mitarbeitenden setzen wir uns für demenzsensible Abläufe in der Krankenhausversorgung ein.
Menschen ohne eigenen Wohnraum unterstützen wir gemeinsam mit der Koordinierungsstelle zur Versorgung Wohnungsloser mit lebensbegrenzender Erkrankung in Berlin.
Die Koordinierungsstelle wendet sich an alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in Strukturen der Palliativ- und Hospizarbeit, der Wohnungslosenhilfe und an die für die Belange wohnungsloser Menschen zuständigen Ämter und Institutionen. Ihr zentrales Ziel ist eine Hand-in-Hand-Versorgung wohnungsloser Menschen mit einer lebensbegrenzenden Erkrankung durch eine schwellenlose Versorgungskette.
Im Bereich des Justiz- und Maßregelvollzugs wird der bestehende Kontakt aufgenommen und ausgebaut. Gemeinsam mit den Einrichtungen soll erneut eruiert werden, welche konkreten Unterstützungsbedarfe für die Mitarbeitenden bestehen, um praxisnahe Arbeitshilfen und unterstützende Materialien zu erstellen. Unter anderem wird dem Bedarf nach einer zentralen Anlaufstelle für Fragen des Case Managements nachgegangen.
Vernetzungsarbeit
Für eine sektorenübergreifende palliative/ hospizliche Hand-in-Hand-Versorgung insgesamt und v. a. von vulnerablen Personengruppen bedarf es: Identifikationstools, intensive Abstimmungsprozesse, Betreuungskonzepte.
Grundlagen hierfür sind u. a.:
- Konzepte (Handlungspfade) für das Schnittstellenmanagement, klare Ansprechpartner*innen, Schnittstellenstrukturen mit Möglichkeiten des Datentransfers und Informationsaustausches
- Versorgungskonzepte in den jeweiligen Settings zur allgemeinen und ambulanten palliativen Versorgung.
- Austausch mit den Netzwerken zur Hospiz- und Palliativversorgung von vulnerablen Gruppen bzgl. Überleitungsprozessen zum/ vom Krankenhaus und Versorgung im Krankenhaus der Betroffenen (z.B. HPN oder GPV Spandau)
Austauschformat Berliner Forum
Das „Berliner Forum“ wurde 2022 im Rahmen des damaligen senatsgeförderten Projektes von Zukunftssicherung Berlin e. V. „LeBe“ („Verbesserung der Versorgung am Lebensende von Menschen mit Behinderung“) auf den Weg gebracht [Externer Link: www.charta-sterbende.de/handlungsfelder/palliativversorgung-von-menschen-mit-geistiger-behinderung/spezielles-projekt-lebe]. In das übergreifende Projekt HoPaK der Johannesstift Diakonie wurde das Forum dann ab 2024 integriert.
Es handelt sich um ein Fachgremium der Träger der Eingliederungshilfe, welches quartalsweise zusammenkommt. Bei jedem Treffen steht ein Fokusthema im Zentrum, wozu Fachpartner*innen zu Gastbeiträgen eingeladen werden. Aktuelle Themen aus der Versorgungspraxis und politische Handlungsbedarfe im Feld werden besprochen, die weitergetragen und -bearbeitet werden. Für die Praxis relevante Konzepte, Tools und Handlungsleitfäden erarbeiten die Mitglieder zudem gemeinsam, die im Feld pilotiert sowie evaluiert werden. Fallbesprechungen finden bei Bedarf statt.
Zentrale Ergebnisse der Forumsarbeit ab 2024 in Trägerschaft der Johannesstift Diakonie finden Sie im Bereich Downloads.
Bildungsarbeit
Im März 2025 fand der inklusive Workshop „Am Ende des Lebens …was macht mir Angst, was gibt mir Mut?“ statt. Dieser richtete sich an Menschen mit Behinderungen, Angehörige sowie Mitarbeitende der Johannesstift Diakonie Proclusio. Ziel des Workshops war es, sich gemeinsam über die Themen Sterben, Tod und Trauer auszutauschen, um herauszufinden, zu welchen Themen es weiteren Bedarf zum Austausch gibt, sodass auf Grundlage dessen ein Bildungsformat für Einrichtungen der Eingliederungshilfe entwickelt werden kann.
Auf Basis der Ergebnisse wurde das partizipative Bildungsformat „PalliativINKLUSIV“ entwickelt. Dieses richtet sich in erster Linie an Menschen mit Behinderungen sowie Mitarbeitende aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Zudem wurden auch die Perspektiven und Anliegen der Angehörigen mitgedacht. Es befindet sich aktuell in der Pilotierungsphase, wird anschließend evaluiert und möglichst weiteren Einrichtungen zur Verfügung gestellt.




Facebook
Instagram
YouTube
LinkedIn
Xing