Ein leeres Pflegebett ist kein Zeichen dafür, dass niemand Pflege braucht. Es kann bedeuten, dass Personal fehlt, Angebote wegfallen und Menschen keinen Platz bekommen, obwohl sie dringend Unterstützung brauchen.
Mit dem landesweiten Aktionstag "Das leere Pflegebett" machen die Johannesstift Diakonie und die LIGA der freien Wohlfahrtspflege - Spitzenverbände im Land Brandenburg heute darauf aufmerksam, welche Folgen das geplante Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) haben könnte.
Pflege & Wohnen ist an der Aktion mit Pflege & Wohnen am Wasserturm und das Gemeindepflegehaus Brieselang in Brandenburg beteiligt – gemeinsam mit Angehörigen, Bewohnenden sowie Mitarbeitenden.
“Ein leeres Bett ist kein Zufall – es ist ein Warnsignal. Wenn Menschen keinen Pflegeplatz mehr bekommen, weil Personal fehlt oder Angebote wegfallen, trifft das die Schwächsten zuerst. Wir brauchen jetzt eine Pflegereform, die Versorgung sichert – nicht eine, die sie gefährdet.”
Christoph Dürdoth, Vorstand der Johannesstift DiakonieWas konkret auf dem Spiel steht
Sollte das Gesetz wie geplant umgesetzt werden, drohen konkrete Folgen:
- Pflegedienste könnten ihre Fahrten reduzieren.
- Pflegeplätze könnten wegfallen.
- Beschäftigte müssten mit finanziellen Einbußen rechnen.
- Pflegende Angehörige würden noch stärker belastet.
Dabei ist längst klar: Wir brauchen nicht weniger Pflege, sondern mehr Pflegekräfte, verlässliche Angebote und eine Finanzierung, die Versorgung wirklich möglich macht. Pflege darf nicht kaputtgespart werden – nicht auf dem Rücken der Beschäftigten, nicht auf dem Rücken der Angehörigen und ganz sicher nicht auf dem Rücken der Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Darum unterstützt die Johannesstift Diakonie die Aktion "Das leere Pflegebett" und die Forderung nach einer Überarbeitung des Gesetzesentwurfs. Denn jedes leere Pflegebett kann am Ende einen Menschen bedeuten, der keinen Platz bekommt.
Die LIGA Brandenburg
Die LIGA der freien Wohlfahrtspflege im Land Brandenburg ist der Zusammenschluss der sechs großen Wohlfahrtsverbände – AWO, Caritas, DRK, Diakonie, Der Paritätische und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden. Sie vertritt die Interessen sozialer Einrichtungen und Dienste im Land, darunter auch zahlreiche Träger der Pflege.
Mehr Infos erhalten Sie hier: Aktion "Leeres Pflegebett" am 27.07.2026
Über die Johannesstift Diakonie
Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 11.740 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:
- Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
- Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
- Wohnen und Teilhabeangebote für Menschen mit Behinderungen
- Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
- Arbeit, Beschäftigung und Soziales
- Ausbildung in der Gesundheits- und Sozialberufen
- Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen

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