Digitalisierung für Mensch und Umwelt
Unsere Einrichtungen arbeiten heute fast vollständig digital. Das spart Ressourcen und verbessert die Abläufe – für Patient*innen, Bewohner*innen, Gäste und unsere Teams. Digitale Prozesse entlasten den Arbeitsalltag und schaffen Freiräume für das, was wirklich zählt: persönliche und zugewandte Betreuung.
Digitalisierung mit Weitblick
gefördert durch den Krankenhauszukunftsfonds
Mit Unterstützung des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) treiben wir die Digitalisierung unserer Einrichtungen gezielt voran. Möglich macht das der Krankenhauszukunftsfonds – ein Förderprogramm, das im Rahmen des EU-Investitionspakets „NextGenerationEU“ umgesetzt wird. Es ist Teil des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP).
Mit diesen Mitteln modernisieren wir unsere digitale Infrastruktur, verbessern die IT-Sicherheit und führen neue Anwendungen ein, die den Klinikalltag erleichtern und die Qualität der Versorgung erhöhen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere KHZG-geförderten Projekte sowie weitere Digitalisierungsmaßnahmen in der Johannesstift Diakonie vor.
Förderprojekte KHZG
Mit einem digitalen Patientenportal erweitern wir die Betreuung vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt um hilfreiche Online-Services.
Dazu gehören u. a. die digitale Terminvereinbarung, Anamnese, Bereitstellung von Untersuchungsergebnissen sowie der Dokumentenaustausch zwischen Patient*innen und unseren Kliniken. Auch Serviceangebote wie beispielsweise die Essensbestellung sollen digital nutzbar sein.
Das Portal wird als interaktive Website entwickelt und bis Ende 2025 in allen Krankenhäusern der Johannesstift Diakonie mindestens in einem Fachbereich eingeführt. Danach erfolgt der schrittweise Ausbau auf weitere Bereiche.
Hier geht`s zum Patientenportal
Ziel dieses Projekts ist die durchgängig digitale Erfassung aller Pflege- und Behandlungsprozesse. Dafür wird unser Krankenhausinformationssystem (KIS) umfassend weiterentwickelt.
Konkret geplant sind:
- mobile Dokumentation und Informationsabruf direkt am Behandlungsort
- automatische Übertragung von Vital-, Bild- und Messdaten aus Medizingeräten ins KIS
- vernetzte Datenweitergabe zwischen dem KIS und anderen Systemen
- schnelle Datenerfassung mittels Spracherkennung
So gestalten wir die klinische Dokumentation effizienter und entlasten unser Fachpersonal spürbar im Alltag.
Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz unterstützen wir unsere Teams bei medizinischen Entscheidungen. Die Technologie analysiert Patient*innendaten und gibt individuelle Hinweise auf mögliche Risiken oder Komplikationen – etwa auf eine drohende Sepsis oder einen intensivpflichtigen Verlauf.
Diese Empfehlungen stehen direkt in der digitalen Patientenakte zur Verfügung und können in die Behandlungsentscheidung einbezogen werden. So erhöhen wir die Sicherheit und Qualität der Versorgung und schaffen zugleich Entlastung für unsere Ärzt*innen und Pflegenden.
In der Klinik für MIC wird die Medikamentenverordnung bislang noch handschriftlich durchgeführt. Künftig soll dieser Prozess vollständig digital erfolgen: Ein neues Modul für das Medikationsmanagement wird in das bestehende Krankenhausinformationssystem (KIS) integriert.
Dieses Modul ermöglicht:
- Elektronische Verordnung und Dokumentation der Medikamentengabe
- Automatisches Einlesen und Erstellen des bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP) bei Aufnahme und Entlassung
- Abgleich der Medikation mit Vital- und demografischen Daten der Patient*innen
- Transparente Darstellung aller Schritte von der Verordnung bis zur Gabe
- Digitale Abstimmung mit der Lieferapotheke
Für Patient*innen erhöht sich damit die Sicherheit der Arzneimitteltherapie, da Wechselwirkungen und Kontraindikationen frühzeitig erkannt werden können. Für Mitarbeitende bedeutet die Digitalisierung eine deutliche Entlastung im Arbeitsalltag.
Mit dem Teleradiologie-Projekt schaffen wir die Möglichkeit, radiologische Daten standortübergreifend für Konsultationen bereitzustellen – innerhalb wie außerhalb der Johannesstift Diakonie.
Es sind folgende Anwendungsszenarien vorgesehen:
- Einzelne, fallbezogene Konsultationen – etwa für Zweitmeinungen oder im Rahmen klinischer Studien
- Regelmäßige Kooperationen, z. B. bei Tumorboards oder kontinuierlichen Überweisungen
- Digitale Bildübermittlung durch Patient*innen vor oder nach einer Behandlung über das Patientenportal
So stärken wir die Vernetzung im Gesundheitswesen und erleichtern sowohl Fachkräften als auch Patient*innen den Zugang zu radiologischen Befunden.
Hier erfahren Sie mehr über unser Teleradiologie-Portal für Patient*innen und Zuweisende.
Weitere digitale Projekte
In der Einrichtung Pflege & Wohnen Anna Maria Gerhardt nutzen wir bereits die voize App – eine KI-basierte Sprachlösung für die Pflegedokumentation.
Mitarbeitende können Pflegeberichte, Vitalwerte oder Bewegungsprotokolle einfach ins Smartphone sprechen. Die App erstellt automatisch die passende Dokumentation und überträgt diese ins System. Das spart wertvolle Zeit – für mehr persönliche Zuwendung und weniger Schreibaufwand.
Lesen Sie in einem Beitrag des Tagesspiegels mehr über voize in der Johannesstift Diakonie.
In unserer Einrichtung Pflege & Wohnen Sunpark fand in Kooperation mit der Berliner Hochschule für Technik die Praxiserprobung des Atemroboters Neffy statt.
Der Atemroboter Neffy, entwickelt von Studierenden des Studiengangs Humanoide Robotik, soll Menschen helfen, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen. Das sanfte Heben und Senken seines Körpers lädt dazu ein, die Hände auf seine Schultern zu legen und intuitiv den Atemrhythmus zu synchronisieren.
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