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Pflegeprofi mit Herz und Haltung

Doran Mucha, Mitarbeiter der Johannesstift Diakonie, gewinnt in Berlin!

Pflegeprofi mit Blumenstrauß

Doran Mucha ist nicht nur ein außergewöhnlicher Mensch, sondern auch leidenschaftlicher Pflegeprofi. Der Gesundheits- und Krankenpfleger der Evangelischen Elisabeth Klinik wurde jetzt mit dem Titel "Deutschlands beliebtester Pflegeprofi – Landessieger Berlin" ausgezeichnet. Ein Titel, den er sich mehr als verdient hat – denn Doran ist nicht nur fachlich top, sondern auch menschlich ein Gewinn. Die Fachrichtung, für die sein besonders Herz schlägt, ist dieTransgenderchirurgie. Hier sorgt er mit seinen Kolleg*innen im Team für ein Umfeld, das Patient*innen Geborgenheit, Respekt, Vertrauen und Verständnis für ihre außergewöhnliche Situation bietet.

Ich habe in queeren Clubs gearbeitet, war Koch und Nachtclub-Manager – aber erst in der Pflege habe ich gefunden, was ich wirklich gesucht habe."

Ein Rekord-Wettbewerb – und ein verdienter Sieger

Seit 2017 zeichnet der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) Pflegekräfte aus, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen – bei ihren Teams und ihren Patient*innen. In diesem Jahr wurden rund 3.100 Pflegeprofis in ganz Deutschland nominiert, über 140.000 Stimmen wurden online abgegeben. So viele wie nie zuvor. Jedes Bundesland hat nun eine*n Pflegeprofi. In Berlin fiel die Wahl klar auf Doran Mucha – Pflegefachkraft auf Station 3a der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie und Transgenderchirurgie.

Für Doran selbst kam der Sieg überraschend. „Schon die Nominierung war eine riesige Anerkennung. Dass ich tatsächlich gewinne, hätte ich nie gedacht”, sagt er – und strahlt dabei über beide Ohren.

Doran Mucha im Interview

Pflege mit Feingefühl – besonders in der Transgenderchirurgie

Wer mit Transgenderpatient*innen arbeitet, weiß: Hier braucht es mehr als medizinisches Wissen. Es geht um Sensibilität, Zuhören, Vertrauen und Sicherheit. Dr. med. Sascha Bull, stellvertretender Chefarzt, bringt es auf den Punkt: „Hier braucht man Menschen, die gut ins #TeamELI passen." Das passt auf jeden Fall. In der Nominierung wird Doran für seine „Hingabe, Empathie, Fürsorge und sein Talent, eine Vertrauensbasis zu schaffen", ausdrücklich gelobt.

Quereinstieg mit Lebenshunger – vom Nachtclub zur Klinik

Doran kommt ursprünglich aus den Niederlanden. Nach einem bewegten Berufsleben in Amsterdam und Berlin – unter anderem als Schweißer, Schauspieler, Verkäufer, Partyorganisator und Nachtclub-Manager – war für ihn irgendwann klar: „Bier öffnen kann jeder. Aber ich wollte mehr."

Mehr Sinn. Mehr Tiefe. Mehr Begegnung. So kam er zur Pflege.

Er lernte den Beruf von Grund auf und schloss im Oktober 2022 seine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ab. Seitdem ist er Teil der Evangelischen Elisabeth Klinik – und fühlt sich endlich angekommen.

Nähe macht den Unterschied – warum Pflege so erfüllend sein kann

Gerade in der Transgenderchirurgie bleiben Patient*innen oft länger – viele kommen mehrfach. „Wir begleiten sie auf einem sehr persönlichen Weg. Da entstehen intensive Beziehungen", erzählt Doran. Für ihn ist das nicht belastend, sondern erfüllend. "Es ist schön, Menschen in einem so wichtigen Moment ihres Lebens zu unterstützen."

Die Kombination aus fachlicher Herausforderung und menschlicher Tiefe macht diesen Bereich der Pflege für ihn so besonders. Und klar ist: Doran will noch mehr lernen. Angespornt durch den Preis plant er nun ein Studium zum Bachelor of Nursing – mit Fokus auf die Transgenderchirurgie.

Lust auf Pflege mit Haltung? Komm ins Team ELI!

Doran Mucha zeigt, wie vielfältig, sinnstiftend und erfüllend ein Job in der Pflege sein kann – gerade für Quereinsteiger*innen. Sein Weg ist ein starkes Beispiel dafür, dass man auch später noch ankommen kann. Und dass Pflege mehr bietet, als viele denken: nämlich Verantwortung, Nähe, echtes Teamgefühl und viele Entwicklungsmöglichkeiten.