Werte im Alltag sichtbar machen
Die Johannesstift Diakonie ist ein werteorientiertes Unternehmen mit evangelischen Wurzeln. Respekt, Verlässlichkeit und Verantwortung prägen den Umgang miteinander – im Team ebenso wie in der Begleitung der Menschen, die unsere Einrichtungen aufsuchen.
Mit der Agenda 2030 entwickeln wir unsere Unternehmenskultur gezielt weiter. Ziel ist eine Arbeitsumgebung, in der sich alle Mitarbeitendensicher, wertgeschätzt und wirksam fühlen – unabhängig von Herkunft, Alter, Religion, Geschlecht oder Lebensentwurf. Dazu stärken wir eine Führungskultur, die Orientierung gibt, Vertrauen fördert und gemeinsames Handeln ermöglicht. Auch ein klarer Dachmarkenauftritt und ökologische Nachhaltigkeit sind Teil dieses Verständnisses und tragen zur Zukunftsfähigkeit der Johannesstift Diakonie bei.
Service und Zuwendung im gesamten Konzern
Ein zentrales Element dieser Kultur ist seit über zehn Jahren das Programm „Service & Zuwendung“, das unsere Haltung gegenüber Patient*innen, Bewohner*innen und Gästen prägt. Ursprünglich in den Krankenhäusern entwickelt, wurde das Konzept 2025 auf weitere Bereiche wie das Pflege & Wohnen der Johannesstift Diakonie ausgeweitet.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen den Aufenthalt in unseren Einrichtungen erleben. Hierzu hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe konkrete Maßnahmen entwickelt, um diese “Erlebnisqualität” im Alltag zu stärken. Menschen sollen sich in der Johannesstift Diakonie nicht nur gut versorgt fühlen, sondern auch willkommen und ernst genommen. Die daraus entstandenen Service-Leitsätze dienen vielen unserer Einrichtungen als gemeinsames Credo und schaffen eine konzernübergreifende Verbindung.
Hierfür begleiten Servicebotschafter*innen diesen Prozess. Sie unterstützen Teams dabei, die Leitgedanken im Alltag umzusetzen, sensibilisieren für die Bedürfnisse der uns anvertrauten Menschen und ihren Angehörigen und geben Impulse für Verbesserungen. Auch regelmäßige Audits und ein eigenes Qualitätssiegel tragen dazu bei, Service und Zuwendung sichtbar und messbar zu machen.
Netzwerk Diversität: Vielfalt bewusst gestalten
Zur Unternehmenskultur gehört auch eine offene und vielfältige Arbeitswelt. Die Johannesstift Diakonie beschäftigt Menschen aus vielen Nationen und unterschiedlichen Lebensrealitäten. Diese Vielfalt ist eine Stärke – sie erweitert Perspektiven, fördert gegenseitiges Lernen und spiegelt die Gesellschaft wider, in der wir leben und arbeiten.
Ihre Haltung unterstrich die Johannesstift Diakonie 2025 mit der Veröffentlichung des Statements für Diversität und gegen Diskriminierung. Die darin formulierten Maßnahmen sind schon jetzt überwiegend umgesetzt oder befinden sich derzeit im Roll-Out.
Das 2024 gegründete Netzwerk Diversität ist auf mehr als 40 Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen des Konzerns gewachsen und hat sich damit mehr als verdoppelt. In 95 Prozent der Gesellschaften wurden zudem Diversitätsbeauftragte benannt, die sich für ein respektvolles Miteinander und gegen Diskriminierung einsetzen.
Das Netzwerk Diversität organisiert Veranstaltungen, beteiligt sich an internen Formaten und macht Vielfalt im Unternehmen sichtbar – etwa durch Aktionen, Fortbildungen und Informationsangebote für Mitarbeitende. Auch nach außen setzt die Johannesstift Diakonie damit ein Zeichen, zum Beispiel durch ihre Beteiligung am Christopher Street Day in unterschiedlichen Städten.
Austausch über Kultur und Zusammenarbeit
Ein wichtiger Raum für den Austausch zum Thema Identität & Kultur sind die Kulturtage, die regelmäßig Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen der Johannesstift Diakonie zusammenbringen. Auch 2025 fanden wieder zwei Veranstaltungen statt.
Der erste Kulturtag beschäftigte sich mit dem Umgang mit Rassismus im Arbeitsalltag. Rund 100 Teilnehmende diskutierten gemeinsam mit Expert*innen des Anti-Rassismus Informations-Centrum NRW e.V. (ARIC-NRW) über konkrete Situationen aus dem Berufsalltag und darüber, wie Mitarbeitende Betroffene unterstützen und diskriminierenden Äußerungen begegnen können.
Beim zweiten Kulturtag stand unter dem Titel „Gemeinsam Arbeit neu denken“ die Frage im Mittelpunkt, wie sich neue Arbeitsformen und Beteiligungskultur in der Johannesstift Diakonie weiterentwickeln lassen. Impulse aus Theologie, Personalentwicklung und Kulturarbeit zeigten, wie die Themen „Verantwortung teilen", „Vertrauen stärken" und „Sinn im Arbeitsalltag" erlebbar werden können.
Identität durch gemeinsames Handeln
Initiativen wie Service & Zuwendung, das Netzwerk Diversität und die Kulturtage zeigen, wie Unternehmenskultur konkret gelebt wird. Eine starke Identität entsteht durch gemeinsames Handeln – sie verbindet Mitarbeitende über Berufsgruppen und Standorte hinweg.
Eine gelebte Wertebasis schafft Vertrauen, fördert die Zusammenarbeit und stärkt die Bindung der Mitarbeitenden. So trägt unsere Kultur dazu bei, die Johannesstift Diakonie als verlässliche Arbeitgeberin und starke diakonische Organisation langfristig zu positionieren und die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen.