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Ukraine-Hilfe

Medizinische Versorgung und menschliche Zuwendung – die Johannesstift Diakonie und das Evangelische Johannesstift mobilisieren alle Kräfte, um Menschen in und aus der Ukraine beizustehen. 

Flagge der Ukraine mit dem Logo der Johannesstift Diakonie und dem Logo des Evangelischen Johannesstifts.

Hilfe & Zuwendung für die Ukraine

Menschen in größter Not beizustehen und ihre körperlichen und seelischen Verletzungen zu lindern, entspricht dem diakonischen Selbstverständnis unseres Unternehmens. Seit Kriegsbeginn leisten die Johannesstift Diakonie und der Evangelische Johannesstift gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden tatkräftige Unterstützung in der Versorgung von Menschen in und aus der Ukraine.

Icon: Ausgestreckte Hand mit Herz

Unterstützen Sie die Opfer des Kriegs in der Ukraine

Damit wir Unterkünfte für geflüchtete Menschen in Berlin mit Möbeln ausstatten können und gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern medizinische Hilfslieferungen ins Kriegsgebiet veranlassen können, benötigt die Stiftung Ihre Spenden.

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Igor Moskalik und zwei Frauen

23.05.2022

Hilfsmittel für ein Krankenhaus und eine Pflegeeinrichtung in der Ukraine

Als sich Ende April spontan ein Mann aus der Ukraine ankündigte, halfen viele Mitarbeitende des Evangelischen Johannesstifts und der Johannesstift Diakonie dabei, seine Mission zu erfüllen: Schon seit vielen Jahren bringt Igor Moskalik mit seiner Organisation „Elion“ schwerkranke Menschen aus der Ukraine nach Deutschland. Im Vorfeld organisiert er medizinische Betreuung und Wohnmöglichkeiten. Für den Rückweg belädt er seinen Transporter dann mit Hilfsmaterialien. 

Der Kontakt zwischen ihm und dem Johannesstift ist in den letzten Monaten über eine aus der Ukraine geflüchtete Frau entstanden, die im Johannesstift wohnt. Schon dreimal kam Igor Moskalik seit Beginn des Krieges ins Johannesstift. Er hat ein blindes Mädchen, einen kranken Mann mit seiner Familie und vor ein paar Wochen zwei schwerkranke Frauen von der Ukraine nach Deutschland gebracht. „Er kann nur dann nach Deutschland kommen, wenn er weiß, wo er die Menschen unterbringen kann. Desto mehr freut er sich, dass sie bei uns eine gute Betreuung und ein Zuhause finden, wenn auch nur vorübergehend“, so Regina Chayka, Sozialarbeiterin aus der Johannesstift Diakonie Behindertenhilfe und zugleich Übersetzerin der Gespräche in der aktuellen Krise. 

Sein Besuch am 26. April wurde ziemlich spontan angekündigt. Erst nachmittags wurde klar, dass er am nächsten Morgen mit einem Fahrzeug voller Hilfsmittel an die Grenze fahren wollte. Die Mitarbeitenden im Lager am Westhafen des ServiceCenters Einkauf und Logistik der Johannesstift Diakonie Services machten es möglich. Noch am selben Abend stellten sie ihm insgesamt 17.000 Artikel im Wert von 3.760 Euro für ein Krankenhaus und eine Pflegeeinrichtung in der Ukraine zusammen, vor allem Windeln für Kinder und Inkontinenzmaterialien für Erwachsene. Nach wenigen Stunden Schlaf fuhr Igor Moskalik am nächsten Morgen wieder zur Grenze. 

Möglich wurde das aber nicht nur durch die Spontaneität aller Mitarbeitenden, sondern vor allem auch durch all unsere großzügigen Spender*innen. Die Hilfsmittel wurden mit Ihren Spenden finanziert! Herzlichen Dank dafür.

Irina und Antoliy Nimenko

10.05.2022

Neue Heimat Johannesstift

Ukrainische Familie findet Arbeit, Wohnung und neue Freunde

Irina (40) und Anatoliy Nimenko (43) sind im Berliner Alltag angekommen. Sie sind zwei von mehreren Zehntausend Geflüchteten aus der Ukraine, die Anfang März in Berlin Schutz und Sicherheit gefunden haben. Seit dem 6. März lebt das Paar auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts. Schnell haben sie selbst mit angepackt als Ehrenamtliche in PAULS Mensa, der Kantine für Bewohnende, Mitarbeitende und Gäste des Geländes. Inzwischen sind sie fest angestellt bei DiaLOG-IN der Johannesstift Diakonie Behindertenhilfe. Das Projekt bietet Sprachkurse, Beratung, Coaching und Begleitung für Menschen mit Beeinträchtigung und Migrationshintergrund. Irina und Antoliy Nimenko konnten ihre Tochter aus der Ukraine nachholen und sind im Johannesstift in eine eigene Wohnung gezogen.

Als sie auf dem Gelände ankamen, konnten sie kaum fassen, dass ihr altes Leben vorbei ist. Trotzdem entschieden sie sich sofort, freiwillig anzupacken. Anatoliy ist gelernter Koch und freute sich, dass er ein bisschen was zurückgeben kann: „Wir wurden von wunderbaren Menschen empfangen und unterstützt. Sie haben uns sehr geholfen, uns ein Dach über dem Kopf, Essen und moralische Unterstützung gegeben. Wir konnten unsere Dankbarkeit nicht in Worte fassen, also beschlossen wir, zu helfen. Wir begannen, Ukrainer zu ernähren, Flüchtlinge wie wir.“

Für einige Wochen halfen sie in PAULS Mensa: Sie servierten Frühstück, putzten, kochten mittags und abends für die anderen knapp 100 Geflüchteten und erledigten alles andere, was in einer so großen Küche anfällt. „Alles war neu, anders. Die Menschen, die Umgebung, die Art zu arbeiten.“ Trotz allem gab es auch lustige Momente, sagt Irina: „Wir sprechen kein Deutsch, unsere neuen Kolleginnen und Kollegen kein Russisch. Das ist schon komisch, wenn wir versuchen uns gegenseitig etwas zu erklären.“

Irina und Anatoliy Nimenko sind in ihrer Nachbarschaft im Johannesstift gut integriert. Sie lernen Deutsch. Sie haben Arbeit, eine eigene Wohnung und neue Freunde gefunden. Doch sie machen sich noch immer große Sorgen um Familie und Freunde zuhause in Charkiw: „Wir telefonieren jeden Tag mit ihnen und versuchen natürlich auch, von Berlin aus zu helfen“, sagt Irina. Dann fügt sie hinzu: „Dieser Krieg hat unser Leben verändert. Und obwohl wir der Religion nie sehr nahe standen, beten wir jeden Tag für die Menschen und unser Land. Und die Hoffnung kommt mit unserer Liebe. Die Liebe wird die Welt retten, Liebe in all ihren Formen.“

Mehrere Menschen präsentieren Kuchen

04.05.2022

Kuchenverkauf für die Ukraine

Evangelisches Krankenhaus Hubertus spendet 1.000 Euro

Am Montag, den 2. Mai veranstaltete das Team der Chirurgie und Geriatrie im Evangelischen Krankenhaus Hubertus einen Kuchenbasar zugunsten der Ukraine. Die eingenommene Summe von 890,00 Euro rundet die Geschäftsführung auf 1.000 Euro auf. Das Geld kommt der Nothilfe Ukraine der Aktion Deutschland Hilft zugute. 

„Die Idee kam von unserer Stationsärztin Frau Hannemann“, erklärt Veronika Rose, Bereichsleiterin der Station 1 für Orthopädie, Unfallchirurgie und Geriatrie: „Und dann haben wir mit unseren Mitarbeitenden gesprochen, die sofort begeistert waren. Sogar Kolleginnen, die eigentlich im Mutterschutz sind haben mitgebacken. Insgesamt waren es dann über 20 Kuchen.“

Doch nicht nur die Bäcker*innen, sondern auch die Kuchenesser*innen haben alles gegeben und bei einem Verkaufspreis von drei Euro pro Stück gerne aufgerundet, sagt Frau Rose: „Ein Team hat zum Beispiel im Wert von 90 Euro für die ganze Station eingekauft, aber am Ende 150 Euro bezahlt.“

Ukrainisch-orthodoxe Osterfeier auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts
Ukrainisch-orthodoxe Osterfeier auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts
Ukrainisch-orthodoxe Osterfeier auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts
Ukrainisch-orthodoxe Osterfeier auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts

28.04.2022

Fest der Begegnungen

Ukrainisch-orthodoxe Osterfeier auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts

172 geflüchtete Menschen aus der Ukraine leben aktuell auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts, im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau und anderen Einrichtungen der Johannesstift Diakonie. Viele von ihnen sind orthodoxe Christen. Bei ihnen gilt die Auferstehung Jesu von den Toten als das größte Fest des Jahres. Weil sich die orthodoxe Kirche nach dem alten julianischen Kalender richtet, feiert sie Ostern eine Woche später. Grund genug für ein bewegendes Fest, das die Herzen der großen und kleinen Gäste berührte.

Die Idee zu diesem ökumenischen Osterfest im Rosengarten entstand in der Koordinierungsgruppe für Geflüchtete. Viktor Weber, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde zu Staaken, der kasachische Wurzeln hat, spricht die Sprache der Geflüchteten und versteht, was sie in dieser schwierigen Situation brauchen: Halt, Geborgenheit, Zuversicht. Was passt da besser als ein österliches Fest mit einem kleinen feierlichen Gottesdienst. Der neu errichtete „Dom der Begegnung“ im Rosengarten bot vielen Menschen Platz. Wer nicht mehr reinkam, lauschte vor der Tür den Worten.

Vor allem für die Kinder war es ein Tag voller Freude: Sie suchten Ostereier und den Osterhasen, und spielten bei herrlichem Sonnenwetter auf dem weitläufigen Gelände. „Das Fest war rundherum gelungen“, freute sich auch Stiftsvorsteherin Anne Hanhörster, die die „Jeder-bringt-was-mit-Party“ aus vollem Herzen unterstützte. Den Kuchen und traditionelle ukrainische Speisen zum Osterfest brachen übrigens die Gäste aus der Ukraine mit.

Das Albert-Schweitzer-Haus hinter blühenden Bäumen.

19.04.2022

Schule für ukrainische Kinder

Geflüchtete Lehrerinnen unterrichten im Johannesstift

Im Evangelischen Johannesstift hat eine selbstorganisierte Schule für ukrainische Kinder eröffnet. Mehrere geflüchtete Lehrerinnen unterrichten insgesamt 22 Kinder im Grundschulalter. Der Unterricht findet in zwei Gruppen statt, einmal für die 6- bis 9-Jährigen und einmal für die 10- bis 12-Jährigen. Die Kinder wohnen auf dem Gelände an der Schönwalder Allee 26 und im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau.

Die Lehrerinnen unterrichten in den Fächern, für die sie ausgebildet sind, wie Mathematik, Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Sport. „Sie organisieren sich selbst. Wir haben ihnen das Material und technische Geräte wie einen Drucker und auch Internet zur Verfügung gestellt. Das Lehrmaterial wie zum Beispiel digitalisierte Lehrbücher haben die Pädagoginnen selbst“, berichtet Lukas Kruse, Gemeinwesendiakon an der Schönwalder Allee 26 und Mitglied der Koordinierungsgruppe für die Ukraine-Hilfe der Stiftung Evangelisches Johannesstift und der Johannesstift Diakonie.

Dort war die Idee für die Schule entstanden. „Es war schnell klar, dass wir Bildungsangebote für die Kinder brauchen, um ihnen eine Tagesstruktur zu bieten. Das Angebot soll vorbereiten auf die Eingliederung in die Regelschulen des Bezirks“, sagt Lukas Kruse. Andreas Lorch, Geschäftsführer der Johannesstift Diakonie Jugendhilfe, hatte die Idee für den Unterricht in Eigenregie, die Koordinierungsgruppe entwickelte sie weiter. Während der Registrierung der Geflüchteten war aufgefallen, dass Lehrerinnen dabei waren. Lukas Kruse organisierte einen Raum und sprach diese an. Wenige Tage später begann der Schulunterricht.

Eines fiel dabei auf: Die Zahl der Schüler*innen ist niedriger als erwartet. „Viele Kinder werden online beschult, zum Teil aus der Ukraine und zum Teil von dort, wo ihre Lehrer*innen gerade sind“, erklärt Lukas Kruse.

Marion Potzies (links) und Regina Cheyka vor dem ehemaligen Vorstandgebäude. Hier leben jetzt geflüchtete Familien aus der Ukraine.

31.03.2022

Ein Herz für Kinder und Schwangere

Auch das Mobile Lotsenteam des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau ist inzwischen ein wichtiger Baustein in der Betreuung ukrainischer Geflüchteter. Zusammen mit dem Bezirk Spandau kümmert sich das Team seit 2017 darum, Kinder unter zwölf Jahren mit Fluchthintergrund, ihre Familien und Schwangere langfristig in das Gesundheitssystem zu integrieren. 

Zum Team der Frühen Hilfen unter der Leitung von Dr. med. Julia Grieb gehört unter anderem Marion Potzies, Kinderkrankenschwester und sozialpädagogische Fachkraft. Gemeinsam mit Sozialarbeiterin Regina Cheyka aus der Behindertenhilfe der Johannesstift Diakonie betreut sie eng Kinder und Schwangere, die aus der Ukraine geflüchtet und in den verschiedenen Unterkünften auf dem Gelände des Waldkrankenhauses und auf dem Stiftsgelände an der Schönwalder Allee angekommen sind. „Wir machen zuerst eine akute Bestandsaufnahme. Wie geht es den Kindern? Sind sie krank? Welche Impfungen haben sie? Zeigen sie Verhaltensauffälligkeiten, die auf eine Traumatisierung, Vernachlässigung oder Krankheiten hindeuten? Haben Sie Spielzeug und wetterfeste Kleidung? Gibt‘s Wickeltische und Erstausstattung für Säuglinge? Es sind viele Themen, die gerade aufkommen.“ Sie schaut sogar, ob Wickeltische in den Unterkünften zur Verfügung stehen. Die fehlen allerdings meistens. 

Regina Cheyka ist Russin und übersetzt die Gespräche. Gemeinsam versuchen die beiden, Vertrauen zu den Familien aufzubauen. „Die Frauen und Kinder sind inzwischen angekommen, haben sich eingelebt und die Grundbedürfnisse sind gesichert. Nun werden wir eine Gesundheitssprechstunde einführen, um Bedarfe zu erkennen und rechtzeitig präventiv zu unterstützen.“ Marion Potzies: „Wir beginnen immer mit einem Beratungsgespräch, um die Familien kennenzulernen und dabei zu erkennen, ob eine akute oder auch langfristige kinderärztliche Versorgung nötig ist. Diese erfolgt dann in enger Absprache mit den Kinderärzt*innen im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau und niedergelassen Ärzte*innen im Bezirk.“ 

Ein besonderes Augenmerk haben die beiden Frauen auch auf die Schwangeren. „Wir müssen kultursensibel vorgehen. Vielen geht es nach dieser Flucht und den Erlebnissen schlecht. Hinter ihnen liegen die strapaziöseReise, Wochen der Angst und Unsicherheit. Somit ist es wichtig, eine eventuell vorliegende Risikoschwangerschaft zu identifizieren und dann in die ärztliche Vorsorge und Kontrolle der Geburtshilfe einbinden.“ 

Das Mobile Lotsenteam betreut aktuell sieben Flüchtlingsunterkünfte und elf verschiedene Familien- und Stadtteilzentren sowie Beratungsstellen im Bezirk, in denen sie regelmäßige Sprechstunden anbieten. Zusätzlich leben nun Geflüchtete aus der Ukraine im Bezirk, beispielsweise im Haus 11 im Evangelischen Waldkrankenhaus, in dem früher der Vorstand der Johannesstift Diakonie seine Büros hatte. „Auch auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstiftes sind wir regelmäßig zur Beratungssprechstunde, wo derzeit viele Familien untergebracht sind.“ Eine der bezirklichen Unterkünfte befindet sich am Rohrdamm in Spandau: 240 Menschen sind hier untergebracht, es handelt sich überwiegend um Mütter mit Kindern, davon auch chronisch Erkrankte. 

Mit jedem Fixateur wird in der Ukraine eine*r Patient*in ein Arm oder Bein gerettet.

30.03.2022

Weitere Hilfslieferungen zur Behandlung von Knochenbrüchen und Wunden

Nach einer erfolgreichen Lieferung von OP-Sets zur Versorgung von Knochenbrüchen an ein ukrainisches Krankenhaus haben die Johannesstift Diakonie und die Ukraine-Hilfe Berlin ihre Zusammenarbeit jetzt intensiviert.

Prof. Dr. med. Lutz Fritsche, Vorstandsmitglied der Johannesstift Diakonie: „Unser Einkauf beschafft für die Ukraine-Hilfe derzeit dringend benötigtes medizinisches Material in größeren Mengen. Wir kaufen beispielweise alle verfügbaren Fixateur Externe Systeme zur Erstversorgung komplizierter Knochenbrüche.“

Unterstützung gibt es dabei von dem Unternehmen Stryker. Der Hersteller für Medizintechnik hat sich bereit erklärt, ein Drittel der Kosten zu übernehmen. „Über so viel Teamarbeit freuen wir uns natürlich sehr und bedanken uns für die Beteiligung“, so Fritsche.

Mit jedem Fixateur wird in der Ukraine eine*r Patient*in ein Arm oder Bein gerettet. Zum Hilfspaket gehören außerdem Vakuum-Verbände, mit denen akute, schlecht heilende Wunden versorgt werden können. Dabei wird der luftdichte Verband über einen Schlauch mit einer Pumpe verbunden, die Wundflüssigkeit absaugt und einen Unterdruck erzeugt. Das erhöht die Durchblutung der Wunde und hält sie feucht, was die Heilung fördert. Die Vakuum-Verbände funktionieren über Akkus, die an Generatoren aufgeladen werden, die von der Ukraine-Hilfe bereits geliefert wurden.

Gespendete Kleidung in Regalen

24.03.2022

Spendenausgabestelle im Johannesstift eröffnet 

Erstmals in dieser Woche öffnete auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts eine Spendenausgabestelle für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind. 

Viele Menschen, die im Johannesstift leben, arbeiten oder dem Stift anderweitig verbunden sind, hatten seit Kriegsbeginn zahlreiche Sachspenden zusammengetragen. Hygieneartikel, Kleidung, Spielzeug, Decken oder Schlafsäcke beispielsweise, aber auch Kochzubehör, Lebensmittel oder Kinderwägen. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer*innen, die alles sortieren und verteilen, kann die Spendenausgabestelle jetzt dreimal wöchentlich für jeweils zwei Stunden öffnen. 

Für die etwa 130 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, die vor Gewalt und Zerstörung mit nur wenig Hab und Gut geflohen sind und jetzt im Johannesstift und auf dem Gelände des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau leben, sowie alle anderen geflüchteten Menschen im Umkreis ist das ein wichtiger Anlaufpunkt. „Die Verständigung ging sehr gut. Viele der Kommenden sprachen etwas Englisch. Die Menschen wirkten gefasst und positiv“, beschrieb eine sehr zufriedene Helferin nach dem ersten Tag. Nicht unwichtig ist dabei, dass die Menschen an diesem Ort nicht nur wichtige Dinge für den Alltag bekommen, sondern auch Begegnung und Gespräche möglich werden. 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Sachspenden mehr annehmen können. Sobald konkrete Dinge gebraucht werden, geben wir dies bekannt. 

17.03.2022

Bereits viele Möbel für Geflüchteten-Unterkünfte gekauft

Die Johannesstift Diakonie und das Evangelische Johannesstift haben seit Beginn des Krieges in der Ukraine dank vieler Unterstützer*innen Unterkünfte für bis zu 200 geflüchtete Menschen finden können. Doch mit der Unterkunft allein ist es nicht getan, Mobiliar und sonstige Ausstattung sind ebenfalls elementar für ein Zuhause auf Zeit. Für die Ausstattung dieser Orte haben glücklicherweise viele Menschen gespendet. Wir danken allen Spender*innen von Herzen!

Diese Dinge konnten wir seitdem kaufen: 

  • mehr als 170 Betten sowie Matratzen
  • Decken, Kissen und Bettwäsche für mehr als 200 Personen,
  • 64 Doppelschränke,
  • 64 Tische,
  • sowie sechs Waschmaschinen und sechs Wäschetrockner. 

All diese Dinge werden für die Unterkünfte auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts und des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau gebraucht. Einiges ist schon geliefert und wurde dank der Hilfe vieler Freiwilliger ausgeladen und aufgebaut, anderes kommt in den nächsten Tagen. 

Um weiteres Mobiliar wie beispielsweise Kinderbettchen kaufen zu können, benötigen wir weiterhin Spenden. 

Spenden Sie direkt auf das Spendenkonto des Evangelischen Johannesstifts:

Evangelische Bank eG
IBAN: DE12 5206 0410 1500 5115 10
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Sachspenden annehmen können.

Meeting mit zahlreichen Menschen an einem langen Tisch

16.03.2022

Eine Unterkunft ist erst der Anfang

Auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts sind nun schon rund 90 Geflüchtete aus der Ukraine angekommen. Hier erhalten sie eine warme Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung – doch das ist erst der Anfang, sagt Ingo Moy, Leiter der Koordinierungsgruppe an der Schönwalder Allee: „Jetzt ist es wichtig, dass wir die Menschen integrieren und für sie eine Tagesstruktur schaffen. Viele Geflüchtete haben den großen Wunsch, mitzuhelfen und ihre Kompetenzen einzubringen. Ein Mann beispielsweise ist Koch und hilft bei der Verpflegung. Andere packen gerne beim Aufbau der Möbel mit an.“

Unterstützt wird das Team auf dem Stiftsgelände von vielen Freiwilligen, die nicht nur bei der Einrichtung von Unterkünften helfen, sondern mit Eigeninitiative und Empathie den Alltag der Menschen gestalten. Geplant sind unter anderem Sprachkurse für Kinder und Erwachsene, Ausflüge nach Berlin und Sportangebote. Im Rosengarten des Geländes wird derzeit ein großes Pfadfinderzelt aufgebaut. Es soll ein „Dom der Begegnung“ werden, in dem sich Flüchtende austauschen und Kinder und Jugendliche täglich besondere Angebote der Kampagne „Kinder beflügeln“ wahrnehmen können.

Andreas Mörsberger, Sprecher des Vorstands der Johannesstift Diakonie: „Unser Dank gilt allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die die Integration, Beratung und Anmeldung der bei uns untergebrachten Menschen unterstützen. Sie leisten Großes!“

14.03.2022

Hilfsmittellieferung zur Versorgung von Knochenbrüchen

Die Johannesstift Diakonie liefert gemeinsam mit der Ukraine-Hilfe Berlin OP-Sets zur Versorgung komplizierter Knochenbrüche an ein ukrainisches Krankenhaus. Die Sets mit wiederverwendbarem Fixateur und Bohrer wurden von unfallchirurgischen Expert*innen unserer Einrichtungen zusammengestellt, um Spendengelder maximal nutzbringend einzusetzen und eine schnelle Lieferung zu gewährleisten.

Mit den sogenannten Fixateursieben können beispielsweise frische Frakturen an den Extremitäten oder auch am Becken grob eingerichtet und stabilisiert werden – im Extremfall sogar ohne vorherige Röntgendiagnostik. Ohne Fixateure steht meistens nur die Gipsbehandlung zur Verfügung, was die Versorgung deutlich schmerzhafter macht und das Risiko birgt, dass sich der Knochenbruch verschiebt, erklärt Dr. med. Stephan David, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift. Er gehört zu denjenigen, die unser Hilfspaket zusammengestellt haben und ist dabei in Gedanken bei seinen Kolleg*innen in der Ukraine:

„Die Anspannung und der Stress der Kolleginnen und Kollegen werden extrem sein. Sie werden viel Leid sehen und nicht immer helfen können, sie werden an Ihre Grenzen kommen und darüber hinaus. Ich wünsche ihnen alles Gute!“

Die Johannesstift Diakonie verdoppelt die zur Verfügung stehende Summe der Ukraine-Hilfe auf 10.000 Euro. Zusätzlich wurden weitere Materialien für die operative Versorgung von Knochenbrüchen, wie Platten, Schrauben und Drähte in unseren Krankenhäusern gesammelt.

Der Transport erfolgt durch den Ukraine-Hilfe Berlin e. V. auf einer noch offenen Route. Das von uns beschaffte Material hat ein Gesamtgewicht von 130 kg und beginnt seine Reise in unserem Zentrallager im Westhafen.

11.03.2022

Ankunft von Geflüchteten im Evangelischen Johannesstift

„Bis zum Sonntag werden wir im Johannesstift 75 Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht haben. Die ersten kamen am letzten Samstag und an diesem Wochenende erwarten wir weitere Aufnahmen. Damit sind wir hier am Standort jetzt erst mal voll! Wir haben uns auf dem Gelände sehr gut vernetzt. Viele Kolleg*innen aus den Einrichtungen und Bürger*innen helfen mit. Es ist toll, wie wir in den letzten Tagen helfen konnten. Klasse ist, dass Mitarbeiter*innen von Dialog-In als Dolmetscher*innen tätig sind und dass ein Mitarbeiter der Jugendhilfe Angebote für Kinder bietet.“

Ingo Moy, Koordinator Schönwalder Allee in Berlin-Spandau

An unseren anderen Standorten werden gerade weitere Plätze vorbereitet, so dass wir in den kommenden Tagen dort weitere Menschen beherbergen können.

10.03.2022

Kostenfreie Behandlungsplätze für Kriegsverletzte aus der Ukraine

Als tatkräftige Hilfe für die Menschen in der Ukraine stellt die Johannesstift Diakonie zehn kostenfreie klinische Behandlungsplätze für die Akutversorgung von Verletzten aus der Ukraine zur Verfügung. Das Unternehmen beteiligt sich damit an einer Aktion des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes e. V. (DEKV).

Prof. Dr. med. Lutz Fritsche, Medizinischer Vorstand der Johannesstift Diakonie: „Es entspricht unserem diakonischen Selbstverständnis, den Menschen aus der Ukraine beizustehen und ihre körperlichen und seelischen Verletzungen zu versorgen. Je nach Entwicklung des Bedarfs und ersten Erfahrungen mit den Krankheitsbildern besteht bei uns die Bereitschaft, weitere Behandlungsplätze auf eigene Kosten anzubieten. Leider haben wir schon einige Erfahrung in der Versorgung von Kriegsverletzungen aus dem lybischen Bürgerkrieg.“

Die Überführung und Verteilung der Kriegsverletzten auf die Krankenhäuser soll zentral erfolgen und wird über die zuständigen Akteure auf Bundesebene organisiert.

Erste 50 Menschen aus der Ukraine wurden aufgenommen

09.03.2022

Erste 50 Menschen aus der Ukraine wurden aufgenommen

Die Johannesstift Diakonie und die Stiftung Evangelisches Johannesstift helfen Menschen, die aus den Kriegsgebieten in der Ukraine geflüchtet sind. Bisher wurden an den verschiedenen Standorten 150 Plätze für die Unterbringung geschaffen. Mitarbeitende und weitere Helfende richten aktuell die Räume her.

Die ersten Familien – vor allem Frauen und Kinder – sind bereits vor Ort angekommen. 50 Personen haben bereits ihre Unterkünfte bezogen. Sie sind mit Sonderzügen am Hauptbahnhof in Berlin angekommen und haben meist nur ein paar Habseligkeiten in Tüten dabei. Nach ihrer Ankunft erhalten sie Kleidung, ein warmes Essen und eine sichere Unterkunft. Dort können die geflüchteten Menschen erst einmal zur Ruhe kommen und haben einen guten Ort zum Leben, bis irgendwann die Rückkehr in ihre Heimat möglich wird.