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Johannesstift Diakonie
Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod

Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod

Martin Luther Krankenhaus erfolgreich als „Cardiac Arrest Center“ zertifiziert

Fünf Ärzte vor dem Schild der Rettungsstelle. Sie halten das neue Zertifikat in den Händen.
Datum2024-07-03

Das Martin Luther Krankenhaus erfüllt alle Voraussetzungen für eine exzellente Versorgung von Patient*innen mit Herz-Kreislauf-Stillstand. Dies bestätigte jetzt die erfolgreiche Zertifizierung als „Cardiac Arrest Center“. „Wir freuen uns sehr über diesen weiteren, wichtigen Meilenstein unseres Krankenhauses bei der Versorgung von Notfall-Patient*innen. Unsere Teams der Intensivmedizin, Notfallmedizin, Kardiologie und Inneren Medizin sind bestens aufgestellt, um bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand durch schnelle, interdisziplinäre Hilfe, Leben zu retten“, sagt Frederike Fürst, Geschäftsführerin des Martin Luther Krankenhauses.

Der Herz-Kreislauf-Stillstand (auf Englisch: Cardiac Arrest) außerhalb eines Krankenhauses stellt die dritthäufigste Todesursache in Deutschland dar. Jedes Jahr wird der Rettungsdienst rund 120.000 Mal in diesen Fällen gerufen. Die Ursachen für einen Herz-Kreislauf-Stillstand sind meist Herzerkrankungen oder eine akute Lungenembolie, in selteneren Fällen auch Schlaganfälle, Lungenerkrankungen, Unfälle oder Vergiftungen. Ein Herz-Kreislauf-Stillstand zeigt sich vor allem durch plötzliche Bewusstlosigkeit, einen fehlenden Puls und Atemstillstand. Schnelle Hilfe ist für die Betroffenen überlebenswichtig – sowohl vor Ort bei der Reanimation als auch bei der weiteren Versorgung in der Klinik.

Im Martin Luther Krankenhaus steht ein multidisziplinäres Team aus speziell dafür geschulten Fachärzt*innen und Pflegekräften rund um die Uhr bereit, um Patient*innen mit Herz-Kreislauf-Stillstand optimal zu versorgen. Strukturierte Abläufe, modernste medizintechnische Ausstattung und Behandlungsoptionen ermöglichen es, die Überlebenschancen und die Genesungsaussichten der Betroffenen erheblich zu verbessern. Das Martin Luther Krankenhaus erfüllt damit die von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) und dem Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) vorgegebenen Qualitätskriterien für ein Cardiac Arrest Center.

Die Zertifizierung erfolgte über CERT iQ. Die Zertifizierungsstelle lobte insbesondere die klar geregelten, transparenten Zuständigkeiten und Abläufe, die präzise Dokumentation der Angehörigengespräche sowie die strukturierte und umfassende Ausbildung des Teams. Alle am Cardiac Arrest Center beteiligten Mitarbeitenden haben erfolgreich die ERC-zertifizierten ILS/ALS-Kurse absolviert. Die Ausbildung fand im Rahmen von Inhouse-Schulungen durch eigene Instruktoren des Notarztausbildungs- und Kurszentrums im Martin Luther Krankenhaus statt.

Über das Martin Luther Krankenhaus

Das Martin Luther Krankenhaus in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist ein Akut- und Unfallkrankenhaus sowie Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das 1931 gegründete Haus verfügt über 260 Betten. Jährlich werden in den neun Kliniken und seinen zertifizierten Zentren circa 15.000 Patient*innen stationär und 21.000 Patient*innen ambulant versorgt.

Die Behandlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Brustkrebs / Brustrekonstruktion, Gynäkologische Krebserkrankungen, Chronische Wunden, Diabetes, Gefäßerkrankungen, Herz, Magen / Darm, Gelenke, Rücken, Sport und Unfälle, Schwangerschaft und Geburt.

Das Martin Luther Krankenhaus betreibt gemeinsam mit dem Evangelischen Waldkrankenhaus die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. Diese fungiert auch als Ausbildungsstätte des Krankenhauses.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 10.793 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen