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Johannesstift Diakonie
Impulse der Natur in der Jugendsuchthilfe NEUStart

Impulse der Natur in der Jugendsuchthilfe NEUStart

Was können wir der Natur zurückgeben, wie können wir sie unterstützen? In vielfältigen Gartenprojekten geben Sozialarbeiterin Elisa Prussak und ihre Kolleg*innen den 20 Jugendlichen in der Jugendsuchthilfe-Einrichtung NEUStart Antworten.

Datum2024-06-19

Das Haus von NEUStart in Zootzen bei Fürstenberg(Havel) liegt auf einer kleinen Lichtung mitten auf einem großen bewaldeten Gelände. Hier kriegen Jugendliche von 14 bis 18 Jahren mit vielen negativen Lebenserfahrungen im Gepäck eine neue Chance. Elisa Prussak ist Sozialarbeiterin und gleichzeitig Nachhaltigkeitsbeauftrage bei NEUStart. Gemeinsam mit dem NEUStart-Team führt sie die jungen Menschen an die Themen Naturschutz und Ernährung heran.

Platz für Vögel, Insekten, Fledermäuse und jede Menge Gesundes

Gemeinsam haben Mitarbeitende und Jugendliche beispielsweise ein Insektenhotel gebaut. „Und letztes Jahr haben sich dann wirklich Wildbienen dort angesiedelt, was sehr faszinierend war, weil wir hier keine Blumenwiesen oder Felder in unmittelbarer Nähe haben.“, so Elisa Prussak.

Außerdem gibt es fünf Vogelhäuser und auch Fledermaushäuser, da auf dem Gelände sehr viele Fledermäuse Unterschlupf suchen.

Neben Obstbäumen grünt es außerdem in sechs Hochbeeten, zwei weiteren großen Beeten und auch an anderen bepflanzten Orten. Hier wachsen je nach Saison Kartoffeln, Kürbisse, Zucchini, Tomaten, Salat, Erdbeeren, Melonen, Kapuzinerkresse und Kräuter. Nicht alles davon glückt, was auch eine gute Erfahrung fürs Leben ist: „Unsere Kartoffeln mussten wir für dieses Jahr aufgeben“, erzählt die Sozialarbeiterin.

Vom Beet auf den Mittagstisch

Was gut gedeiht, landet allerdings auch wirklich in der Küche. Denn bei NEUStart kochen die Jugendlichen gemeinsam mit einer Köchin mittags selbst. 50 Portionen für die Einrichtung täglich und unter der Woche nochmal 35 Mittagessen für eine Kita in Fürstenberg entstehen in der NEUStart-Küche. „Natürlich reicht unsere Ernte nicht für die Selbstversorgung“, so Elisa Prussak. Aber auch vieles von dem, was zusätzlich eingekauft werden muss, ist regional und saisonal. Neuerdings landen auch mehr leckere vegetarische Gerichte auf dem Tisch. „Auch wenn das für die Jugendlichen erstmal neu war, sind sie offen und machen das gut mit“, so Elisa Prussak.

Auch bei Projekten in der Region am Start

Die Jugendlichen sind im Garten bei allen Schritten dabei: Vom Säen und Aufziehen der Setzlinge, übers Pflanzen, Gießen, Ernten und Kochen bis zum Bestücken der Vogelhäuser mit Futter lernen sie hier Dinge aus der Natur, die vielen von ihnen bisher fremd waren. Auch in der Region ist NEUStart bei Umweltprojekten dabei – bei der Müllsammelaktion in Fürstenberg, die zweimal jährlich stattfindet, und beim Clean up day zum Beispiel. Auch wenn andere Themen häufig sehr viel mehr Raum im Leben der jungen Menschen einnehmen, ist Elisa Prussak überzeugt davon – die Impulse der Natur tun gut.

Bei NEUStart bekommen junge Menschen von 14 bis 18 Jahren mit Verhaltensauffälligkeiten, psychiatrischen Störungsbildern, stoffgebundenen Missbräuchen und Doppeldiagnosen eine neue Chance, ins Leben zu starten.

Haben Sie in Ihren Einrichtungen auch Gartenprojekte, an denen Sie mit Kindern, Jugendlichen, Patient*innen, Klient*innen, Gästen oder Bewohnenden arbeiten?

Melden Sie sich gerne!

Über die Johannesstift Diakonie Jugendhilfe

Die Johannesstift Diakonie Jugendhilfe gGmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Johannesstift Diakonie gAG mit stationären, teilstationären und ambulanten Angeboten der Hilfen zur Erziehung, Jugendsuchthilfe, Betreuungsangeboten für Mütter und ihre Kinder, der Kindertagesbetreuung, schulbezogener Sozialarbeit an Grund- und Oberschulen sowie Erziehungs- und Familienberatung. Sie beschäftigt circa 500 Mitarbeitende in Berlin, Neubrandenburg, den Landkreisen Oberhavel und Havelland sowie Eisenach.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 10.793 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen