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Johannesstift Diakonie
Führend in Europa: 1.000ste Knie-Endoprothetik mit Robotersystem ROSA

Führend in Europa: 1.000ste Knie-Endoprothetik mit Robotersystem ROSA

Arzt mit älterer Patientin und Luftballons in Form der Zahl Tausend
Datum2023-02-14

Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth, MHBA, Direktor der Klinik Orthopädie und Unfallchirurgie, und Oberarzt Dr. med. Lars Rackwitz erreichten am 13.02.2023 einen wichtigen Meilenstein in der modernen Versorgung ihrer Patient*innen: die 1.000ste Knieprothesen-Operation im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau mit der robotergesteuerten Unterstützung durch ROSA (Robotic Surgical Assistant). Das Evangelische Waldkrankenhaus ist damit nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit führend in diesem Bereich. Das Team der Orthopädie und Unfallchirurgie ist nach Aussage des Herstellers Zimmer Biomet in Deutschland das erfahrenste im Umgang mit ROSA.

Seit fast drei Jahren unterstützt das computerbasierte Assistenzmodell ROSA das Team der Orthopädie im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau, dessen Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) zertifiziert ist. Bereits im März 2020 nahm das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau als eines der ersten Krankenhäuser Deutschlands das hochmoderne ROSA-System in Betrieb, um die Patient*innenversorgung und die Präzisionsmedizin deutlich zu verbessern.

Arzt mit älterer Patientin und Luftballons in Form der Zahl Tausend
Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth und 1000ste Patientin Christiane P.
Zwei Ärzte schneiden Torte an
Dr. med. Lars Rackewitz und Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth schneiden ROSA-Torte an.
Ärzte und Ärztinnen
Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth und sein orthopädisches Team
vier Männer mit Luftballons in Form der Zahl Tausend
Prof. Dr. med. Lutz Fritsche, Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth, Dr. med. Stephan-Matthias Reyle-Hahn, Geschäftsführer Carsten Schaulinski
Arzt überreicht älterer Patientin Ballons
Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth überreicht Patientin Christiane P. Ballons

Mensch und Maschine im Team

ROSA gehört zu den sogenannten „Co-Botik“-Systemen, die auf die perfekte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine setzen. Es gilt als sehr sichere Form der Robotik und wurde entwickelt, um bei orthopädischen Operationen Genauigkeit, Präzision und Kontrolle zu verbessern. Mit ihrer fortschrittlichen chirurgischen Technologie vereinfacht ROSA komplexe Operationen und verbessert die Ergebnisse deutlich. Prof. Dr. med. Ulrich Nöth: „Kniegelenke sind komplexer als beispielsweise Hüftgelenke. Aus Erfahrung wissen wir, dass bei herkömmlichen Methoden bis zu 20 Prozent der Betroffenen nach einer OP nicht vollumfänglich zufrieden sind. Das ist mit dem Einsatz von ROSA deutlich verbessert.“

Das Gerät arbeitet mehrdimensional: Auf Grundlage der beim Röntgen ermittelten Daten fertigt die Software des Computers ein 3D-Modell des Knies, die eigentliche Prothese, sowie die digitale Operationsplanung an. Durch die Anbringung von sogenannten Trackern am Knie gelingt es dem Roboter anschließend, das zu operierende Gelenk, die geplante Operation und die notwendige Schnittführung zu erkennen. 

Prof. Nöth weiter: „Der Computer gewährleistet, dass die Beinachse wie geplant intraoperativ erreicht wird und die Rotation der Komponenten ebenfalls stimmig ist. Das kann der Mensch nicht. Der Roboter misst kleinste Abweichungen und gibt vor, wie die Schnitte gesetzt werden müssen. Dadurch wird die ROSA-unterstützte Methode einer sicheren Form der hochkomplexen Knie-Endoprothetik. Patient*innen nehmen die Behandlungen nicht anders wahr als zuvor. Die Ergebnisse sind allerdings deutlich präziser, sicherer und helfen dabei, schnell eine neue Lebensqualität und Schmerzarmut zurückzugewinnen.“
Weitere Vorteile des Co-Botik-Systems sind eine Reduzierung von Knochenschnitten, ein besserer Schutz der Weichteile, weniger Blutverlust, weniger postoperative Schmerzen, kürzere Krankenhausaufenthalte, schnellere Genesung und eine längere Haltbarkeit. Um solche Innovationen Alltag werden zu lassen, sind mehrere Faktoren nötig, so Prof. Nöth: „Man braucht einen proaktiven Hersteller, eine mutige Geschäftsführung und eine Fachabteilung, die der Innovation gewachsen ist und den Einsatz im Alltag voran treibt." Auch Geschäftsführer Carsten Schaulinski ist überzeugt von dem Einsatz der Robotik und dankt dem Team um Prof. Nöth für den Erfolg: „1.000 Personen, die Dank dieser Technologie unser Haus zufrieden verlassen konnten - das ist eine phantastische Zahl und zeigt, dass wir genau den richtigen Weg gegangen sind.“ 

Auch Patientin Nummer 1000 ist glücklich über den Verlauf der OP. Christiane P., 79 Jahre alt: „Für mich ist es das beste orthopädische Krankenhaus in ganz Berlin, ganz klar. Ich fühle mich sehr gut aufgehoben und habe wirklich überhaupt nichts Negatives zu berichten, nur Positives. Ich merke nichts davon, dass ich gerade eine OP hatte – ich fühle mich fit.“

Die 1000ste Operation wurde in kleinem Rahmen gewürdigt. Neben der frisch operierten Patientin nahmen Prof. Dr. med. Lutz Fritsche, medizinischer Vorstand der Johannesstift Diakonie, Carsten Schaulinski, Geschäftsführer des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau, Vertreter*innen des Medizintechnik-Unternehmens Zimmer Biomet und das Team der Klinik für Orthopädie um Professor Nöth und Dr. Lars Rackewitz teil. Zur Gratulation überraschte Zimmer Biomet das orthopädische Team mit einer ROSA-Torte und überreichte ein Zertifikat, das die 1000ste OP auszeichnet.

Über das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das 1947 gegründete Notfallkrankenhaus umfasst neun Fachabteilungen, vierzehn medizinische Zentren und 518 Betten. Jährlich versorgen wir rund 22.000 Patient*innen stationär und weitere 70.000 Patient*innen ambulant.

Die Behandlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Altersmedizin, Brustkrebs / Brustrekonstruktion, Chronische Wunden, Gefäßerkrankungen, Gelenke, Herz, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie und –urologie, Krebs, Magen / Darm, Rücken, Schwangerschaft und Geburt sowie Sport und Unfälle.

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau betreibt drei Fachschulen: die Reha-Akademie Berlin für Physiotherapeut*innen, die Schule für Ergotherapie sowie gemeinsam mit dem Martin-Luther-Krankenhaus die Gesundheitsfachschule Berlin. Diese fungieren auch als Ausbildungsstätte des Krankenhauses.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 10.593 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen