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Johannesstift Diakonie
Gegen das Vergessen: Team Hubertus putzt Stolpersteine

Gegen das Vergessen: Team Hubertus putzt Stolpersteine

In Gedenken an die Opfer der Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes lud Pfarrer Wolfgang Weiß auch dieses Jahr am 9. November ehrenamtliche Mitarbeitende und Kolleg*innen des Evangelischen Krankenhauses Hubertus dazu ein, die Stolpersteine vor dem Krankenhausgelände gemeinsam wieder zum Glänzen zu bringen.

Stolpersteine vor dem Gelände es Evangelischen Krankenhauses Hubertus
Datum2022-11-10

„Ein Mensch ist erst dann wirklich gestorben, wenn sein Name nicht mehr genannt wird, heißt es im semitischen Sprachkreis. Deshalb ist es wichtig, Tage wie diese wach zu halten, zu gedenken und, angesichts der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage Europas, in besonderer Weise zu mahnen“, sagt Pfarrer Weiß.

Verwaltungsleiterin Dr. Anja Fell und Pflegedirektorin Petra Kurpik greifen als erste zu Schwämmen und Reinigungsmittel, um die 10x10 Zentimeter großen Messingtafeln vom Straßenschmutz zu befreien. Insgesamt 25 Mitarbeitende sind gekommen. Unter Ihnen auch Leonie Höfert, Assistentin der Geschäftsführung im Team Hubertus:

„Die Rede von Pfarrer Weiß berührt mich jedes Jahr, genauso wie der Moment, in dem wir alle gemeinsam Inne halten. Heute Nachmittag werde ich mit meinen beiden Söhnen auch nochmal Stolpersteine putzen.“

Team Hubertus putzt Stolpersteine am 9. November 2022

Als ehemaliger Freiwilliger der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ hat Wolfgang Weiß ein Jahr lang im Konzentrationslager Lublin-Majdanek in Polen gearbeitet und ist dort Überlebenden oder ihren Angehörigen begegnet, erzählt er weiter und schließt mit den Worten:

„Die Shoah lässt sich nicht überwinden. Aber wir können aus der Geschichte lernen, damit sie sich nicht wiederholt. Deshalb stehen wir heute hier, um dem Verdrängungsmechanismus zu widersprechen und diese Namen präsent zu halten."

Die Namen auf den Stolpersteinen: Sophie Goldschmidt, Johanna Königsberger, Anna Loewenberg, Theodor Loewenthal, Johanna Stahl und Emma Weigert.

Über das Evangelische Krankenhaus Hubertus

Das Evangelische Krankenhaus Hubertus in Berlin-Zehlendorf, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Mitgliedshaus der Wannsee-Schule für Gesundheitsberufe. In dem 1931 gegründeten Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 200 Betten werden jährlich etwa 6.500 Patienten stationär und 13.000 Patienten ambulant versorgt. Zum Evangelischen Krankenhaus Hubertus gehört das dreifach zertifizierte Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg. Weitere Behandlungsschwerpunkte sind die Altersmedizin, die Innere Medizin inklusive Kardiologie sowie Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparats.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 10.400 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen