Schließen

Suchen & Finden

Newsmeldung (Detailansicht)
Johannesstift Diakonie
Ausbau und Erweiterung der Palliativeinheit

Ausbau und Erweiterung der Palliativeinheit

Im Oktober haben die Bauarbeiten für eine vom normalen Krankenhausbetrieb abgetrennte Palliativeinheit mit sechs Betten und einem Wohn- und Küchenbereich im Martin Luther Krankenhaus begonnen.

Blick in einen Krankenhausflur während Umbauarbeiten
Datum2022-11-01

Die Station 0 A im Erdgeschoss des Hauses, in der sich bereits vorher eine Möglichkeit der palliativen Versorgung befand, bietet dann Platz in vier Einbett- und einem Zweibettzimmer. Oberstes Ziel einer palliativen Betreuung ist es, Patient*innen mit hohen Symptomlast und lebenslimitierenden Erkrankungen durch lindernde Maßnahmen soweit zu stabilisieren, dass sie wieder an Lebensqualität gewinnen und zurückkehren können in die eigene Häuslichkeit oder ins Pflegeheim. Ein Team aus auf diese Patientengruppe spezialisierten Ärzt*innen, Pflegekräften Therapeut*innen und Psychoonkolog*innen kümmert sich um die betroffenen Menschen. 

Dr. Karin Barnard, Leiterin Stabsstelle Palliativmedizin: „Neben der hoch qualifizierten medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Betreuung steht auf der neuen Palliativ-einheit vor allem der Wohlfühlcharakter im Mittelpunkt. Barrierefreie Bäder, geschmackvoll eingerichtete Zimmer, ein harmonisch in Grüntönen gehaltenes Farbkonzept, die Möglichkeit, mit der Familie Zeit zu verbringen und die Nähe zum klinikeigenen Garten sollen die palliativmedizinische Behandlung unterstützen. Die Abteilung hat den Charakter einer Komfortstation.“ Wichtig bei allem ist der ganzheitliche Ansatz in der Betreuung der Patient*innen mit dem Ziel, die Symptomlast so weit zu mildern, dass sie wieder möglichst schmerzarm dahin zurückkehren können, wo sie wirklich leben möchten.

Mehr Lebensqualität durch Palliativversorgung

Diese neue Abteilung ist ein weiterer Meilenstein in der palliativen Versorgungskette mit einer engen Anbindung an die anderen Abteilungen des Hauses und der ambulanten Versorgung. „Unser mittelfristiges Ziel ist ein Gesamtkonzept mit einer frühzeitige Einbindung der Palliativmedizin in die Behandlung der Patient*innen. Betroffene kennen das Krankenhaus, die behandelnden Ärzt*innen sowie das Pflegepersonal und fühlen sich sicher und gut aufgehoben, weil es immer von den gleichen Teams betreut werden“, so Karin Barnard weiter, die gemeinsam mit dem Team bei der Entwicklung unterstütze. . Auch nach einer Entlassung findet man hier bei Fragen oder Unsicherheiten eine niederschwellige Anlaufstelle. Mittelfristig geplant ist daraus folgend eine Palliativambulanz. 

Verantwortet wird die Abteilung vom Dr. med. Christian Jakob¸ Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie und ist Teil der Klinik für Innere Medizin unter Leitung der Chefärztinnen im Kollegialsystem Dr. med. Angelika Behrens und Dr. med Vera Stiehr. 

Möglich gemacht wurde der Umbau übrigens durch die Großzügigkeit eines verstorbenen Berliners. Andreas Mörsberger, Sprecher des Vorstands „Der sehr sozial eingestellte Verstorbene hat ein großzügiges Vermächtnis hinterlassen, wodurch die Kosten des Umbaus in Höhe von etwa 500.000 Euro gedeckt werden können. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Wenn alles wie geplant läuft, wird die neue palliativ-onkologische Einheit im Martin Luther Krankenhaus Mitte Januar 2023 eröffnet.

Über das Martin Luther Krankenhaus

Das Martin Luther Krankenhaus in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist ein Akut- und Unfallkrankenhaus sowie Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das 1931 gegründete Haus verfügt über 260 Betten. Jährlich werden in den neun Kliniken und seinen zertifizierten Zentren circa 15.000 Patient*innen stationär und 21.000 Patient*innen ambulant versorgt.

Die Behandlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Brustkrebs / Brustrekonstruktion, Gynäkologische Krebserkrankungen, Chronische Wunden, Diabetes, Gefäßerkrankungen, Herz, Magen / Darm, Gelenke, Rücken, Sport und Unfälle, Schwangerschaft und Geburt.

Das Martin Luther Krankenhaus betreibt gemeinsam mit dem Evangelischen Waldkrankenhaus die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. Diese fungiert auch als Ausbildungsstätte des Krankenhauses.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 10.400 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen