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Neuer Digitalisierungs-Service: Inklusionsbetrieb ScanCenter gewinnt ZukunftsPreis 2018 der PSD Bank Berlin-Brandenburg

Evangelisches Johannesstift Proclusio gGmbH schafft Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung.

Eine Frau hält eine Urkunde in beiden Händen. Ein neben ihr stehender Mann hält einen Preis in der Hand.
Datum
EinrichtungScanCenter

Aktenfriedhöfe und Archiv-Labyrinthe können bald der Vergangenheit angehören: Ab 1. Februar 2019 bietet das neue ScanCenter der Evangelisches Johannesstift Proclusio gGmbH einen umfassenden Service zur Digitalisierung von Papier jeglicher Art. Das neue Standbein des Inklusionsunternehmens des Evangelischen Johannesstifts wird hauptsächlich Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen beschäftigen. Dafür wurde das Projekt jetzt mit den ZukunftsPreis 2018 der PSD Bank Berlin-Brandenburg eG ausgezeichnet. 

Die ersten Kunden haben sich schon angemeldet: Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau und das Martin-Luther-Krankenhaus möchten alte Patientenakten digitalisieren lassen. Gerade für Unternehmen, die viel mit analogen Dokumenten arbeiten oder in der Vergangenheit gearbeitet haben, ist das neue Angebot des ScanCenters vielversprechend: Die digitale Archivierung ist platzsparend, von mehreren Personen parallel und von verschiedenen Orten erreichbar und die Daten sicher vor Umwelteinflüssen wie beispielsweise Bränden. „Vom Transport der Dokumente über das Scannen bis zum Indexieren bieten wir das Rundum-sorglos-Paket. Dabei bekommt jeder Kunde seine Daten genau in der digitalen Form zurück, wie er sie braucht“, erklärt Carsten Jenß, künftiger Leiter des ScanCenters. Die Aufträge werden hauptsächlich von Mitarbeitenden mit körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen bearbeitet, beispielsweise Gehörlose, Menschen mit Gehbehinderungen oder auch Autisten. Das erklärte Ziel ist, mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. „Wir möchten zu einer Gesellschaft beitragen, die nicht behindert. Viele Menschen mit Behinderungen verfügen über erstaunliche Fertigkeiten, die sie im ScanCenter einsetzen und nutzen können“, so Carsten Jenß.

Dafür ist das Projekt von der PSD Bank Berlin-Brandenburg mit dem ZukunftsPreis ausgezeichnet worden und erhält 8.000 Euro Fördermittel. Die Bank würdigt jedes Jahr unter der Schirmherrschaft von der Senatorin für Gesundheit Dilek Kolat gesellschaftliches Engagement in Form von Sozial- und Umweltprojekten. „Das Preisgeld werden wir nutzen, um weitere behindertengerechte Arbeitsplätze zu schaffen. Wir benötigen dafür spezielle Stühle, Computer, Tische und Scanner“, kündigt Carsten Jenß an.  

Über die Proclusio gGmbH

Die Evangelische Johannesstift Proclusio gGmbH wurde 2009 als Inklusionsunternehmen gegründet. Sie ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Evangelischen Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH. Als anerkanntes Inklusionsunternehmen im Sinne des §215 (1) SGB IX bietet und schafft Proclusio für Menschen mit einer Schwerbehinderung sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Derzeit beschäftigt sie insgesamt 61 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 31 mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Mit ihren Betrieben ermöglicht die Gesellschaft ihren Mitarbeitenden nicht nur aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, sondern fördert sie auch ihre individuellen Fertigkeiten. Neben Praktika und Eingangsqualifizierungsmaßnahmen werden auch reguläre dreijährige Berufsausbildungen in allen unseren Bereichen angeboten. Weitere Betriebe der Proclusio gGmbH sind das Second-Hand-Kaufhaus Fundgrube, die Umzugsfirma Huckepack, die ebenfalls professionelle Maler- und Renovierungsarbeiten anbietet sowie das Hotel Christophorus. Weitere Informationen zur Proclusio gGmbH.

Weitere Informationen unter www.proclusio-scancenter.de

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 9.300 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen