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Johannesstift Diakonie
Ausstellung „Hoffnung“ im Evangelischen Johannesstift voller Erfolg

Ausstellung „Hoffnung“ im Evangelischen Johannesstift voller Erfolg

Zwei Skulpturen von Marga Falkenhagen verbleiben in Stiftskirche

Datum2022-05-03
Einrichtung Evangelisches Johannesstift

Hoffnung geben, das war eines der wichtigen Ziele der gleichnamigen Ausstellung, die die Stiftung Evangelisches Johannesstift und die Künstlerin Marga Falkenhagen vom 4. bis 29. April 2022 in der Stiftskirche zeigten. Dem zahlreichen positiven Feedback der vielen Besucher*innen nach blieb dieser Wunsch nicht unerfüllt. Vor der Finissage gab die Künstlerin noch einen Workshop für Menschen aus der Ukraine und der Macherei. 

Die Skulpturen aus Holz und Bronze von Marga Falkenhagen sind besonders. Teilweise fertigt sie sie aus jahrhundertealten Fachwerkbalken, die viel Geschichte erzählen. In neuer Form, die die aus Bad Nenndorf stammende Künstlerin aufgrund der Härte des Holzes oft nur mit sehr viel körperlicher Kraft erreichen kann, leben sie weiter. Der Mensch steht in der Kunst von Marga Falkenhagen im Mittelpunkt – wie in der Arbeit des Evangelischen Johannesstifts. 

Besucher*innen zeigten sich beeindruckt

Die Ausstellung war knapp einen Monat lang in der Stiftskirche zu sehen. Viele Besucher*innen aus dem Johannesstift aber auch aus ganz Spandau und angrenzenden Bezirken kamen, um die großen Kunstwerke anzuschauen. Sie zeigten sich beeindruckt – auch von der Künstlerin. „Ich habe bei der Vernissage mit Frau Falkenhagen reden können und so auch von ihr als Persönlichkeit einen zusätzlichen Eindruck gewonnen, der mich sehr dankbar macht und auch tief beeindruckt hat“, schrieb ein Besucher. Er lobte die Ausstellung als gelungen und wertvoll. Vor allem der Ansatz, den Fachwerkbalken in künstlerischer Form ein Weiterleben zu ermöglichen, begeisterte viele Besucher*innen. Der Freundeskreis des Evangelischen Johannesstifts ist dankbar und freut sich sehr über diesen großen Erfolg. Karmen Savor, Leiterin des Fundraisings des Johannesstifts, betonte, dass die Zusammenarbeit mit dem Schirmherren Frank Bewig, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Berlin-Spandau und Bezirksstadtrat für Kultur, Bildung und Sport, und seinem Team ein wichtiger Eckpfeiler des großen Anklangs war: „Dafür sind wir sehr dankbar.“ 

Workshop ermöglichte Einblicke in die Seelen der Teilnehmer*innen

Am vorletzten Öffnungstag der Ausstellung gab die Künstlerin einen Workshop in der Stiftskirche (siehe Titelbild). Menschen aus der Ukraine, die im Evangelischen Johannesstift als Geflüchtete eine Unterkunft gefunden haben, nahmen teil. Auch aus der Macherei, dem Bildungs- und Beschäftigungsangebot der Johannesstift Diakonie Behindertenhilfe, gab es Teilnehmer*innen. Marga Falkenhagen stellte ihre Skulptur „Nornen“ ins Zentrum des Workshops. Alle legten sofort enthusiastisch los und fanden mithilfe von bunter Ölkreide und großem Papier ganz persönliche Interpretationen dieser und anderer Skulpturen. Marga Falkenhagen, die selbst Kunsterzieherin in Schulen war, zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen und den Einblicken in die Gedankenwelt und Seelen der Maler*innen. 

Zwei Skulpturen verbleiben in der Stiftskirche

Gemeinsam mit Marga Falkenhagen, Unterstützer*innen und weiteren Gästen feierte das Evangelische Johannesstift nun mit einer stimmungsvollen Finissage den Abschluss der Ausstellung. Die Schau wird aber nicht nur gedankliche, sondern auch sichtbare Spuren hinterlassen: Zwei der Skulpturen verbleiben auch nach Ausstellungsende in der Stiftskirche. Eine davon ist die Skulptur „Kreuzigungsgruppe“. Marga Falkenhagen widmete sie ganz besonders den Frauen im Zweiten Weltkrieg, aber auch jenen in allen anderen Kriegen, wie sie selbst beschreibt. In der Erinnerungskultur fehlen sie ihr, obwohl sie viel Verlust und Leid ertrugen und gleichzeitig viel leisten mussten. „Wo sind die Frauen? Von ihnen ist nie die Rede“, so Marga Falkenhagen. Die Skulptur steht für diese Frauen und für eine schöne Erinnerung an die hoffentlich nicht letzte Ausstellung dieser Art im Johannesstift. 

Bei der Finissage öffneten sich die Türen der Stiftskirche zur Ausstellung „Hoffnung“ zum letzten Mal.
Marga Falkenhagen schenkte dem Evangelischen Johannesstift zum Abschied die Skulptur „Kreuzigungsgruppe“ (Foto). Auch eine zweite Skulptur wird in der Kirche bleiben.
Das Organisationsteam um Stiftsvorsteherin Anne Hanhörster (Foto) und Karmen Savor, Leiterin des Fundraisings des Johannesstifts, waren sehr froh über den Erfolg der Ausstellung.

Über die Stiftung Evangelisches Johannesstift

Die Stiftung Evangelisches Johannesstift SbR zählt zu den traditionsreichsten diakonischen Einrichtungen in Berlin. Der Theologe Johann Hinrich Wichern gründete sie 1858 mit dem Zweck, Diakone auszubilden. Sie werden bis heute am Wichern-Kolleg für die verschiedenen Dienste in Kirche und Diakonie ausgebildet. Daneben unterstützt die Stiftung und alleinige Aktionärin der Johannesstift Diakonie gAG Projekte der Jugend- und Behindertenhilfe wie auch der Pflege, der Medizin, der Bildung und der Beratung. Sie hat ihren Sitz auf einem 75 Hektar großen Gelände in Berlin-Spandau, auf dem rund 1.600 Menschen wohnen. Zu den bekannten Stiftsfesten Run of Spirit, Erntedankfest und dem Weihnachtsmarkt kommen jedes Jahr Zehntausende Besucher.