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Johannesstift Diakonie
Den Nachwuchs für die Praxis-Arbeit begeistern

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Junge Studentin absolviert ihre Famulatur in Jessen

Eine Medizinstudentin und ein Arzt sitzen vor drei Monitoren und schauen sich etwas an.
Datum2021-03-25

Jasmin Kübsch wollte schon als Kind Ärztin werden – und heute ist ihr Traum noch konkreter: Die Medizinstudentin möchte in ihrer Heimatregion im Landkreis Wittenberg bleiben und eines Tages eine Hausarztpraxis übernehmen. Um einen Einblick in den Praxisalltag zu bekommen, absolviert sie derzeit ihre Famulatur in der chirurgischen Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum Poliklinik Jessen.

„Ich studiere bei der Bundeswehr Medizin und bin jetzt im 3. Studienjahr“, erzählt die 23-Jährige. Die theoretischen Kenntnisse werden im Rahmen des Studiums um praktische erweitert, unter anderem mit einer zweimonatigen Famulatur in einem Krankenhaus sowie einer vierwöchigen Praxisfamulatur. „Bei letzterem habe ich mich für das MVZ in Jessen entschieden, denn ich will später einmal hier in der Region bleiben“, ergänzt sie. Dass die Wahl des MVZ sehr gut geeignet ist, bestätigt dessen ärztlicher Leiter, Dr. med. Matthias Krüger: „Ein medizinisches Versorgungszentrum bietet das breite Spektrum einer Hausarztpraxis und zeigt zugleich die Chancen der Zusammenarbeit mit weiteren Facharzt-Kolleg*innen sowie Kliniken.“

Dass das Aufgabenspektrum sehr spannend ist, kann Jasmin Kübsch bereits nach kurzer Zeit sagen: „Schon in den ersten Tagen habe ich vom 10-jährigen Kind bis zum 91-jährigen Verletzten wirklich viele Patient*innen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern und Beschwerden kennengelernt. Am besten gefällt mir immer der Mittwoch – da ist OP-Tag und ich bin bei ambulanten Operationen mit dabei“, sagt die junge Frau begeistert. Hier darf sie nur zuschauen, hat aber auch schon einen Kurs in Naht- und Knotenkunde erhalten.
„Der Einblick in unser MVZ ist vor allem für angehende Mediziner*innen, die einmal in die ambulante Tätigkeit einsteigen wollen, sehr wichtig, denn Themen wie Praxisverwaltung kommen im Studium kaum vor“, sagt Dr. med. Matthias Krüger. Zudem sei es besonders für zukünftige Hausärzt*innen von Bedeutung, das riesige Spektrum ihrer zukünftigen Tätigkeit kennenzulernen: „Viele Beschwerden können eine riesige Bandbreite an Ursachen haben. Klagt ein Patient beispielsweise über Rückenschmerzen, kann sich dahinter ein Bandscheibenvorfall verbergen. Genauso kann es aber auch ein Fehlhaltung sein, und auch eine nervlich-bedingte Ursache ist möglich. Hier ist nicht nur ein umfangreiches Wissen notwendig, sondern auch die Fähigkeit, den Patient*innen bei Bedarf an den jeweils fachlich zuständigen Kolleg*innen weiterzuvermitteln“, erklärt Dr. Krüger. 

Dass Jasmin Kübsch eines Tages erfolgreich eine Hausarztpraxis führen wird, steht für ihn außer Frage: „Sie ist sehr wissbegierig und hat sich schnell in unser Team eingefügt“, lobt er. Bis die gebürtige Löbenerin aber am Ziel angekommen ist, wird noch einige Zeit vergehen: Nach dem dreieinhalbjährigen Grundstudium folgt noch eine Weiterbildung als Fachärztin, die in der Regel fünf bis sechs Jahre dauert. „Der Weg in der Medizin ist ein langer – aber er wird sich lohnen“, ist sie überzeugt. 

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 9.300 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen