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Johannesstift Diakonie
Katharina von Bora-Hospiz zu Gast im Einkaufszentrum

Katharina von Bora-Hospiz zu Gast im Einkaufszentrum

Haupt- und Ehrenamtliche bieten Infos und Basteleien

Mitarbeitende und Ehrenamtliche eines Hospizes sitzen an einem Tisch und basteln Herbstdekoration.
Datum2021-10-05

Der Welthospiztag findet jährlich am zweiten Samstag im Oktober statt und die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Katharina von Bora-Hospizes in Wittenberg möchten diesen Tag wieder nutzen, um über die Hospizarbeit zu informieren. Am Samstag, dem 9. Oktober 2021 können Interessenten in der Zeit von 9:00 bis 13:00 Uhr im Arsenal Wittenberg nicht nur all ihre Fragen stellen, sondern auch herbstliche Basteleien, Gewürzsalze und vieles mehr erwerben. Die Einnahmen kommen dem Wittenberger Hospiz zugute.

Das Motto des Welthospiztages 2021 lautet „Leben! Bis zum Schluss.“ und genau dies wolle man am 9. Oktober thematisieren, erklärt Annemarie Buttinger, Pflegedienstleiterin im Katharina von Bora-Hospiz. „Das Leben kann gut zu Ende gehen, ohne es künstlich zu verlängern oder zu verkürzen, aber gut hospizlich begleitet und palliativ versorgt. Wir möchten aufzeigen, dass Hospizarbeit und Palliativversorgung eine gewichtige Alternative zur Suizidbeihilfe zu leisten vermögen“, so Frau Buttinger. Und Sindy Herrmann, Leiterin des Katharina von Bora-Hospizes ergänzt: „Wir bieten Menschen mit Wunsch nach Suizid geborgene Räume der Kommunikation, sprechen mit ihnen und bieten bei Bedarf Alternativen und informieren zur Hospiz- und Palliativversorgung.“

Seit Mai 2018 begleiten die Mitarbeitenden im Wittenberger Hospiz schwerstkranke und sterbende Menschen und gestalten die letzte Zeit ihres Lebens entsprechend ihren Vorstellungen. „Wir hören genau hin, was unsere Gäste sich wünschen und was sie brauchen und begleiten sie mit dem größtmöglichen Einfühlungsvermögen“, berichtet die Pflegedienstleiterin. Mit der öffentlichen Darstellung der Arbeit am Welthospiztag wolle man auch der Diskussion um die Suizidbeihilfe entgegentreten: „Seit das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe für nichtig erklärt hat, ist die gesellschaftliche Diskussion um die Suizidbeihilfe neu entflammt. Die Darstellung des Suizids wird dabei meist als unbedingter Ausdruck von Autonomie und Selbstbestimmung dargestellt und wir merken immer wieder, dass die Angebote der Hospizarbeit und Palliativversorgung nach wie vor zu wenig bekannt sind“, so Annemarie Buttinger. „Auch wir haben im Hospiz schon Gäste erlebt, die mit dem Wunsch zu uns kamen, ihr Leben selbst zu beenden. Wenn sie dann aber merken, wie gut sie bei uns trotz schwerer Krankheit begleitet werden, dass sie nicht alleine sind mit ihren Sorgen und Ängsten und dennoch nicht das Gefühl erleben, jemandem zur Last zu fallen, rückt der Suizidwunsch ganz schnell in den Hintergrund. Und es ist keine Seltenheit, dass wir zusammen mit unseren Gästen herzhaft lachen und auch Spaß haben“, berichtet sie.

Deshalb wolle man die so wichtige Arbeit am Welthospiztag nochmals in der Öffentlichkeit darstellen. „Wir sind froh und dankbar, dass uns die Center-Managerinnen des Arsenals hier so tatkräftig unterstützen und wir uns hier präsentieren können.“

Neben Informationsmaterial und Gesprächspartner*innen bietet der Hospiz-Stand auch allerlei interessante Artikel zum Kauf an: von selbstgemachten Marmeladen über Salze mit Chili oder Kräutergeschmack bis hin zu herbstlichen Basteleien reicht das Sortiment. „Unsere Haupt- und Ehrenamtlichen haben sich wie immer viel Mühe gegeben und der Erlös aus dem Verkauf kommt natürlich wieder unserer Einrichtung zugute“, fügt Frau Buttinger an. Und auch Kinderschminken sowie ein Glücksrad mit Preisen für Groß und Klein gehören zum Angebot am Aktionsstand.

Über das Katharina von Bora Hospiz

Das im Mai 2018 eröffnete Katharina von Bora Hospiz in der Lutherstadt Wittenberg ist dank des überwältigenden Engagements der Wittenberger Bevölkerung entstanden. Unzählige Aktionen und Initiativen haben zum Gelingen des Projektes am Standort des Evangelischen Krankenhauses Paul Gerhardt Stift beigetragen. So konnten aus einer ehemaligen Bettenstation 10 Gästezimmer, ein Familienzimmer, ein Angehörigenzimmer sowie eine großzügige Wohnküche entstehen. Mit dem Katharina von Bora Hospiz wird die Versorgungskette für schwerstkranke und sterbende Menschen neben der Palliativeinheit am Paul Gerhardt Stift, dem Ambulanten Hospizdienst und der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung im Landkreis Wittenberg vervollständigt.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 9.300 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen