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Johannesstift Diakonie
Doppelfeier im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau

Doppelfeier im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau

75-jähriges Jubiläum und Eröffnung der modernsten Kreißsäle Berlins

Größeres Publikum in Kirche.
Datum2022-05-06

Am 5. Mai 2022 hatte das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau gleich doppelten Grund zu Freude: Am internationalen Tag der Hebammen eröffnete der modernste Kreißsaal Berlins und die Traditionsklinik am Stadtrand feierte gleichzeitig ihr 75-jähriges Bestehen. Der Einladung folgten unter anderem Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, Dr. Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz und Dr. Carola Brückner, Bezirksbürgermeisterin von Spandau. 

Ulrike Gote, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Geleichstellung, hatte bereits einen Tag zuvor die Klinik besucht und zeigt sich begeistert vom Konzept der neuen Kreißsäle. Übrigens: In den vergangenen 75 Jahren wurden hier rund 100.000 Jungen und Mädchen entbunden. Am 08. Mai 2022 ist Muttertag: ab dann erblicken die neuen Erdenbürger*innen in den nur noch in den neuen, hochmodernen, sicheren und schönen Kreißsälen das Licht der Welt. Besonders beeindruckt war die Senatorin vor allem von dem „Wand-an-Wand-Konzept“, das die höchste Form der Sicherheit für Mutter und Kind bietet: Kreißsaal und Neonatologie sind jetzt Tür an Tür unmittelbar miteinander verbunden, ein ideales Raumkonzept, wie es in dieser Form in kaum einer anderen Klinik angeboten wird.

Von entbehrungsreichen Anfängen zur High-Tech-Klinik

Nach einer Andacht in der Kirche auf dem Gelände der Klinik begrüßte Andreas Mörsberger, Sprecher des Vorstandes, die geladenen Gäste. Bevor jedoch die neuen Räumlichkeiten entsprechend gewürdigt wurden, erinnerte Ulrich Seelemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesstift Diakonie, an die Anfänge der Klinik: Bereits nach Kriegsende 1945 erkannte Pfarrer Wilhelm Siegert, Geschäftsführer des Vereins zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser (VzE), das Potential des Geländes in Spandau, das damals den britischen Alliierten unter anderem als Lazarett diente.. Er nahm entsprechende Gespräche auf und bereits im August zogen die ersten Patient*innen ein. 1947 konnte der VzE nach Rückzug der Alliierten das Gelände komplett übernehmen und das Krankenhaus entwickelte sich von den entbehrungsreichen Anfängen zu einem erfolgreichen Medizinstandort. Inzwischen werden hier jährlich rund 22.000 Patient*innen stationär und 70.000 Patient*innen ambulant behandelt und etwa 2400 Kinder erblicken das Licht der Welt.

Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, betonte in seiner Ansprache vor allem die Veränderungen in Medizin und Pflege und würdigte das herausragende Engagement der Menschen, die hier arbeiten: „Die Initiative, die Ärztinnen und Ärzte, Pflegende und Therapeut*innen, Fachleute für Digitalisierung und Bau und alle anderen Beteiligten hier in Gang bringen, wenn sie trotz der Aufgaben des Tages über den Tag hinaus denken und handeln, ist bemerkenswert. Ich danke allen für Ihren wichtigen Gesellschaftsdienst, den Sie rund um die Uhr mit Ihrer Arbeit leisten.“ Ulrich Lilie selbst verriet noch, dass er „undercover“ selbst Patient im Evangelischen Krankenhaus Spandau war und sich so von der hervorragenden Medizin und Pflege überzeugen konnte.

Heil und Heilung lassen sich nicht verrechnen

Für Bezirksbürgermeisterin Dr. Carola Brückner ist die Klinik nicht nur ein Krankenhaus, sondern ein Stück echtes Spandau. Sie bedankte sich bei allen Mitarbeitenden und gratulierte herzlich zur Eröffnung der neuen Kreißsäle. Dr. Carola Brückner: „Das Krankenhaus ist in den letzten 75 Jahren gewachsen – an Größe, an Expertise, an Erfahrung. Und es gehört nicht nur zu Deutschland besten Krankenhäusern, sondern ist ein fester Bestandteil und eine Institution in unserem Spandau und somit unverzichtbar für unseren Bezirk.“ Bischof Dr. Christian Stäblein betonte, dass „Heil und Heilung“ sich nicht verrechnen lassen, trotz des wirtschaftlichen Drucks. Er sagte: „Menschlichkeit und Barmherzigkeit sind keine Kostenstellen. Sie sind das Fundament und Unverrückbare in allen Prozessen. Ich bin froh, dass das Evangelische Waldkrankenhaus das weiß und lebt. Seit 75 Jahren. Kein Krankenhaus ohne Seelsorge. Ich bin, neben der ärztlichen und pflegerischen Fürsorge, heilfroh, wenn auch in den Vorzimmern und den Büros das Ohr offen ist. Kein Krankenhaus ohne Spiritual Care. Ohne Seelsorge keine Herkunft und keine Zukunft.“

Dieser Spiritual Care war auch beim letzten Punkt des Festaktes zu spüren: Dr. med. Martina Dombrowski, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, und ihr Team bedanken sich nicht nur für die Unterstützung der Geschäftsführenden, Architekten und Ingenieure, sondern betonte auch ihre persönliche Freude, künftig gemeinsam mit ihre hochengagierten Team in diesem modernen Kreißsaal wirken zu können. 

Anschließend hatten alle Gäste die Möglichkeit, die Kreißsäle zu besichtigen: 

Symbolische Schlüsselübergabe
Die symbolische Schlüsselübergabe für den nagelneuen Kreißsaal: Geschäftsführer Carsten Schaulinski überreicht ihn an Chefärztin Dr. med. Martina Dombrowski.
Gruppenfoto in Kirche.
So ein großes Projekt geht nur mit vielen Beteiligten, die gemeinsam an einem großen Ziel arbeiten: Planungsteams, Bauleitung, das Team der Geburtshilfe mit Ärzt*innen, Pflegenden und Hebammen und Klinikdirektorium haben allen Grund zur Freude.
Gruppenfoto: Zwei Männer, eine Frau.
Dr. Carola Brückner, Bezirksbürgermeisterin von Spandau mit Geschäftsführer Carsten Schaulinski (links) und Andreas Mörsberger, Sprecher des Vorstandes.
Zwei Männer, eine Frau im Kreißsaal.
Hoher Besuch im neuen Kreißsaal: Chefärztin Dr. med Martina Dombrowski zeigt Ulrich Seelemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesstift Diakonie (rechts), und Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland (links), den neuen Kreißsaal.
Gruppenfoto: Vier Männer.
Dr. Werner Weinholt, Leitender Theologie, Geschäftsführer Carsten Schaulinski, Dr. Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Andreas Mörsberger (von links) bei der Begrüßung.
Das Team der Geburtshilfe.
Das Team der Geburtshilfe: Justine Schultz, Katrin Teichmann, Karen Jeuthe und Nina Axnick (v.l.n.r).
Blick in den neuen Kreißsaal.
Blick in den neuen Kreißsaal.
Blick in den neuen Kreißsaal.

Über das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das 1947 gegründete Notfallkrankenhaus umfasst neun Fachabteilungen, vierzehn medizinische Zentren und 518 Betten. Jährlich versorgen wir rund 22.000 Patient*innen stationär und weitere 70.000 Patient*innen ambulant.

Die Behandlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Altersmedizin, Brustkrebs / Brustrekonstruktion, Chronische Wunden, Gefäßerkrankungen, Gelenke, Herz, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie und –urologie, Krebs, Magen / Darm, Rücken, Schwangerschaft und Geburt sowie Sport und Unfälle.

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau betreibt drei Fachschulen: die Reha-Akademie Berlin für Physiotherapeut*innen, die Schule für Ergotherapie sowie gemeinsam mit dem Martin-Luther-Krankenhaus die Gesundheitsfachschule Berlin. Diese fungieren auch als Ausbildungsstätte des Krankenhauses.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 9.800 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen