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Johannesstift Diakonie
Prävention wirkt! Gesund aufwachsen in Spandau

Prävention wirkt! Gesund aufwachsen in Spandau

Handbuch zur Gesundheitsförderung

Mehrere Personen sitzen und stehen in einem Büro. Alle halten das Handbuch zur Gesundheitsförderung in der Hand.
Datum2021-08-10

Übergewicht und Karies schon im Kindergartenalter: 2010 zeigten nicht zum ersten Mal Untersuchungen in sozial benachteiligten Regionen Spandaus eine besondere Häufung gesundheitlicher Probleme von Kindern. Mit dem Projekt „KiJu Fit – Netzwerk Gesundheitsförderung und Prävention“ treten das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau und das Bezirksamt Spandau dieser Situation seitdem systematisch entgegen. Gelingensfaktoren, Stolpersteine und Empfehlungen für die Förderung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit im Kindes- und Jugendalter können Interessierte nun in einem Handbuch nachlesen. Gesundheit und Bildung als Grundlage.

Wesentliche Basis für ein chancengerechtes Aufwachsen sind Gesundheit und Bildung. Um allen Menschen dies zu ermöglichen, ist ein gutes Netzwerk essenziell, das Bedarfe erkennt, aufnimmt und in bezirkliche Strategien einbindet. Wichtig sind dabei nachhaltige Angebote in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Sport und Stadtentwicklung, die von der Entstehung im Mutterleib bis zum Erreichen des Erwachsenalters als Präventionskette wirken.

Existierende Angebote finden und verbinden

„Dabei geht es oft nicht darum Neues zu erfinden, sondern erfolgreiche Angebote zu identifizieren und zu verbinden. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel mit dem Programm Babylotse“, so Frank Bewig, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Gesundheit im Bezirk Spandau.

Prävention beginnt schon im Mutterleib

„Durch das Spandauer Netzwerk können wir aufkommende Probleme junger Familien im günstigsten Fall schon in der Schwangerschaft erkennen und passende Informationen oder Unterstützung anbieten. Die Angebote können dadurch früh und niederschwellig wirksam werden und so spätere Belastungen der Kinder und Familien durch die Folgen von z. B. exzessivem Medienkonsum, Übergewicht oder ungewollter Schwangerschaft verhindern“, erläutert PD. Dr. Frank Jochum, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau.

Das Projekt „KiJu Fit – Netzwerk Gesundheitsförderung und Prävention“ wurde im Rahmen der Sozialen Stadt und durch bezirkliche Mittel finanziert.

Für Sie zum Download

Über das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das 1947 gegründete Notfallkrankenhaus umfasst neun Fachabteilungen, vierzehn medizinische Zentren und 518 Betten. Jährlich versorgen wir rund 22.000 Patient*innen stationär und weitere 70.000 Patient*innen ambulant.

Die Behandlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Altersmedizin, Brustkrebs / Brustrekonstruktion, Chronische Wunden, Gefäßerkrankungen, Gelenke, Herz, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie und –urologie, Krebs, Magen / Darm, Rücken, Schwangerschaft und Geburt sowie Sport und Unfälle.

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau betreibt drei Fachschulen: die Reha-Akademie Berlin für Physiotherapeut*innen, die Schule für Ergotherapie sowie gemeinsam mit dem Martin-Luther-Krankenhaus die Gesundheitsfachschule Berlin. Diese fungieren auch als Ausbildungsstätte des Krankenhauses.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 9.300 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen