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Über die Wirbelsäulenchirurgie

Den immer häufiger auftretenden Rückenschmerzen aufgrund verschiedenster Erkrankungen, Fehlbelastungen und Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule widmet sich unser Team der Wirbelsäulenchirurgie mit modernster Ausstattung. Unser Ziel ist es mit möglichst schonenden und zielgerichteten Therapien den Rücken wieder gesund zu machen.

Der richtige Fokus

„Die Kunst ist nicht die Operation, sondern die richtige Diagnose. Das ist der Grund, weshalb wir unseren Patient*innen viel Zeit widmen und versuchen für jeden eine individuelle Lösung zu finden.“

Dr. med. Miguel Alquiza, Chefarzt des Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie
Die Buchstaben F A Q auf lila Hintergrund.
Behandlung

Häufig gestellte Fragen

Unsere Checklisten und Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Wirbelsäulenbehandlung für Sie im Überblick.

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Zentrum der Wirbelsäulenchirurgie in Berlin

Das Spezialist*innen-Team der Wirbelsäulenchirurgie des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau deckt das gesamte Spektrum der modernen Wirbelsäulenchirurgie, inklusive minimalinvasiver Operationsverfahren, ab.

Das Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie hat sich als Spezialbereich der Orthopädie und Unfallchirurgie etabliert und ist eines der größten Wirbelsäulenzentren in Berlin, in dem Patient*innen mit allen Wirbelsäulenerkrankungen beraten und umfassend versorgt werden.

Rund 2.000 Patient*innen mit Wirbelsäulenleiden werden jährlich in unserem Haus behandelt. Bei etwa 1.000 von ihnen werden größere operative Eingriffe an der Wirbelsäule durchgeführt. In unserem Haus behandelte Erkrankungen umfassen unter anderem:

  • Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule
  • Bandscheibenvorfälle
  • Bandscheibenverschleiß (Osteochondrose)
  • Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose)
  • Wirbelgleiten (Spondylolisthese)
  • Deformitäten der Wirbelsäule (Skoliose / Kyphose)
  • Tumorerkrankungen an der Wirbelsäule
  • Entzündungen der Wirbelsäule
  • Unfallbedingte Erkrankungen

Unsere Wirbelsäulenchirurg*innen verfügen über langjährige Erfahrungen in der konservativen und operativen Behandlung der Wirbelsäule. Eine eingehende Voruntersuchung und sorgfältige Schmerzanalyse bildet die Basis für die Behandlungsmöglichkeiten der Wirbelsäulenerkrankung. Dabei stehen für uns die ganzheitliche und sanfte Therapie im Fokus. In der Radiologie unseres Hauses stehen Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT), Szintigrafie, Röntgen und andere Verfahren für eine fundierte Diagnose zur Verfügung. In jedem Fall versuchen wir, ein MRT anstelle eines CT durchzuführen, um die Strahlenbelastung für jede*n Patient*in zu minimieren.

Innovative Operations-Ausstattung

Operationen werden möglichst vermieden, beziehungsweise so klein wie möglich gehalten. Mit der Navigationseinheit werden unsere bildgebenden Untersuchungen und Operationen noch genauer und schneller. Die CT-Navigation unterstützt nicht nur das OP-Team bei der effektiven und sicheren Operation, sondern bietet eine signifikante Reduzierung der Strahlenbelastung für Patient*innen und das OP-Team. Um Ihre Sicherheit bei der Operation jederzeit zu gewährleisten, arbeiten wir mit unseren Ärzt*innen der Anästhesie zusammen. Ziel ist eine effektive, schmerzarme und langfristige Behandlung Ihrer Wirbelsäulenerkrankung.

Behandlung von Kindern an der Wirbelsäule

Die Behandlung und Operation von Kindern erfolgt gemeinsam mit den Ärzt*innen der Kinder- & Jugendorthopädie. Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung ist besonders für die behutsame Behandlung kleiner und noch im Wachstum befindlicher Patient*innen bedeutend.

Unsere Leistungen

Bei einem fortgeschrittenen Verschleiß der Bandscheiben und Veränderungen der Wirbelsäulenstatik durch abgeflachte oder fehlende Zwischenwirbelräume kann eine künstliche Bandscheibe implantiert werden. Generell können Bandscheiben an der Hals- und Lendenwirbelsäule ersetzt werden. Durch den Einsatz einer Bandscheibenendoprothese in unserem Haus kann Ihnen eine vollständige Beweglichkeit der Wirbelsäule ermöglichen kann werden.

Eine Bandscheibenprothese übernimmt die Funktion der verschlissenen Bandscheibe. Sie findet Anwendung bei einem schmerzhaften Bandscheibenverschleiß, wie beispielsweise einer Osteochondrose oder einem Bandscheibenvorfall. Die Prothesen werden hierbei von vorn über einen sehr kleinen Zugangsweg schonend implantiert. Durch die Bandscheibenprothesen können oft Versteifungen vermieden werden. Es wird von einer lebenslangen Haltbarkeit der Implantate ausgegangen.

Bei der Entfernung eines Bandscheibenvorfalls, der sogenannten Nukleotomie, werden die aus der Bandscheibe ausgetretenen weichen Anteile der Bandscheibe entfernt und somit der Druck von betroffenen Nervenwurzeln genommen.

Häufig ist hierfür nur ein kleiner, etwa zwei bis drei Zentimeter langer Hautschnitt erforderlich. Durch ein Fenster zwischen den Wirbeln kommt man in den Spinalkanal, wo sich der Nervenschlauch und das ausgetretene Bandscheibengewebe befinden. Dieses kann dann unter Einsatz eines Operationsmikroskops sicher entfernt werden.

Bei geeigneten Patient*innen kann die Nukleotomie über einen noch kleineren Hautschnitt (circa einen Zentimeter) erfolgen. Bei der sogenannten mikroskopisch assistierten perkutanen Nukleotomie kann der Bandscheibenvorfall über ein eingebrachtes Röhrchen entfernt werden.

Bei der Facettendenervation erfolgt die Unterbrechung von schmerzleitenden Nervenfasern der kleinen Wirbelgelenke. Im Vorfeld der Facettenbehandlung wird eine Testinfiltration unter Röntgenkontrolle an den betroffenen Gelenken durchgeführt. Stellt sich danach eine Beschwerdebesserung ein, kann die Diagnose gesichert werden und die Facettendenervation erfolgreich sein.

In lokaler Betäubung und unter sterilen Bedingungen werden dann die Nadeln für die Denervation an den Facettengelenken platziert. Dies geschieht unter Röntgenkontrolle. Im nächsten Schritt erfolgt eine Nervenstimulation, um den schmerzleitenden Nervenast aufzusuchen. Abschließend wird die Nadel an der Spitze auf 80 Grad für 90 Sekunden erhitzt und der Nerv verödet.

Nach einigen Monaten oder sogar Jahren können sich die Nerven regenerieren und die Beschwerden zurückkehren. Dann ist eine neuerliche Denervation möglich.

Bei der Infiltrationstherapie wird unter Röntgen- oder CT-Kontrolle gezielt an die betroffenen Strukturen der Wirbelsäule ein Corticoid gemischt mit einem lang wirkenden Betäubungsmittel gespritzt. Hierdurch wird ein für die Patient*innen sicheres Vorgehen mit Kontrolle der eingebrachten Kanüle gewährleistet. Dieses Verfahren soll unterstützend zur bereits durchgeführten konservativen Therapie angewendet werden. In der Regel erfolgen drei bis vier Infiltrationen im kurzstationären Aufenthalt.

Möglichkeiten der Infiltrationstherapie sind:

  • periradikuläre Therapie – bei einem so genannten Nervenwurzelreizsyndrom kann an die die betroffene Nervenwurzel minimalinvasiv behandelt werden. Lokale Betäubungsmittel und gegebenenfalls Kortisonpräparate werden gespritzt, um Nervenschmerzen zu reduzieren und die gereizte Nervenwurzel zu beruhigen.
  • epidurale Therapie – es wird direkt in den Wirbelkanal gespritzt. Dies ist erforderlich, um bestimmte Nervenwurzeln erreichen zu können.
  • Facetteninfiltration – die kleinen Wirbelgelenke werden angespritzt, um lokale Rückenschmerzen bei Arthrose oder Reizungen dieser Gelenke zu behandeln.

Nebenwirkungen sind sehr selten. Gelegentlichen können ein vorübergehendes Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen beobachtet werden. Diese Reaktion entsteht durch das lokale Betäubungsmittel und klingt nach wenigen Stunden wieder vollständig ab.

Bei Versagen der konservativen und Infiltrationstherapie kann eine operative Versorgung als letzte Behandlungsoption notwendig sein.

Bei der Spinalkanalerweiterung wird in einem minimalinvasiven Verfahren der verschleißbedingt verengte Wirbelkanal erweitert, um so betroffene, komprimierte Nervenstrukturen zu entlasten. Dieses operative Verfahren zielt darauf ab, die Ursache der bestehenden Schmerzen zu behandeln.

Ist nur ein Wirbelsäulensegment betroffen ist hierfür nur ein kleiner, etwa drei bis vier Zentimeter langer Hautschnitt erforderlich. Durch ein Fenster zwischen den Wirbeln kommt man in den Spinalkanal, wo sich der Nervenschlauch befindet. Unter Einsatz eines Operationsmikroskops kann der Wirbelkanal dann sicher erweitert werden, um überflüssige Band- und Knochenstrukturen zu entfernen.

Durch dieses schonende Verfahren können die Operierten oftmals bereits am Tag nach der Operation wieder mobilisiert werden. Der Krankenhausaufenthalt dauert nur wenige Tage.

Bei verschleißbedingter oder angeborener Instabilität der Wirbelsäule kann ein stabilisierender Eingriff notwendig sein. Am häufigsten ist dies im Bereich der Lendenwirbel, gefolgt von der Halswirbelsäule erforderlich.

Stabilisierung an der Lendenwirbelsäule (Lumbale Spondylodese)

Zur Stabilisierung werden die zueinander instabilen Wirbel mit Schrauben versehen und über zwei Metallstäbe miteinander verbunden. Zusätzlich ist es erforderlich die degenerativ veränderte Bandscheibe zu entfernen und einen Abstandhalter einzusetzen, um die ursprüngliche Höhe des Bandscheibenfachs wiederherzustellen. Zusätzlich werden Knochenspäne verwendet, um ein Zusammenwachsen der Wirbel zur endgültigen Stabilisierung zu erreichen. Gleichzeitig wird der Wirbelkanal erweitert und die Nerven entlastet.

Stabilisierung an der Halswirbelsäule (Cervicale Spondylodese)

In einem von vorne durchgeführten Eingriff werden die geschädigte Bandscheibe, sowie Knochenanbauten, entfernt und die Nerven beziehungsweise das Rückenmark entlastet. Ein Abstandhalter wird in das Bandscheibenfach eingebracht und eine Platte zur weiteren Stabilisierung an der Vorderseite der Halswirbelsäule angeschraubt. Das Ziel ist das Zusammenwachsen der Wirbelkörper für die endgültige Stabilität.

Bei einer leichten Instabilität und noch ausreichender Bandscheibenhöhe und -funktion kann ein bewegungserhaltendes Stabilisierungsverfahren hilfreich sein. Geeignete Implantate werden von uns sorgfältig individuell ausgewählt. Allerdings ist nicht jede Wirbelsäule geeignet, um dynamisch versorgt zu werden.

Auf dem deutschen Markt gibt es eine Vielzahl von dynamischen Implantaten. Wir orientieren uns bei der Implantatauswahl an biomechanisch sinnvollen Prinzipien und einer sicheren Studienlage.

In schweren Fällen eines Wirbelbruchs beziehungsweise bei einer Zerstörung des Wirbels durch einen Tumorbefall oder einer Infektion kann es erforderlich sein, einen oder mehrere Wirbel zu ersetzen, um die Stabilität und eine physiologische Wirbelsäulenstatik wiederherzustellen. Zum Einsatz kommen spezielle auseinanderziehbare Ersatzimplantate.

In vielen Fällen ist eine zusätzliche Stabilisierung mit einem Schrauben-Stab-System, welches offen oder minimalinvasiv eingebracht wird, erforderlich. Hierfür sind gegebenenfalls zwei Sitzungen im Abstand von einer Woche sinnvoll, um die Belastung für Patient*innen möglichst gering zu halten.

Bei Kypho- und Vertebroplastie werden gebrochene Wirbel durch ein minimalinvasives Verfahren mit einem speziellen Zement aufgefüllt und somit von innen heraus gefestigt. Hierdurch kann in vielen Fällen eine rasche Schmerzreduktion erreicht und ein weiteres Zusammenwachsen und Verfestigen des Wirbelkörpers verhindert werden.

Im Unterschied zur Vertebroplastie kann bei der Kyphoplastie der bereits eingebrochene Wirbel ganz- oder teilweise wieder in seine ursprüngliche Form gebracht und eine natürliche Wirbelsäulenstatik wiederhergestellt werden. Hierfür wird zunächst ein kleiner Ballonkatheter in den Wirbel eingeführt, welcher mit zunehmender Füllung den Wirbel von innen heraus aufrichtet. In die geschaffene Höhle wird der Zement unter ständiger Röntgenkontrolle sicher eingefüllt.

Viele Operierte können bereits am Tag des Eingriffs wieder aufstehen und nach wenigen Tagen das Krankenhaus verlassen.

  • Denervation des Iliosakralgelenk         
  • elektrische Neuromodulation
  • minimalinvasive Eingriffe zur Schmerzreduktion an der Bandscheibe
  • perkutane dorsale Stabilisierung

Was uns ausmacht

Vertrauen geschenkt: 2.000 Patient*innen jährlich lassen sich im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau an der Wirbelsäule behandeln.

Schonend und minimalinvasiv: Nur 50 Prozent der Patient*innen benötigen einen größeren operativen Eingriff.

Navigation: Operationen mit hoher Präzision und Patient*innensicherheit für eine zielgerichtete und wirksame Behandlung.

Von jung bis alt: Wir behandeln Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen kompetent und individuell.

Optimal ausgestattet: Mit Spezialist*innen und neuester Ausstattung begegnen wir allen Erkrankungen der Wirbelsäule.

Ihre Sprache: Alle Behandlungen können in Englisch erfolgen. Für weitere Sprachen stehen Dolmetscher*innen im Haus zur Verfügung.

Ausgezeichnete Wirbelsäulenchirurgie

Dr. med. Miguel Alquiza, Chefarzt des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie, ist im Leading Medicine Guide als einer der führenden Spezialisten seines Fachbereichs gelistet. 

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Veranstaltungen

Grafik: Veranstaltungen
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Chronische Rückenleiden – moderne Therapieoptionen

2021-12-01T17:30:0001.12.202117:30

2021-12-01T18:30:00

Wir laden Sie herzlich zu unserem Gesundheitsvortrag im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau zum Thema „Chronische Rückenleiden – moderne Therapieoptionen“ ein.

Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau | Patientenzentrum - Stadtrandstraße 555, 13589 BerlinEvangelisches Waldkrankenhaus Spandau | PatientenzentrumEvangelisches Waldkrankenhaus Spandau | PatientenzentrumStadtrandstraße 55513589BerlinDE
Zur Veranstaltung
Kontaktperson
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Ansprechpartner*innen

Porträt Dr. med. Miguel Alquiza
Dr. med. Miguel Alquiza
Chefarzt
Chefarzt

Dr. med. Miguel Alquiza

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
030 3702-1200030 3702-1200wirbelsaeulenzentrum.waldkrankenhaus@jsd.de030 3702-2211030 3702-2211
Porträt Silvia Reddemann
Silvia Reddemann
Sekretariat
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Silvia Reddemann

Erreichbar Montag bis Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr

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Sprechstunden, prästationär

Wirbelsäulensprechstunde

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