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Johannesstift Diakonie
ROSA: robotergestützte Knie-Endoprothetik für mehr Sicherheit und Präzision

ROSA: robotergestützte Knie-Endoprothetik für mehr Sicherheit und Präzision

Das computerbasiertes Assistenzmodell ROSA (Robotic Surgical Assistant) unterstützt seit Anfang 2023 das Team der Orthopädie an der Evangelischen Elisabeth Klinik in Mitte. ROSA gehört zu den sogenannten „Co-Botik"-Systemen und setzt auf die perfekte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, gilt als die sicherste Form der Robotik und sorgt so dafür, dass Patient*innen die für sie individualisierte Lösung in der Knieendoprothetik erhalten.

Zwei Ärzte stehen vor dem Roboter für künstliche Knie-Operationen.
Datum2023-03-13

Die Evangelische Elisabeth Klinik kooperiert hierbei mit dem Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau, deren Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) zertifiziert ist. Klinikdirektor Prof. Dr. med. Ulrich Nöth und Oberarzt Dr. med. Lars Rackwitz haben die innovative Technik am Spandauer Standort bereits bei mehr als 1000 Operationen erfolgreich eingesetzt und freuen sich auf die Möglichkeit, mit dem zweiten ROSA-Computer innerhalb der Johannesstift Diakonie noch mehr Patient*innen diese besonders sichere, schonende, schnelle und optimale Versorgung anbieten zu können.

Mensch und Maschine im Team

ROSA arbeitet mehrdimensional: Auf Grundlage der beim Röntgen und während der Operation ermittelten Daten fertigt die Software des Computers ein 3D-Modell des Knies sowie die digitale Operationsplanung an. Durch die Anbringung von sogenannten Trackern am Knie gelingt es dem Roboter das zu operierende Gelenk, die geplante Operation und die notwendige Schnittführung zu erkennen. Prof. Dr. med. Ulrich Nöth: „Kniegelenke sind komplexer als beispielsweise Hüftgelenke. Aus Erfahrung wissen wir, dass bei herkömmlichem Methoden bis zu 15 Prozent der Betroffenen nach einer Knieprothese nicht vollumfänglich zufrieden sind.“ 
Das ist mit ROSA anders, so Prof. Nöth weiter: „Der Computer gewährleistet, dass die Beinachse und die Rotation der Komponenten auf den Millimeter genau stimmig sind. Das kann der Mensch nicht. Der Roboter misst kleinste Abweichungen und gibt vor, wie die Schnitte gesetzt werden müssen. Wir ergänzen durch unsere hohe Kompetenz die Möglichkeiten der Technik. Dadurch wird die ROSA -unterstützte Methode zur sichersten Form der hochkomplexen Knie-Endoprothetik.“ Patient*innen nehmen die Behandlungen nicht anders wahr als zuvor; die Ergebnisse allerdings sind deutlich präziser und sicherer und helfen dabei, schnell eine neue Lebensqualität und Schmerzarmut zurückzugewinnen.“

Mehr Informationen für Patient*innen

Jeden Donnerstag bieten Prof. Dr. med. Ulrich Nöth und Oberarzt Dr. med. Lars Rackwitz am Standort der Evangelischen Elisabeth Klinik von 13.30 bis 15.30 Uhr eine endoprothetische Beratung an. Patient*innen benötigen eine Überweisung ihrer behandelnden Ärzt*innen. Anmeldung per Mail an orthopaedie.elisabeth@jsd.de oder telefonisch unter 030 2506-150.

Über die Evangelische Elisabeth Klinik

Die Evangelische Elisabeth Klinik in Berlin-Mitte, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist ein Akut- und Unfallkrankenhaus sowie Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Jährlich werden hier circa 7.600 Patient*innen stationär und 16.000 Patient*innen ambulant behandelt. Die Behandlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gelenke/Endoprothetik, Transgender-Chirurgie, Lasermedizin, Magen/Darm, Brustrekonstruktion, Chronische Wunden sowie Sport und Unfälle.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 10.593 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen