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Neuropsychologie

Unsere Neuropsycholog*innen behandeln die psychischen Folgen hirnorganischer Erkrankungen, etwa eines Schlaganfalls oder einer Demenzerkrankung, die im gerade im Alter häufig sind. In solchen Fällen sind psychologische Therapien wichtig, die auf die persönliche Situation, die Bedürfnisse und verbliebenen Fähigkeiten der Patient*innen eingehen.

Zu den behandelten Störungen zählen:

  • Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen (Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit)
  • Antriebs- und Motivationslosigkeit (Störungen des Verhaltens)
  • depressive Verstimmungen oder Angst (Störungen des Befindens)

Diagnostik

Die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung ist eine genaue Diagnostik. Unsere Neuropsycholog*innen setzen zu diesem Zweck bewährte Testverfahren ein. Eine erste Orientierung liefern Kurztests, die bei Bedarf durch differenziertere Verfahren ergänzt werden.

Therapie

Sind Hirnleistungsstörungen akut aufgetreten, etwa nach einem Schlaganfall, ist das Therapieziel eine möglichst weitgehende Wiederherstellung der betroffenen Funktionen. Hier setzen wir computergestützte Programme ein, die auch ohne Vorkenntnisse gut bedienbar sind. Sind die Hirnleistungsstörungen Ausdruck einer fortschreitenden Erkrankung wie der Alzheimer-Krankheit, geht es darum, die noch intakten Funktionen, zum Beispiel Erinnerungen an früher, möglichst lange zu erhalten. Die Therapie erfolgt dann spielerisch und immer orientiert an der Biografie der Patient*innen.

Das Erleben von Krankheit und Behinderung kann Depressionen und Angststörungen auslösen. Bei Bedarf bieten unsere Neuropsycholog*innen während des Krankenhausaufenthalts eine psychotherapeutische Begleitung an, um die Anpassung an die veränderte Lebenssituation zu erleichtern. Auch Entspannungstechniken werden vermittelt.

Kontaktperson

Ansprechpartner

Leitung Neuropsychologie

Dr. Gernot Lämmler

Gekacheltes Bad mit Schwimmbecken
Schwimmbecken mit Glasdach und Treppe zum einfachen Einstieg

Physiotherapie

Ziel der Physiotherapie ist es, die Mobilität und Selbständigkeit so schnell wie möglich wiederherzustellen. Unsere Therapeut*innen erarbeiten dafür gemeinsam mit den Patient*innen Behandlungsziele unter Berücksichtigung der aktuellen Erkrankung und Leistungsfähigkeit.

Angebote und Ausstattung

Die Therapie beginnt am Bett, bis hin zur Umsetzung der selbständigen Aktivitäten im Alltag. In den modern ausgestatteten Therapieräumen auf jeder Station werden adäquate Einzelbehandlungen durchgeführt. Unseren Patient*innen stehen Trainingsgeräte zur Kräftigung und Aktivierung des gesamten Bewegungsapparates zur Verfügung. In unserem hauseigenen Bewegungsbad erhalten sie in kleinen Gruppen angeleitete Therapien.

Angebote von Hockergruppengymnastik, Heublumenlagerung als thermische Anwendung sowie ein Therapiegarten und regelmäßiges Singen mit instrumentaler Begleitung runden unser geriatrisches Behandlungskonzept ab.

Leistungsspektrum

  • Manuelle Lymphdrainage
  • Bobath-Konzept
  • Manuelle Therapie
  • osteopathische Techniken
  • Spiraldynamik
  • PNF
  • Kinesio-Taping
  • Perfetti
  • Rückenschule

Weitere Angebote

Kontaktperson
Leitung Physiotherapie

Stephanie Müller

Ergotherapie

Zähne putzen, Anziehen oder Brote bestreichen – diese normalen Alltagsaktivitäten müssen viele Patient*innen im Krankenhaus nach einem Schlaganfall, Unfall oder in Folge einer chronischen Erkrankung wieder erlernen. Unsere Ergotherapeut*innen behandeln und beraten nach Unfällen oder plötzlichen Erkrankungen.

Ziele und Angebote

Im Vordergrund ihrer beruflichen Tätigkeit im EGZB steht vor allem das Verbessern vorhandener motorisch-funktioneller und psychosozialer Fähigkeiten, die Analyse von individuellen Potentialen und die Entwicklung alltagspraktischer Handlungsstrategien, um eine größtmögliche Selbständigkeit und Partizipation ihrer Patient*innen am gesellschaftlichen Leben wiederzuerlangen.

Sie üben Alltagshandlungen, wie zum Beispiel das Waschen oder Bekleiden des Oberkörpers, aber auch komplexe Tätigkeiten wie Kochen, Einkaufen oder Treppensteigen. Einen weiteren wichtigen Bereich der Ergotherapie nimmt zudem die Hilfsmittelberatung, -schulung und -versorgung ein. Bei Bedarf erfolgen in Absprache mit den Patient*innen und deren Angehörigen eine Wohnraumanpassung und die Versorgung mit Hilfsmitteln, wie beispielsweise Pflegebetten, Badewannenliftern oder Orthesen.

Zudem sind die Ergotherapeut*innen auch gefragt, wenn es um die Behandlung sensomotorischer Probleme oder Empfindungsstörungen geht. Auf Grundlage therapeutischer Ansätze wie Bobath, Affolter, oder Perfetti werden die verschiedenen Einschränkungen behandelt.

Hirnleistungstraining

Cerebrale Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns infolge eines Apoplex, Demenz oder cerebro-vaskulärer Insuffizienz bedürfen einer neuropsychologischen Behandlung. Mit einem Hirnleistungstraining (HLT) werden Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnisleistungen der geriatrischen Patient*innen geschult.

Kontaktperson

Ansprechpartnerin

Leitung Ergotherapie

Silke Devantier

Sprachtherapie

Sprachtherapeut*innen behandeln Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, sowie Störungen der mimischen Muskulatur. Diese können zum Beispiel nach einem Schlaganfall und anderen neurologischen Erkrankungen oder nach Erkrankungen im Kopf- und Halsbereich auftreten.

Nach einer differenzierten logopädischen Diagnostik erfolgt eine auf die Störung ausgerichtete Therapie. Die Behandlung findet in der Regel als Einzeltherapie statt und setzt sich aus Übungstherapie sowie der Beratung von Betroffenen und Angehörigen zusammen.

Ziele der logopädischen Therapie sind die Wiederherstellung und Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit, der Sprechverständlichkeit, die Anbahnung der Schluckfunktion, oraler Kostaufbau und Verbesserung der Nahrungsaufnahme.

Neben der klinischen Schluckuntersuchung bieten wir auch eine fiberendoskopische Schluckdiagnostik an, die von Sprachtherapeut*innen und Ärzt*innen zusammen durchgeführt wird. Auch Schluckstörungen nach Tracheotomie werden logopädisch behandelt.

Therapeutische Verfahren

Es kommen unter anderem folgende therapeutische Verfahren zum Einsatz:

  • Facio-Orale-Trakt-Therapie (FOTT)
  • Funktionelle Dysphagietherapie (FDT)
  • Myofunktionelle Therapie (MFT)
  • Neurolinguistische Aphasie-Therapie (NAT)
  • Modalitätenaktivierung in der Aphasietherapie (MODAK)

Logopädische Störungsbilder

Störungen der Sprache, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, betreffen sowohl die Sprachproduktion als auch das Sprachverständnis sowie das Lesen und Schreiben. Eine Aphasie kann die Kommunikationsfähigkeit und soziale Teilhabe des Betroffenen stark einschränken. Je nach Ausmaß der Störung kann es von leichten Wortfindungsstörungen bis hin zu einem vollständigen Verlust der sprachlichen Fähigkeiten kommen.

Störungen des Sprechens, zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder Morbus Parkinson, entstehen infolge von Lähmungen der Sprechmuskulatur und gestörter Koordination der Sprechbewegung. Typische Symptome sind unter anderem eine verwaschene, mühevolle Artikulation, heisere und/oder leise Stimme, monotone Sprechmelodie und verkürzte Sprechatmung. In schweren Fällen ist die Sprechverständlichkeit der Betroffenen so stark gemindert, dass die Alltagskommunikation nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Sprechstörung, die häufig in Kombination mit einer Aphasie auftritt. Hier ist die Bewegungsplanung beim Sprechen gestört. Auffällig sind Lautentstellungen, ein verlangsamter, stockender Redefluss, erhebliche Sprechanstrengung und Suchbewegungen der Sprechorgane (Lippen, Zunge). In schweren Fällen sind willkürliche Lautäußerungen nicht mehr möglich.

Stimmstörungen können nach neurologischen Erkrankungen, operativen Eingriffen, Infektionen und Funktionsstörungen des Kehlkopfes entstehen. Die Stimme klingt heiser, rau, belegt, behaucht oder gepresst. Variationen der Klangfarbe, der Tonhöhe und der Lautstärke sind nur noch in geringem Umfang möglich.

Schluckstörungen können zum Beispiel nach neurologischen Erkrankungen beim Essen, Trinken und Schlucken von Speichel auftreten und sind Folge einer gestörten Sensomotorik beim Schlucken. Symptome sind häufiges Verschlucken oder völliges Ausbleiben des Schluckens, Husten beim Essen und Trinken, Nahrungsreste im Mund, Kloßgefühl und/oder eine belegte Stimme nach der Nahrungsaufnahme. Durch wiederholtes Verschlucken erhöht sich die Gefahr einer Lungenentzündung (Aspirationspneumonie).

Mit Hilfe einer Anpassung der Ernährung und logopädischer Therapie können häufiges Verschlucken und damit verbundene Komplikationen vermieden werden.

Die Versorgung mit einer Atemkanüle (Trachealkanüle) kann aufgrund neurologischer Erkrankungen oder Krebserkrankungen im Kehlkopfbereich notwendig sein. Dadurch wird ein sicherer Gasaustausch (Atmung) gewährleistet und/oder bei schweren Dysphagien das Risiko einer Lungenentzündung reduziert.

Ziele im Rahmen der logopädischen Therapie können sein: Erlernen des Umgangs mit der Trachealkanüle, Verbesserung der Kommunikations- und Schluckfähigkeit, ggf. Entwöhnung von der Trachealkanüle.

Störungen der mimischen Muskulatur treten häufig zusammen mit Sprech- und Schluckstörungen auf, wenn bei neurologischen Erkrankungen der Hirnnerv geschädigt ist, der die Gesichtsmuskulatur versorgt. Es kommt zu einer vollständigen oder teilweisen Lähmung einer Gesichtshälfte oft in Verbindung mit Taubheitsgefühl. Die mimischen Funktionen sind dabei eingeschränkt.

Nach neurologischen Erkrankungen können kognitiv begründete zentrale Sprach- und Kommunikationsstörungen auftreten. Je nach Läsionsort und begleitenden kognitiven Defiziten können die Symptome in ihrer Ausprägung stark variieren. Es zeigen sich sprachliche Störungen im Bereich sozio-kommunikativer Kompetenz, Wortabruf, Textverständnis und -produktion.

Kontaktperson
Leitung Sprachtherapie

Dr. Regine Becker

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